Schiefgeamoklaufen

Wenig bis nicht beachtet von den deutschen Leitmedien ereignete sich am 20. März in Maryland ein weiterer Schul-Amoklauf. Das Desinteresse der deutschen Medien dürfte nicht zuletzt dem Umstand geschuldet sein, dass der Täter unmittelbar nach Beginn der Schießerei von einem Bewaffneten gestellt und niedergeschossen wurde.

A male student at a high school in Maryland shot a 16-year-old girl he knew with a handgun on Tuesday, spurring a confrontation with an armed deputy stationed at the school, the authorities said.

When the chaos was over, perhaps a minute after it began, the girl was critically injured, a 14-year-old boy was hurt and the gunman, whom the authorities identified as Austin Wyatt Rollins, 17, was fatally wounded.

Was hilft also gegen solche Täter bzw. was hilft nicht? Hier eine kleine Übersicht:

Was den versuchten Schul-Amoklauf in Maryland am 20. März nicht verhinderte:

  • das in Maryland geltende Verbot von „Sturmgewehren“
  • das in Maryland geltende Verbot von Magazinen mit mehr als zehn Schuss Kapazität
  • der in Maryland vorgeschriebene „universal background check“
  • das Gesetz von Maryland, das ein umfassendes Antragsverfahren erfordert, um eine Genehmigung zum Kauf einer Handfeuerwaffe zu erhalten
  • das in Maryland geltende Verbot, mehr als eine Handfeuerwaffe pro Monat zu kaufen
  • die in Maryland gesetzlich erforderliche Registrierung von Handfeuerwaffen
  • die in Maryland erforderliche Lizenzierung von Schusswaffenbesitzern
  • die in Maryland nicht anerkannten Waffentragelizenzen anderer US-Bundesstaaten
  • Bundesgesetze, die unter 21-Jährigen den Besitz von Waffen verbieten
  • Gesetze, die das Führen von Waffen ohne entsprechende Erlaubnis verbieten
  • Schusswaffenfreie Zonen
  • Gesetze, die das Schießen in der Öffentlichkeit verbieten
  • Gesetze, die das Ermorden von Leuten verbieten

Was den Schul-Amoklauf in Maryland am 20. März gestoppt hat:

  • eine bewaffnete Person am Tatort, die den Angreifer innerhalb einer Minute stellte und außer Gefecht setzte

Auch wenn es die Weltverbesserer nicht wahr haben wollen:

Das Einzige, was einen bösen Kerl mit einer Waffe stoppen kann, ist ein guter Kerl mit einer Waffe. Ganz egal, wie viele Gesetze, Verbote, Vorschriften oder Hinweisschilder man aufstellt.

Frei übersetzt aus der FB-Gruppe https://www.facebook.com/CTPGMLTAAGP/

Gun Control: Vorbild Massenmörder

Die Erkenntnis, dass man nicht alles glauben darf, nur weil es „im Internet“ steht und nicht jedes Foto auch so authentisch ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist ein alter Hut.

Wenn z. B. auf einer amerikanschen Waffenbefürworterseite ein Foto verbreitet wird, das Gun-Control-Aktivisten zeigt, die in der Highschool unter einem Che-Guevara-Poster ihre Veranstaltung abhalten, dann würde ich das nie und nimmer für echt halten.

Quelle: Facebook

Mittels der Reverse-Bildersuche von Google ist es normalerweise auch kein Problem, entweder das unveränderte Originalbild oder einen Artikel zu finden, der diese Entlarvung als Fake bereits zum Thema hat.
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Still und heimlich…

Schön, wenn sieht, dass die ganze Arbeit und Mühe, die man sich mit dem Betreiben eines Weblogs wie „meinungsterror“ macht, auch fruchtet. So scheint der Beitrag „Wie viele Millionen sind eigentlich 162.000?“ aufmerksame Leser gefunden zu haben und aus „Millionen“ wurden über Nacht „Tausende“. Wird schon keiner merken…

Naja, eben nur „fast“. Und: Gern geschehen. 🙂

Auszug Screenshot „sportmordwaffen.de“

http://www.sportmordwaffen.de/vorbildengland_2.html

Blöd, dass das Internet nichts vergisst:

Waybackmachine Capture 20.10.2011

Hinweis: Dieser Artikel wurde bereits im April 2016 verfasst, aber irgendwie vergessen, zu veröffentlichen…

Käseblatt vs. Waffenlobby

Superinvestigative Journalisten der „Vaihinger Kreiszeitung“ haben es enttarnt:

Das supergeheime Netzwerk der bösen Waffenlobby mitsamt ihren mächtigen KI-Bots, die durch ihre überlegene Programmierung selbständig in jeder Waffenrechtsdiskussion die Oberhand gewinnen und die Lieschen Müllers selbst in Kompaniestärke alleine an die Wand argumentieren!

