Englische Verhältnisse

Wie in meinem gestrigen Beitrag beschrieben, treffen die so gerne als Synonym für ausufernde Gewalt bemühten „Amerikanischen Verhältnisse“ mittlerweile mehr auf englische Metropolen zu, als auf die USA.

Wenn es aber ein Steigerung von den „amerikanischen Verhältnissen“ gibt, dann müssen dies die „englischen Verhältnisse“ sein. Für „englische Verhältnisse“ reicht es nicht, wenn Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte rapide zunehmen und das Recht des Stärkeren gilt.

„Englische Verhältnisse“ kombinieren das zusätzlich mit der Kriminalisierung der Opfer, dem Schutz der Täter und der Verweigerung, unbescholtenen Bürgern das Recht auf Notwehr zuzugestehen.
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Grüne: Experten für heiße Luft

Man kennt das ja:

Den deutschen „Grünen“ steckt mal wieder einer ihrer Lieblings-Hirnfürze quer und schwupps, formuliert man eine kleine Anfrage zu legalem Waffenbesitz.

Die Antwort der Bundesregierung kommt. Die Grünen sind nicht in der Lage, die übermittelten Daten richtig einzuordnen und zu interpretieren. Aus den hanebüchenen Schlussfolgerungen grüner „Experten“ wird eine strunzdumme Pressemitteilung zusammengeschustert.
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Gun Control: Vorbild Massenmörder

Die Erkenntnis, dass man nicht alles glauben darf, nur weil es „im Internet“ steht und nicht jedes Foto auch so authentisch ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist ein alter Hut.

Wenn z. B. auf einer amerikanschen Waffenbefürworterseite ein Foto verbreitet wird, das Gun-Control-Aktivisten zeigt, die in der Highschool unter einem Che-Guevara-Poster ihre Veranstaltung abhalten, dann würde ich das nie und nimmer für echt halten.

Quelle: Facebook

Mittels der Reverse-Bildersuche von Google ist es normalerweise auch kein Problem, entweder das unveränderte Originalbild oder einen Artikel zu finden, der diese Entlarvung als Fake bereits zum Thema hat.
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Winnenden mahnt mal wieder

Demonstration vor der IWA Nürnberg
Foto: Oliver Seliger

Auch neun Jahre nach dem Massaker von Winnenden geht die Instrumentalisierung der Opfer fröhlich weiter.

Wieder muss „Winnenden“ herhalten, um Aufmerksamkeit zu erhaschen und die Botschaft „Keine Mordwaffen als Sportwaffen“ verkünden zu können. Wieder werden sie es schaffen, zumindest ein paar Sekunden Sendezeit im Fernsehen und Erwähnung in Zeitungsartikeln zu finden.

Und wieder wird niemand die Aussage als solche hinterfragen, niemand wird belegbare Zahlen für diese Behauptung anfordern und niemand wird die dann gewonnen Zahlen in Relation zur Gesamtzahl der Opfer von Tötungsdelikten in diesem Zeitraum stellen.

Auch 2018 gilt: War das Tatmittel keine legale Sportwaffe, interessiert das Opfer nicht die Bohne.

Business as usual.

Screenshot Deutsche Wikipedia „Tötungsdelikt (Deutschland)“

Postfaktisch: Mäurer und die Selbstlader

Endlich geschafft!

Der Stadtstaat Bremen hat seine Hausaufgaben gemacht. Kriminellen Familienclans hat man das Handwerk gelegt, das Bildungsniveau der Schüler hat den Vorsprung der Bayern und Sachsen fast wett gemacht. Recht und Gesetz werden konsequent zur Anwendung gebracht und die Kriminalitätsrate sinkt rapide. Genau so, wie die Neuverschuldung und die Höhe der erhaltenen Gelder aus dem Länderfinanzausgleich.

Jetzt kann man sich endlich wieder den wirklich wichtigen und drängenden Themen zuwenden, die eine rot-grüne Landesregierung für gewöhnlich umtreiben. Neben der Planung von Radwegen und Unisextoiletten sind das für gewöhnlich Waffenrechtsverschärfungen:

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) startet im Bundesrat eine Initiative für die Verschärfung des Waffenrechts: Er will kriegswaffenähnliche halbautomatische Sturmgewehre für die Jagd oder den Sport verbieten. „Je weniger solche Waffen im Umlauf sind, desto geringer ist auch die Gefahr des Missbrauchs“, erklärte Mäurer am Dienstag. „Solche Gewehre sind weder für die Jagd noch für den Sport notwendig.“

„Kriegswaffenähnliche halbautomatische Sturmgewehre“.

