Heute shown gehetzt?

Ich halte nichts von der Phrase, wonach früher alles besser war. Allerdings waren früher, nach meinem Geschmack, zumindest die satirischen Nachrichtensendungen deutlich besser, als heute. Zumindest wurden meistens Politiker und vornehmlich die jeweils Regierenden durch den Kakao gezogen, nicht Stimmung gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen gemacht. „Rudis Tagesshow“ löste gar eine Staatskrise mit dem Iran aus. Eine gute Mischung aus Nachrichten-Satire und Klamauk lieferten auch „Die Wochenshow“ und später die „Freitag Nacht News“ .

Leider ist von der leichten Freitag- oder Samstagabendunterhaltung nicht mehr viel übrig geblieben. Satire darf nicht mehr nicht nur nicht alles. Nein, man muss Botschaften transportieren. Dem Zuschauer eintrichtern, was er gefälligst zu denken hat, ihn dem linksgrünen Zeitgeist konform zu konditionieren.

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Neues vom Märchenonkel Grafe

Es war einmal ein mäßig erfolgreicher Autor, der eine Nische besetzte und ständig andere Leute an Stellen kratzte, an denen es diese Leute nach seiner maßgeblichen Meinung gefälligst zu jucken hätte.

Da es die meisten seiner Mitmenschen aber an ganz anderen Stellen juckte, als er ständig kratzte, versuchte er bei sich jeder bietenden Gelegenheit, diese auf ihre Ignoranz hinzuweisen und sie über die korrekten Juckstellen zu belehren.

Doch so sehr er auch nach Anlässen suchte, der Öffentlichkeit zu ihrem Glück zu verhelfen, so sehr machte ihm die Realität doch einen Strich durch die Rechnung. Es gab zwar jede Menge Juckreize, aber fast nie an den Stellen, die er ständig kratzen wollte…

Doch einmal, in einem Juli, war es wieder so weit

Sowas aber auch! Hat doch mal wieder ein böser Sportschütze dem Herrn Grafe den Gefallen getan, eine tatsächlich legal besessene Waffe für ein versuchtes Tötungsdelikt zu missbrauchen. Diese Gelegenheit wird natürlich wieder genutzt, um im mittlerweile sattsam bekannten Stil eine „Presseerklärung“ herauszuhauen, in der alle Register gezogen werden, um sich an seinem Lieblings-Feindbild abzuarbeiten.

Der versuchte fremdenfeindliche Mord an einem 26jährigen Mann aus Eritrea am Montag im hessischen Wächtersbach wurde durch das lasche deutsche Waffengesetz begünstigt: Auch in diesem Fall hat der Täter als Mitglied eines Schützenvereins die Tatwaffe erwerben können.

Ja, so ist er, der typisch deutsche Sportschütze: Tritt einem Schützenverein bei, erwirbt Waffen, bestreitet Wettkämpfe und das alles nur, weil er in zehn oder zwanzig Jahren einen ihm völlig Unbekannten Eritreer aus rassistischen Gründen totschießen möchte. So hinterhältig und verschlagen sind eben nur Sportschützen.

Und nicht nur das:
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Netter Versuch: Hetzpamphlet ist kein „Standardwerk“

Zufälle gibt es…

Da versucht doch ständig jemand mit einer per Anonymisierungsdienst verschleierten IP, bisher erfolglos, ein bestimmtes Buch in mehrere Wikipedia-Artikel als „Standardwerk“ einzuschleusen.

Nein, ganz bestimmt steckt hinter dem Unbekannten nicht der *hüstel* „renommierte“ Autor dieses Buches, der sich niemals zu einer solchen Verzweiflungstat herablassen würde, um doch noch vielleicht ein paar Exemplare zu verkaufen.