Da liegt sich natürlich vollkommen richtig, die „Vaihinger Kreiszeitung“.

Abgesehen davon, dass eine für jeden öffentlich einsehbare Facebook-Gruppe Gleichgesinnter eben kein „dubioses Netzwerk“, sondern eine Facebook-Gruppe Gleichgesinnter ist. Mit immerhin knapp 12.000 Mitgliedern, die ihre verfassungsmäßigen Rechte wahrnehmen und ihre Meinung kund tun.
„Käseblatt vs. Waffenlobby“ weiterlesen

Roman Grafe hyperventiliert

Heute vor einer Woche, am 15. August 2016 rief mich der Chefredakteur der Lokalredaktion der hiesigen Zeitung an und fragte mich in meiner Funktion als Pressesprecher der Schützengesellschaft Kamenz e. V. an, ob ich für ein Gespräch zur Verfügung stehe. Hintergrund war das äußerst erfolgreiche Abschneiden der deutschen Sportschützen in Rio. Der Redakteur, Herr Oehl, interessierte sich in diesem Zusammenhang auch für meinen Verein im Speziellen und das Schützenwesen im Allgemeinen. Nach kurzer Rücksprache mit meinem Vereinspräsidenten Dieter Raack wurde für den darauffolgenden Dienstag kurzfristig ein gemeinsamer Gesprächstermin vereinbart.

Es war ein langes, ausführliches und sehr offenes Gespräch mit Herrn Oehl, den ich vorher persönlich noch nicht kennen gelernt hatte. Er stellte Fragen, die ich gemeinsam mit meinem Präsi bestmöglich beantwortete. Selbstverständlich wurden auch kritische Punkte angesprochen, wie der Missbrauch legaler Schusswaffen in Erfurt oder Winnenden oder die sog. „amerikanischen Verhältnisse“.

Durch Verweis auf offizielle und für jedermann einsehbare Quellen wie die Polizeiliche Kriminalstatistik oder die Statistiken des FBI konnte das eine oder andere populäre Märchen widerlegt werden. Ein von mir mitgebrachter Quelle-Katalog von 1967, auf dem zwischen Autoersatzteilen und Kinderspielzeug Sport- und Jagdwaffen nebst Munition volljährigen Kunden zum Kauf angeboten wurden, interessierte den Redakteur ganz besonders. Zumindest schien es für ihn vollkommen neu zu sein, dass, zumindest in Westdeutschland, einstmals relativ liberale Waffengesetze Geltung fanden und Volljährige echte Waffen erwerben konnten.

Zwei Tage später erschien der Artikel und fand, zumindest auf Facebook, ein ziemlich großes Echo. Im Gegensatz zu vielen anderen Zeitungsartikeln, die mehr oder weniger vor Fehlern strotzten, hat Herr Oehl alle wesentlichen Punkte sachlich und korrekt wiedergegeben. Alle getroffenen Aussagen lassen sich belegen, keine der sonst üblichen Latrinenparolen wurde bemüht, keine hohlen Phrasen gedroschen.

So weit zur Vorgeschichte.

Heute, am 22. August, druckte die SZ Lesermeinungen dazu ab. Roman Grafe höchstpersönlich hatte zur Feder gegriffen und Gift und Galle gespuckt. Aber wie:

„Der Autor hat im Artikel derart ausführlich und unwidersprochen Sportschützen-Propaganda betrieben, dass wir uns fragen, ob der Mann selber ein Waffenfanatiker ist oder ob er für seinen Artikel doppelt bezahlt wurde.“

Wumm. So eine hohe Meinung hat Journalist Grafe von seinen Kollegen. Alles bestechliche Fanatiker. Außer ihm.