Ein „halbautomatisches Sturmgewehr“ ist wie eine lebendige Leiche oder ein schwarzer Schimmel, ein Widerspruch in sich. Was die „Kriegswaffenählichkeit“ betrifft, so ist dies auch ein äußerst dehnbarer Begriff, mit dem sich alles verbieten lässt.

Abgesehen von der für Kriegswaffen typische Eigenschaft, Dauerfeuer zu schießen, sind alle anderen Weiterentwicklungen der letzten Jahrzehnte der besseren Ergonomie und vereinfachter Handhabung geschuldet. Ob das unempfindliche Materialien und Oberflächen, einstellbare Schulterstützen, Pistolengriffe, entnehmbare Magazine oder Mündungsfeuerdämpfer sind. Das sind Eigenschaften, die das Soldatenleben genau so wie das Schützenleben oder Jägerleben erleichtern. Zumindest so lange, wie Soldaten und Zivilisten über die gleiche Anatomie verfügen.

„Ihre besondere Gefährlichkeit folgt daraus, dass sie nach Abgabe eines Schusses selbsttätig innerhalb kürzester Zeit wieder schussbereit werden“, erklärte Bremens Innensenator und wies darauf hin, dass bei mehreren Amoktaten in den vergangenen Jahren in den USA oder auch auf der Insel Utoya in Norwegen, genau diese Art von Waffen zum Einsatz kamen.

Das sind natürlich Argumente. Man stelle sich einmal vor, der Attentäter von Nizza hätte keinen LKW zur Verfügung gehabt, sondern so ein kriegswaffenähnliches, halbautomatisches Sturmgewehr eines Sportschützen. Kaum auszudenken, was da hätte passieren können. So blieb die Opferzahl nach wenigen Minuten Amokfahrt mit lediglich 86 Toten und mehr als 400 Verletzen sehr übersichtlich. Im Gegensatz zum Attentat von Utoya, wo nach anderthalb Stunden Schießerei nur wegen der schnellen Schussfolge des verwendeten Halbautomaten 69 Opfer zu beklagen waren.

Er persönlich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und nicht nur die kriegswaffenähnlichen, sondern auch alle halbautomatischen Gewehre für den Sport- und Jagdbereich verbieten, betonte Mäurer. Doch dies sei derzeit politisch im Bundesrat nicht mehrheitsfähig, so seine Einschätzung. Doch schon mit einem Verbot der kriegswaffenähnlichen Langwaffen wäre man einen erheblichen Schritt weiter.

Genau, man muss eben Prioritäten setzen. Mäurers vollumfänglicher Glückseligkeit stehen nur die Bürger mit registrierten Selbstladebüchsen im Weg, alles andere ist längst paletti. Kein Grund, sich Sorgen zu machen oder gar politisch dort aktiv zu werden, wo es weh tun könnte. Und wo man sich des Beifalls anderer abgehobener Weltverbesserer und Doppelmoralisten nicht so sicher sein kann, wie bei geplanten Waffenrechtsverschärfungen zu Lasten der Ehrlichen und Rechtstreuen.

Vielleicht winkt aber auch nur ein warmes Plätzchen innerhalb der EU-Nomenklatura, wenn man als unfähiger Innensenator einer zu Grunde gerichteten, ehedem stolzen Hansestadt im Bundesrat plötzlich genau jene Waffenrechtsverschärfungen einbringt, die gerade in Brüssel grandios zu scheitern drohen.

Ein zynischer Rückblick auf 2016

Köln
Das abgelaufene Jahr begann mit einem Aufreger. Die Vorfälle von Köln befeuerten die Nachfrage nach freien Selbstverteidigungsmitteln wie Abwehrsprays und Schreckschusswaffen, die Behörden wurden von einer Antragsflut nach dem Kleinen Waffenschein überschwemmt. Natürlich waren Köln und die Folgen Thema vieler Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Talkshows. Es wurde relativiert, was das Zeug hält und dem unmündigen Untertan erklärt, dass die Polizei für seine Sicherheit sorge und man auf Selbstverteidigung verzichten und die Abwehr der ohnehin nicht vorhandenen Gefährdung der „Inneren Sicherheit“ gefälligst den Profis überlassen solle.