Auch ist es reiner Zufall, dass der anonyme Möchtegern-Wikipedianer im gleichen Duktus wie der Verfasser des „Standardwerks“ daherkommt und, genau wie bei einer bestimmten Statistik, sich eine eigene Wirklichkeit erschaffen möchte. Eine Wirklichkeit, in dem ein nicht nachgefragter Ladenhüter eben flugs zum „Standardwerk“ erklärt wird. Blöd nur, wenn man auch dabei ertappt wird…

Gleich bei vier Wiki-Artikeln sollte die Literaturliste ergänzt werden, jeweils eingeleitet mit „Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. (…)“

Da hat jemand wohl etwas zu dick aufgetragen und es mit der Selbstbeweihräucherung und Eigenwerbung überzogen:

Screenshot: Wikipedia
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18:33, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal 1989 ‎ Änderung 189127193 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. den Amoklauf in Montreal ausführlich auf mehreren Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:31, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf von Erfurt ‎ Änderung 189127162 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. das Erfurter Schulmassaker auf etlichen Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:29, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf von Winnenden und Wendlingen ‎ Änderung 189127224 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. das Winnender Schulmassakers auf einigen Dutzend Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:26, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Waffenrecht ‎ Änderung 189127328 von Dandelo rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. die Geschichte des deutschen Waffenrechts seit 1875. Markierung: Rückgängigmachung

Vielleicht hätte Mr. Anonymus, wenn er schon auf Wikipedia unterwegs ist, besser die Gelegenheit genutzt und sich die Definition eines „Standardwerkes“ angeguckt:

Standardwerk oder Standardliteratur ist die Bezeichnung für Werke über deren Inhalte innerhalb des jeweiligen Wissensgebiets ein breiter fachinterner Konsens besteht. Sie bilden entweder die communis opinio oder eine besonders einflussreiche Denkrichtung ab und gelten als unverzichtbarer Referenzpunkt bei der Beschäftigung mit einem bestimmten Thema.

Okay, bis auf „breiter fachinterner Konsens“, „communis opinio“, „einflussreiche Denkrichtung“ und „unverzichtbarer“ Referenzpunkt“ stimmen die meisten anderen Punkte ja fast mit dem überein, was man für gemein hin als „Standardwerk“ bezeichnet.

Oder, wie man dieses Möchtegern-„Standardwerk“ außerhalb des Universums von Meister IP 5.62.41.175 bezeichnet: „Fantastische Literatur/Schauermärchen“.

Die vier Typen der Waffengegner

Nach knapp zwei Jahrzehnten Erfahrung mit Debatten und Diskussionen in Foren, Zeitungs-Kommentarbereichen und in sozialen Netzwerken sind es immer wieder die gleichen vier Typen Waffengegner, die sich entsprechend positionieren. Hier ist meine persönliche Definition:

Typ 1: Lieschen Müller

Typ 1 hat keine Ahnung. Weder vom Waffengesetz, noch von Schusswaffen, ist aber sehr emotional. Typ 1 kennt Schießen und Waffen nur aus der Glotze. Typ 1 lässt sich gerne durch reißerische Zeitungsberichte und Fernsehbeiträge erschrecken und glaubt, was sie sieht und liest und was andere erzählen, die etwas in der Zeitung gelesen und in der Glotze gesehen haben. Und weil sie das glaubt, was sie sieht und liest und man über Waffen und ihre Besitzer kaum neutral und unvoreingenommen schreibt und sendet, ist Lieschen Müller grundsätzlich gegen Waffen in Privatbesitz. Sachlich vorgetragenen Argumenten ist Lieschen Müller gegenüber oft aufgeschlossen. Der Typ „Lieschen Müller“ bekundet meist spontan und anlassbezogen seine Aversion gegen Waffen/Waffenbesitz, zieht sich aus einer Diskussion meistens schnell zurück, wenn die Gegenseite stichhaltige, ihm bis dahin nicht bekannte Fakten einbringt.

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Empörung im Veedel: Gute Messer, böse Messer

Screenshot: www.express.de

Empören. Sich zu empören, scheint derzeit eine der wenigen Kategorien zu sein, in der Deutsche im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz einnehmen können. Über alles und jedes wird sich empört, besonders gerne empört man sich über Dinge, von denen man wenig bis keine Ahnung hat.