Aber vielen Dank, Herr Grafe, für die tiefen Einblicke in Ihre krude Gedankenwelt, die keinen Widerspruch zu Ihrer Meinung zulässt. Die einem Berufskollegen von Ihnen, der seinen Job genau so erledigt, wie man es von einem ECHTEN Journalisten erwarten sollte, Parteilichkeit, ja sogar Bestechlichkeit unterstellt. Weil er seinen Lesern nicht Ihre selbst zusammenfantasierten „Statistiken“ präsentiert, sondern es wagt, jederzeit überprüfbare Tatsachen vermittelt.

Vielen Dank, dass Sie hier genau mit den gleichen Nicht-Argumenten, mit der gleichen Faktenallergie reagieren, wie man es spätestens seit 2009 von Ihnen kennt. Unterstellungen, Diffamierungen, Hetze gegen Andersdenkende und überhebliche, selbstgerechte Moralpisserei auf höchstem Niveau.

Der Graf’sche „Beweis“ für die Parteilichkeit/Bestechlichkeit des Redakteurs:

„Ein Beispiel: „Für Raack und Krainz jedenfalls steht fest, dass von Schützenwaffen im Grunde keine Gefahr ausgeht.“ Richtig ist: Für den Zeitraum von 1990 bis 2016 hat die Initiative „Keine Mordwaffen als Sportwaffen!“ mehr als 230 Todesopfer dokumentiert – getötet mit Waffen von Sportschützen, ohne Suizide.“

Wie immer, wenn Grafe mit seiner Opferzahl haussieren geht, bleibt er es natürlich schuldig, wie viele Opfer Tötungsdelikte insgesamt in diesem Zeitraum forderten. Und diese Zahl dürfte locker bei 45.000 liegen, bei denen alles andere als Tatmittel verwendet wurde, nur keine legal besessene Sportschützen-Waffe. Von 1993 – 2014 waren es bereits 39.551.

Nach der Grafe-Logik ist der Redakteur deshalb entweder „selber ein Waffenfanatiker“ oder ihm wurde „der doppelte Preis bezahlt“, weil er eine Aussage von zwei Schützenbrüdern wiedergegeben hat, die ihrerseits lediglich aus dem Bundeslagebild Waffenkriminalität zitiert haben. Und dort steht im Prinzip Jahr für Jahr etwas wie

Straftaten, bei denen Schusswaffen verwendet wurden, machen lediglich rund 0,2% aller in der PKS erfassten Fälle aus. Das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotenzial ist daher insgesamt als gering zu bewerten, wenngleich für einzelne Betroffene durch den illegalen Einsatz von Schusswaffen eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben verbunden sein kann.

Nichts anderes hat der „Schützen-Lobbyist“ behauptet, nichts anderes wurde von der Zeitung wiedergegeben.

Nichts als Fakten. Direkt vom Bundeskriminalamt. Oder, wie es Roman Grafe nennen würde, „Sportschützen-Propaganda“.

Foto unten: Leserreaktionen auf den SZ-Artikel (darauf klicken, zum Vergrößern)
Viel Spaß beim Lesen!
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EU plant drastischen Rückgang bei Verkehrstoten

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Brüssel. Nachdem in der Eurozone die Anzahl der Verkehrstoten wieder angestiegen ist, hat die EU-Kommission unter Federführung von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen Aktionsplan für mehr Verkehrssicherheit beschlossen.

Kernpunkt des Aktionsplanes ist die Verminderung von groben Regelverstößen gegen die Straßenverkehrsordnung durch Maßnahmen, die bereits im Vorfeld zur Vermeidung solcher Regelvestöße beitragen.

Juncker: „Bisher haben wir enorme Resourcen dafür verschwendet, Straßenverkehrsrowdies zu verfolgen, zu stellen, ihre Vergehen zur Anzeige zu bringen und zu ahnden. Ein viel zu aufwändiges Procedere, wo es doch auch wesentlich einfacher geht.“

Die Vereinfachung liegt darin, dass zukünftig z. B. bei Rotlichtverstößen nicht länger der Fahrer des die Ampel missachtenden Automobils direkt für das Vergehen haftbar gemacht wird. Insbesondere im Zusammenhang mit gestohlenen Fahrzeugen bzw. mit gefälschten Nummernschildern war dies ohnehin ein äußerst mühsames und langwieriges, wenn nicht gar unmögliches Unterfangen. Statt dessen kontrolliert die Polizei nun verstärkt die Fahrer, die ordnungsgemäß bei „rot“ anhalten.