In Köln-Eigelstein empören sich Anwohner gerade über einen Laden, der Messer zum Verkauf feil bietet:

Ruth Wennemar, Sprecherin des Bürgervereins Eigelstein. sagt: „Wir sind schockiert über das, was hier angeboten wird, und viele Anwohner sind es ebenfalls. Keine 50 Meter von hier, auf dem Ebertplatz, wurde vor eineinhalb Jahren ein Mensch durch einen Messerangriff getötet und hier wird das Werkzeug solche Taten ganz offen verkauft. Mit den Messern, die hier im Schaufenster liegen, will niemand Kartoffeln schälen, das gesamte Sortiment dient ausschließlich der Ausübung von Gewalt.“

Das ist natürlich ein toller Grund, sich zu empören: Ein Einzelhändler, der sich erdreistet, legal und im Rahmen der Gesetze auch Messer zu verkaufen. Und das, obwohl irgendwo im Umkreis vor längerer Zeit ein Mann von jemand anderen mit einem Messer getötet wurde. So viel Empörung wird ja wohl noch erlaubt sein. Bestimmt haben auch alle Supermarktketten im Umkreis vor anderhalb Jahren sämtliche Schneidwaren aus dem Sortiment genommen, um Frau Wennemar nicht zu triggern.
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Fragwürdiges Jubiläum: Zehn Jahre Amoklaufverwertung


Auch im zehnten Jahr nach der Bluttat von Winnenden läuft alles nach dem altbekannten Muster ab:

Roman Grafe saugt sich eine Presse-Erklärung aus den Fingern, die aus den mittlerweile sattsam bekannten Textbausteinen seiner äußerst speziellen Wahrnehmung der Wirklichkeit besteht. Die üblichen wüsten Beschimpfungen und Hasstiraden, die billigen Hütchenspielertricks mit willkürlich zusammengeschusterten „Statistiken“ und in den Raum gestellten, angeblichen Opferzahlen.

Sein persönlicher Kreuzzug, seine heilige Inquisition gegen die uneinsichtigen Sportschützen, die sich partout weigern, sich seinen Glaubensgrundsätzen zu unterwerfen, erhalten wieder ein paar Tage mediale Aufmerksamkeit. Im Jubiläumsjahr, zur „Feier“ der Tragödie sozusagen, wird via Pressemitteilung auch noch fleißig die Werbetrommel für seine neue Schwarte gerührt. Die Einnahmequelle „Opferinstrumentalisierung“ muss weiter sprudeln.

Von daher wäre das Schlimmste, was ihm passieren kann, dass sich politische Mehrheiten finden, die seine feuchten Totalentwaffnungsträume eins zu eins in die Realität umsetzen. Vorbei wären die Zeiten, wo man sich eine Handvoll von mehreren Tausend Tötungsdelikten jährlich herauspicken und dazu missbrauchen kann, um die eigene Propagandamaschinerie zu schmieren. Ohne das so schön skandalisierbare Tatmittel „legal besessene Sportwaffe“ und die daraus irgendwie abgeleiteten Opferzahlen, müsste er sich ein neues Tätigkeitsfeld suchen.
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Der Spiegel: Das Stussgeschütz der Demagogie

„Der Spiegel“, angeblich einst das „Sturmgeschütz der Demokratie“, arbeitet hart daran, wenigstens weiterhin seinen Ruf als Stussgeschütz der Demagogie zu bewahren. Dazu kommen die Stellungnahme des DSB zum Refernentenentwurf zur Umsetzung der EU-Waffenrichtline in nationales Recht genau richtig:

Der Deutsche Schützenbund (DSB) kämpft dafür, dass Sportschützen weiterhin für ihre Pistolen Magazine mit 30 Schuss Munition verwenden dürfen.

Nein, der DSB kämpft nicht dafür. Es gibt keine einzige Disziplin im DSB-Sportprogramm, bei der eine Kurzwaffe mit einem Magazin mit einer Kapazität mit 20 oder gar 30 Schuss erlaubt ist.