Juncker: „Es ist doch verdächtig, wenn sich jemand so penibel an die Verkehrsregeln hält und alles tut, um ja nicht negativ aufzufallen. Das kann kein Zufall sein, da steckt mehr dahinter. Aus Sicherheitsgründen sollte deshalb solch suspekten Fahrern der Führerschein entzogen und ihre Autos zwangsverschrottet werden. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Das Motto muss daher lauten, so wenig Autos wie möglich unters Volk. Sicher ist nunmal sicher. Wer keinen Führerschein mehr besitzt und kein Auto mehr hat, kann auch nicht mehr bei rot über die Kreuzung rasen.“

Die Abstimmung über den Vorschlag der Kommission im Europaparlament ist für Freitag, 1. April 2016 um 14.14 Uhr anberaumt. Experten gehen davon aus, dass bei einer Umsetzung in nationales Recht alleine in Deutschland täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge mitsamt ihren Fahrern aus dem Verkehr gezogen werden und somit potenzielle Unfallopfer auf Grund fahrlässiger Fahrweise vermieden werden könnten. Bereits 2022 könnten die Anzahl der Verkehrstoten europaweit so erstmals wieder unter denen von 1910 liegen.

Junckers abschließend: „Die Idee dazu kam mir spontan, als wir unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung eine weitreichende Verschärfung der Waffengesetze durchsetzen wollten. Da dachte ich für mich, wenn wir unschuldigen Bürgern die registrierten Waffen abnehmen können um damit angeblich Terroranschläge von Verbrechern mit Kriegswaffen vom Schwarzmarkt zu verhindern, warum nicht auch die Autos?“

Gedanken zu Köln

Die Ereignisse zum Jahreswechsel in Köln und anderen Großstädten haben deutlich aufgezeigt, dass der Staat das von ihm reklamierte Gewaltmonopol nicht mehr durchsetzen will oder kann.

Es ist klar, dass nicht hinter jedem Bürger ein Polizist stehen und nicht jeder Akt von Gewaltkriminalität verhindert werden kann.

Ein Bürger dieses Staates, immerhin eine der am höchsten entwickelten Industrienationen mit einer extrem toleranten und friedfertigen Zivilgesellschaft, sollte aber einen Großstadtbahnhof oder andere öffentliche Räume ohne Angst um sein Leben, seine Gesundheit bzw. sein Eigentum aufsuchen können.

Wenn sich der Staat dazu außer Stande fühlt, dann muss die Konsequenz lauten, dass sich der Bürger wenigstens selbst schützen darf. Mit effizienten Selbstverteidigungsmitteln, notfalls mit der Schusswaffe.

Seit über vier Jahrzehnten murksen Politiker am bundesdeutschen Waffenrecht herum. Seit vier Jahrzehnten erlassen und verschärfen sie Gesetze, die genau null Auswirkungen auf Kriminelle haben, die aber nach und nach die Rechtstreuen vollkommen wehr- und schutzlos dastehen lassen. Oder sie durch genau so willkürliche wie sinnlose Verbote bestimmter Gegenstände (Stichwort Einhandmesser) sogar noch kriminalisieren, wenn man in Unkenntnis der jeweils aktuellsten Waffenrechtsfassung so ein Teil, das einst völlig legal gekauft und geführt werden konnte, dabei hat und damit erwischt wird.

Vor einigen Wochen rauschten Meldungen durch den Blätterwald, in denen sich diverse Lokalredakteure, Behördenvertreter bzw. Polizeifunktionäre „besorgt“ zeigten, dass so viele Bürger plötzlich Waffenläden stürmen und alles kaufen, was an Selbstverteidigungsmitteln legal zu erwerben ist. Das wurde als Art paranoide Wahnvorstellung abgetan. Deutschland sei sicher, Eigenvorsorge zur Selbstverteidigung eher kontraproduktiv und die Polizei sorge schließlich für Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

Köln hat sie nun plötzlich aus ihren süßen Träumen gerissen, die Schilderungen von Dutzenden betroffener Frauen, die schutz- und wehrlos ihren Peinigern ausgeliefert waren, lassen sich nicht einfach unter den Teppich kehren. Auch wenn das Relativieren längst begonnen hat.

Einmal mehr hat die Realität den staatsgläubigen Multikultitoleranzfundamentalisten eingeholt. Ein paar Tage hat es gedauert, bis man, zumindest in den öffentlich-rechtlichen Medien und der Bundespolitik, auf dieses Thema überhaupt eingegangen ist. Vielleicht hat man am Anfang noch gehofft, dass man es Pegida in die Schuhe schieben kann oder es keine mutmaßlichen Nordafrikaner, sondern vielleicht doch nur Tausend schwarz angemalte AfD-Anhänger waren, die da auf Frauenjagd gingen.

Jetzt, nachdem das ganze Ausmaß deutlich wird, kommen die üblichen Heißluftgebläse zum Einsatz und drohen, wieder einmal, die ganze Härte des Gesetzes an. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man überhaupt einen der Verbrecher schnappen kann.

Politiker, die dafür verantwortlich sind, dass die Polizei kaum noch einsatzfähig ist, schieben den Beamten vor Ort den schwarzen Peter zu, um von ihrem eigenen, jämmerlichen Versagen abzuhalten.

Es ist noch gar nicht lange her, da feierten sich Niedersachsens SPD und Grüne dafür:

Ab sofort wird’s teuer, wenn Menschen vor der Disco oder vor Lokalen wegen ihrer ethnischen Herkunft oder Religion abgewiesen werden: Den Betreibern drohen hohe Bußgelder bis hin zu 10 000 Euro oder Wiederholungstätern am Ende sogar der Entzug der Gewerbe-Genehmigung. „Wir setzen ein Signal gegen Diskriminierung“, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, Sande) in der abschließenden Debatte im Landtag zur Änderung des Gaststätten-Gesetzes.
(…)
SPD und Grüne begrüßten nachdrücklich die Bußgeld-Androhung. Belit Onay (Grüne), der selbst als „Ausländer“ nicht in ein Lokal durfte, hofft, dass die „rassistische Diskriminierung“ endlich beendet wird.

Währenddessen, in Bielefeld:

Auf dem Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel in Bielefeld ist es in der Silversternacht ebenfalls zu Übergriffen gekommen.

Dort hielten sich zeitweise bis zu 150 Marokkaner und Algerier in kleineren Gruppen auf.

(…)

Disco- und Kneipenbesitzer hatten die Polizei zur Hilfe gerufen, um ihr Hausrecht durchzusetzen. Die Gastronomen verwehrten den aggressiven Migranten den Zutritt zu ihren Lokalitäten, was diese nicht hätten akzeptieren wollen.

Frauen, die von Antanzdieben bedrängt worden seien, hätten von einer unangenehmen körperlichen Nähe der Täter berichtet, die teilweise versucht hätten, die Frauen zu küssen.

In NRW hilft die Polizei, dass Gastronomen ihr Hausrecht durchsetzen und ihre Gäste vor Kriminellen geschützt werden, in Niedersachsen kommt zukünftig die Polizei, um den Laden zu schließen, wenn der Besitzer diese Subjekte nicht freiwillig hereinlässt!

Genau diese weltfremde Politik von roten und grünen Realitätsverweigerern, die leider auch die CDU-Spitze und allen voran die Bundeskanzlerin ergriffen hat, ist verantwortlich für die Zustände, wie wir sie jetzt haben.

Blatter: Skandal auf Kommando

Die Welt wäre ein Hort der Glückseligkeit, wenn, ja wenn da nur nicht die FIFA und der Sepp Blatter wären.

Zu diesem Schluss könnte man fast kommen, wenn man derzeit Nachrichten guckt, Talkshows verfolgt oder Zeitung liest. Auch in den sozialen Netzwerken von Facebook, Twitter & Co. folgt die Schafsherde brav den Leithammeln und empört sich durch das Nachblöken hohler Phrasen über die FIFA und ihren Präsidenten, die in Punkto Wertschätzung gleichauf mit der sizilianischen Mafia zu liegen scheinen.
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Geradezu grotesk ist das dann, wenn in zwangsgebührenfinanzierten, schwarzrotgrün verfilzten „Grundversorgern“ ARD und ZDF, die selbst ohne zu zucken hunderte Millionen Euro für Senderechte an die FIFA zahlen, sich zum Ankläger und Richter in einer Person aufschwingen und anschließend die Kommerzialisierung des Fußballs beklagen.

Aber selbst das lässt sich noch toppen: Wenn fürstlich bezahlte Talkshowmoderatoren und –innen in ihren ganz selbstverständlich von ihren eigenen Firmen produzierten und vermarkteten Talkshows dann der FIFA das Recht absprechen wollen, gleiches in größerem Maßstab auch zu tun. Selber darf man gerne ein paar Milliönchen dazu verdienen. Aber eine weltweit agierende Organisation, die soll das nicht dürfen.