Der DSB hat sich, wie auch andere Interessenvertreter, gegen ein Verbot von Magazinen hoher Kapazität ausgesprochen. Weil diese bisher von jedermann frei erwerbbaren Teile nach einem Verbot nur zu einer Kriminalisierung ihrer Besitzer führen, deliktisch vollkommen irrelevant sind und nur die ohnehin überlasteten Strafverfolgungsbehörden mit dann zu ahndenden „Waffenrechtsverstößen“ überschwemmen wird.
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Grüne Folklore in Sachsen: Alle Jahre Lippmann

Wenn ein Grüner von „Freiheitsrechten“ fabuliert, dann meint er für gewöhnlich nur seine eigenen Rechte. Die Rechte Dritter interessieren nicht die Bohne. Deshalb findet man im Kontext Grüner Lautäußerungen das Wort „Freiheit“ selten, aber „fordern“ und „Verbote“ oft.

17.12.2015: Deutsche rüsten auf – mit freiverkäuflichen Waffen

(…)
Jedoch zeigt das Beispiel Sachsen, dass eine starke Zunahme sehr offenkundig ist. Wie das sächsische Innenministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen kürzlich mitteilte, ist die Zahl der Personen mit einer waffenrechtlichen Erlaubnis innerhalb der vergangenen zwei Jahre in dem Bundesland um 3000 auf 37.579 gestiegen.

Laut Valentin Lippmann, dem innenpolitischen Sprecher der Grünen in Sachsen, funktioniert der Zugang zu den Waffen vor allem über die Schießsportvereine: „Dort meldeten sich von Januar bis Oktober 2015 insgesamt 346 Personen zu Sachkundeprüfungen an. So viele Prüfungsteilnehmer haben sich in den gesamten letzten vier Jahren nicht angemeldet“, berichtete er – und forderte, „dem Run auf erlaubnispflichtige Waffen“ einen Riegel vorzuschieben.
(…)

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BMI-Referentenentwurf: Herber Schlag gegen IS-Terroristen

Gar schröcklicher Pirat
Foto: pixabay.com

Mossul – Unbestätigten Berichten des Nachrichtensenders Al Jazeera zufolge soll es in den letzten Tagen in den noch vom sogenannten „Islamischen Staat“ besetzten Gebieten zu mehreren mysteriösen Todesfällen unter Daesch-Terroristen gekommen sein. Nach nicht näher benannten Quellen aus dem Umfeld westlicher Geheimdienste wurde erstmals eine neue Form der psychologischen Kriegsführung eingesetzt, bei der zielgruppenbezogener Humor beim Adressaten einen tödlichen Lachanfall auslösen soll. Da die humoristischen Spitzen nur von Eingeweihten verstanden werden, sollen Lachtod-Kollateralschäden weitestgehend vermieden werden.

Dabei sollen die Vorbereitungen für die Operation „Zwerchfell“ bereits Ende 2015 unter dem Vorwand der Ausarbeitung einer „EU-Feuerwaffenrichtlinie“ angelaufen sein. Um dem komplexen Plan Authentizität zu verleihen, übernahm Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker trotz, ääh, Ischiasbeschwerden persönlich die Federführung und schaffte es dank der Unterstützung einiger zuverlässiger Kommissare, die Feuerwaffenrichtlinie planmäßig durchs EU-Parlament zu bringen.

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Englische Verhältnisse

Wie in meinem gestrigen Beitrag beschrieben, treffen die so gerne als Synonym für ausufernde Gewalt bemühten „Amerikanischen Verhältnisse“ mittlerweile mehr auf englische Metropolen zu, als auf die USA.

Wenn es aber ein Steigerung von den „amerikanischen Verhältnissen“ gibt, dann müssen dies die „englischen Verhältnisse“ sein. Für „englische Verhältnisse“ reicht es nicht, wenn Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte rapide zunehmen und das Recht des Stärkeren gilt.

„Englische Verhältnisse“ kombinieren das zusätzlich mit der Kriminalisierung der Opfer, dem Schutz der Täter und der Verweigerung, unbescholtenen Bürgern das Recht auf Notwehr zuzugestehen.
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