Als Gäste in diesen Talkshows sitzen dann auch wieder in erster Linie Wasser predigende Weinsäufer: Üppig staatlich alimentierte BerufspolitikerInnen, die sich die Höhe der eigenen Diäten selbst beschließen. Die Gesetze für jeden Bürger beschließen, für ihren eigenen Berufsstand aber ganz selbstverständlich Ausnahmen davon vorsehen. Die mit teuren sozialen Wohltaten zu Lasten der Allgemeinheit Wählerstimmen kaufen oder die deutsche Staatsbürgerschaft gerne an jeden verschenken würden, der sie aus reiner Dankbarkeit anschließend vielleicht dafür wählt.

Und genau diese heuchlerischen Doppelmoralisten bezichtigen dann die FIFA und Herrn Blatter als korrupt, machtbesessen und undemokratisch?

Verwundert reibt man sich auch die Augen, wenn der FIFA ausgerechnet ihr Demokratieverständnis vorgeworfen wird: Jeder Verband hat eine Stimme, egal wie Mitgliederstark und finanzkräftig er ist. Sonst kann man sich in diesen Talkshows immer Beifallsstürme des Studiopublikums sicher sein, wenn man über „Gerechtigkeit“, „Chancengleichheit“ und ähnlich feuchte Träume sozialromantischer Gleichmachereifantasien schwadroniert.

Nur bei der FIFA, da ist genau diese real existierende Gleichmacherei plötzlich ganz schlimm und verabscheuungswürdig.

Blatter muss weg, die FIFA ist ein korrupter Haufen und Deutschlands Medien- und Politikerelite kann sich mal wieder als Oberlehrer in Punkto Transparenz, Uneigennützigkeit, Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis aufspielen. Doch um Blatter oder die FIFA geht es eigentlich gar nicht.

Die inneren Angelegenheiten eines Sportverbandes zur Staatsaffäre aufzublasen, unzählige Zeitungsseiten und Sendeminuten damit zu füllen hat nur eine Aufgabe: Ablenkung, ein Skandal auf Kommando.

Die Politik versagt ständig, auf nationaler wie internationaler Ebene. Ob Einbrecherbanden die deutschen Grenzregionen heimsuchen oder IS-Mörderbanden Syrien und den Irak – es fehlt der klare politische Wille, ernsthaft und „nachhaltig“ dagegen vorzugehen. Ob die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland durch schwarz/rot oder die andauernden Versuche der Obama-Administration, rechtstreuen Bürgern den Waffenbesitz zu verbieten. Freiheitsrechte werden nach und nach kassiert, der Bürger zum unmündigen Untertan degradiert, aber außer Blatter hat man derzeit keine Sorgen.

Das Ablenkungsmanöver ist geglückt.

Beschlossen: Vegan-Warnhinweise kommen

Analog zur Kennzeichnung von Tabakprodukten mit auffälligen Warnhinweisen bezüglich ihrer Gesundheitsgefährdung sollen ab dem zweiten Quartal 2016 auch vegane Lebensmittel entsprechend gekennzeichnet werden.

Das Europäische Parlament verabschiedete auf der letzten Sitzung eine entsprechende Beschlussvorlage des Expertenkremiums Sucht- und Gewaltprävention. Diese fußt wesentlich auf einer Studie der Fakultät Ernährungspsychologie der Hochschule Graz und wurde unter Federführung von Prof. Dr. Agnes Eberling-Wiedenhoff erarbeitet. Das Probjektteam von Prof. Eberling-Wiedenhoff hat über einen Zeitraum von zehn Jahren im Rahmen einer länderübergreifenden Feldstudie 12.000 Personen über ihre Freizeit-, Ernährungs- und Vandalismusgewohnheiten befragt, um wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen an den Gesetzgeber geben zu können.

Die Ergebnisse der Studie im Einzelnen:

  • 62 % (7.440) der Befragten gaben an, in ihrer Freizeit regelmäßig Wälder aufzusuchen
  • 92 % der Waldbesucher nutzen den Aufenthalt ausschließlich zur Erholung
  • 595 Personen gaben an, Waldbesuche auch schon mit Vandalismusaktionen, in der Regel gegen jagdliche Einrichtungen, verbunden zu haben
  • Knapp die Hälfte davon (287) verbindet Waldbesuche regelmäßig mit Vandalismus

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Zu ihren Ernährungsgewohnheiten äußerten sich die Befragten:

  • 84 % gaben an, tierische und pflanzliche Nahrungsmittel gleichermaßen zu konsumieren
  • 12 % verzichten bewusst auf Fleisch
  • 4 % ernähren sich ausschließlich vegan

Bezüglich Ernährungs- und Vandalismusgewohnheiten ergibt sich folgendes Bild:

  • 90 % der Nicht-Vandalierer konsumieren auch tierisches Eiweiß
  • 95 % der Vandalen ernähren sich vollkommen vegan

Eberling-Wiedenhoff: „Wir sind alarmiert über die bei Veganern offensichtlich extrem ausgeprägte Bereitschaft, Gewalt gegen Sachen und, in fortgeschrittenem Stadium der Mangelernährung, vermutlich auch gegen Menschen anzuwenden. Obwohl der Anteil von Veganern an der Gesamtbevölkerung im deutschsprachigen Raum nur maximal fünf Prozent beträgt, sind Veganer an fast allen von uns dokumentierten Vandalismusaktionen im Wald beteiligt. Es gibt da eindeutig einen neurologischen Zusammenhang zwischen Veganismus und Vandalismus. Die Verbraucher müssen, wie z. B. bei Zigaretten, vor den negativen Folgen dieses Konsumverhaltens gewarnt werden. Die Politik darf da nicht einfach wegschauen. Deshalb sind wir dankbar, dass unsere Forschungsergebnisse in eine konkrete Gesetzesvorlage mündeten.“

Erste Entwürfe der Warnhinweise auf Veganlebensmittelverpackungen orientieren sich an denen auf Zigarettenschachtel. Allerdings soll bei der Vegan-Variante ein in sattem giftgrün gehaltenes Signet auf die Gefährdung von Leib und Leben Dritter Hinweisen, wogegen die schwarze Variante bei Tabakprodukten eher die Selbstgefährdung des Konsumenten thematisiert.

In der hitzigen Debatte vor der Abstimmung bestritten Vertreter der Veganerlobby vehemment den durch die Studie offen gelegten Hang zu Gewalttätigkeiten und drohten, zustimmungswilligen Parlamentariern die Büros zu verwüsten und Dienstfahrzeuge zu zerstören.

Die Mitgliedsstaaten haben nun bis zum 1. April 2016 genau ein Jahr Zeit, die Kennzeichnungspflicht in nationales Recht umzusetzen.

Bild-Boykott: Couchkartoffels heldenhafte Zivilcourage

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Meine Einschulung liegt nun schon ein paar Jahrzehnte zurück. Der Schulweg führte durchs Dorf und vorbei an den beiden Tante-Emma-Läden. Sowohl vor dem „EDEKA“ als auch der „VIVO“-Konkurrenz warben Aufsteller und Fähnchen für die „Bild“-Zeitung. Das waren Auslöser für rezitierte Sprüche wie „Bild war dabei – Bild sprach mit der Leiche“, die man als Zweitklässler furchtbar toll fand und die man zu Hause, bei Nachbarn oder Verwandten aufgeschnappt hatte. Wenn ich mich richtig erinnere, kostete ein „Bild“-Exemplar damals 30 Pfennig und genau wie heute hat kaum jemand zugegeben, das vermutlich damals wie heute meistverkaufte täglich erscheinende Presseerzeugnis zu kaufen.

40 Jahre später, im Jahr 2015, könnte man meinen, dass es eine brandneue Erkenntnis ist, dass die „Bild“ ein genau so reißerisches wie hetzerisches Käseblatt ist, das schnell mal die Realität an die eigenen Schlagzeilen anpasst und Einzelpersonen, Gruppen oder auch ganze Nationen gerne mal diffamiert. So neu scheint diese Erkenntnis für manche zu sein, dass sich nun ein zivilcouragierter, heldenhafter Kiosk-Besitzer nach dem anderen berufen fühlt, die „Bild“ aus seinem Verkaufsstand zu verbannen und es dem Axel-Springer-Verlag mal so richtig zu zeigen. Und das Ganze natürlich, ganz selbstslos, über soziale Netzwerke verbreitet und sich so der Sympathie in Form zahlreicher „Likes“ der blökenden Masse sicher sein kann.

Gerade so, als ob es besonders mutig wäre, gegen die „Bild“ zu sein und man mit der Abneigung gegen dieses Pamphlet ganz alleine gegen Heerscharen fanatischer, bekennender „Bild“-Käufer stände. Obwohl es längst ein auf „Bild“-Bashing basierendes, florierendes Geschäftsmodell gibt und einige der schärfsten Kritiker nur deshalb so gut im Geschäft sind und Geld verdienen, weil ihnen die „Bild“ jeden Tag die Munition liefert, die sie zu deren Bekämpfung brauchen. Ohne „Bild“ wäre mancher „Bild-Kritiker“ schlichtweg arbeitslos.

Doch zurück zu den sozialen Netzwerken. Natürlich ist es genau umgekehrt. Wer es wagt, den Verkaufsboykott nicht gut zu heißen, der ist von der Schafherde zum Abschuss freigegeben. Feuer frei auf den vermeintlichen „Bild“-Leser, an dem sich die Inhaber der korrekten Gesinnung genüsslich abarbeiten können. Die Gleichen, sonst immer „Vielfalt“ und „Toleranz“ predigen, verabscheuen schon den Gedanken an „Vielfalt“ und „Toleranz“, zumindest wenn es um missliebige Presseerzeugnisse geht. Der Typ hinterm Verkaufstresen als Richter über gut und böse, als selbst ernannte Zensurbehörde, Inquisitor und Verbraucherschützer in Personalunion.

Erschreckend ist die schiere Masse der Sympathisanten solcher Bevormunder, die diesen billigen Aktionismus ohne geringstes persönliches Risiko überschwänglich feiern und damit ihre Sehnsucht nach der Supernanny, die ihnen selbst die Entscheidung, welche Zeitung man gefälligst kaufen darf, abnimmt.

Das Schöne an einer zumindest halbwegs freien Marktwirtschaft wie unserer ist, dass der Verbraucher entscheiden kann, ob er die „Bild“ durch deren Kauf unterstützt oder eben nicht. Niemand wird gezwungen, die „Bild“ zu kaufen und „taz“, „Neues Deutschland“ oder „Junge Freiheit“ zu ignorieren. Oder eben umgekehrt.

Der Konsument ist mündig genug, diese Entscheidung selbst zu treffen. Ich respektiere die persönlichen Präferenzen und politischen Überzeugungen jedes Menschen. Dazu gehört aber auch die Entscheidungsfreiheit, etwas zu tun oder es zu lassen. Wenn ein Kioskbesitzer meint, diese Entscheidung für alle seine Kunde im Vorfeld treffen zu müssen, dann ist das ein höchst unprofessionelles Verhalten. Persönliche Vorlieben, politische Ansichten oder religiöse Überzeugungen sind Privatsache und vom Dienstlichen zu trennen. Wer damit nicht klar kommt, soll sich einen anderen Job suchen, wo er keine Gewissenbisse erleiden muss, wenn er einen Kunden bedient und dessen Bedürfnisse befriedigt.

Sonst besteht die Gefahr, dass heute der „Empörte“ die „Bild“ aus dem Regal nimmt, morgen der Homöopathiefan die „Medical Tribune“ und übermorgen trifft es dann „Auto Motor Sport“, weil die führerscheinlose Ökofetischistin aus der Spätschicht nur Fahrräder gut findet.

In den meisten Läden, die Zeitungen verkaufen, werden auch Spirituosen und Tabakwaren feil geboten. Wenn sich da manche Besitzer schon so ums geistige Wohlbefinden ihrer Kunde sorgen, dass sie diese vor den gar schröcklichen „Bild“-Ergüssen bewahren müssen – warum nicht auch vor tatsächlichen Gefahren für Lunge, Leber & Leben? Vom „Bild“-lesen alleine hat wohl noch niemand die Kontrolle über seine Auto verloren und unbeteiligte Dritte tot gefahren.

Für einen halbwegs freiheitlich denkenden Menschen ist der Gedanke an die „Bild“ schlimm. Noch schlimmer ist aber der Gedanke daran, dass sich manche Mitmenschen anmaßen darüber entscheiden zu müssen, ob man „Bild“ überhaupt lesen darf.

Man muss „Bild“ nicht mögen, man muss sie auch nicht kaufen.

Aber diese Entscheidung soll, bitteschön, jeder für sich selbst treffen dürfen.