The same procedure as every year
Die Jahrestage von „Erfurt“ und „Winnenden“ wurde wieder für das alljährliche Sportschützenbashing instrumentalisiert. Aufgrund der seit Jahren anhaltenden teutonischen Amoklaufflaute mittlerweile mit dem regelmäßigen Verweis auf „Utoya“ versehen, schließlich lassen sich nach Ansicht von linksgrünen Hypermoralisten 77 Todesopfer nur unter Verwendung einer legal erworbenen Selbstladewaffe erzielen.

Orlando
Auch der Massenmord von Orlando im Nachtclub „Pulse“ mit 49 Toten und 53 Verletzten war Wasser auf die Mühlen der Waffenverbieter. Betont wurde, dass der Täter das Sturmgewehr vom Typ AR-15 legal erworben habe. Der Versuch von Präsident Obama, im Nachgang endlich seinen Traum von schärferen Waffengesetzen erfüllen und das von US-Demokraten und Gungrabbern gleichermaßen zum Mordinstrument Nummer eins hochstilisierte AR-15 verbieten zu können, zerschellte an der Realität. Das vermeintliche „Sturmgewehr AR-15“ entpuppte sich bei genauem Hinsehen als halbautomatisches Sig Sauer MCX. Außerdem wurde einmal mehr eine per Gesetz waffenfreie Zone zur tödlichen Falle für rechtstreue Bürger. Alle Pulse-Besucher hielten sich an das in Florida geltende Gesetz, wonach man in Bars mit Alkoholausschank keine Waffe führen darf und waren somit wehrlos dem Täter, der sich selbstverständlich nicht ans Gesetz hielt, ausgeliefert.

Nizza
Zum herben Rückschlag, wenn nicht gar zum Super-GAU der vereinigten Waffenbesitzverbieter, entwickelte sich die Terrorattacke am 14. Juli in Nizza. 86 Menschen, die auf der Strandpromenade den französischen Nationalfeiertag begingen, starben. Mehr als 300 wurden zum Teil schwer verletzt. Doch dieses Mal hatte der Attentäter nicht eine Schusswaffe, sondern einen LKW als Tatmittel, unproblematisch und völlig legal gemietet, verwendet. Und für eine Weile verstummten sogar die selbst ernannten „Experten“, die noch wenige Wochen zuvor lautstark bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Verbot von halbautomatischen Jagd- oder Sportwaffen forderten, weil ausschließlich damit in kurzer Zeit viele Menschen ermordet werden könnten.

Würzburg
Keine Schusswaffe benötigte auch ein sog. „unbegleiteter Flüchtling“, der am 18. Juli in einer Regionalbahn bei Würzburg den wahrscheinlich ersten halbwegs erfolgreichen Terroranschlag des IS in Deutschland verübte. Eine handelsübliche Axt für wenige Euro und ein Messer reichten aus, um vier Menschen schwer zu verletzten. Seine unbewaffneten Mitreisenden waren nicht in der Lage, den Täter zu stoppen. Er wurde auf der Flucht von einem zufällig (?) in der Nähe befindlichen Spezialeinsatzkommando der bayerischen Polizei erschossen.

München
Wenige Tage später geriet dann München als Tatort eines Amoklaufes in die Schlagzeilen. Wieder einmal offenbarte sich das Waffengesetz als absolut ungeeignetes Instrument, um Kriminalität oder gar Amokläufe zu verhindern. Weder Altersgrenzen noch Aufbewahrungsvorschriften, weder fehlendes Bedürfnis noch fehlende Erwerbserlaubnis hinderten einen 18-Jährigen daran, eine großkalibrige Schusswaffe und hunderte Patronen illegal von einem Waffenschieber über das Darknet zu erwerben. Neben der Bereitschaft, geltendes Recht zu ignorieren waren nur eine Internetverbindung und ein vierstelliger Eurobetrag erforderlich. Neun Menschen fanden den Tod.

Ansbach
Aufmerksame Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes verhinderten nur zwei Tage später in Ansbach die nächste Katastrophe: Bei einem Selbstmordattentat starb nur der Rucksackbomber, ein abgelehnter Asylbewerber aus Syrien, dessen Abschiebung ein Jahr zuvor nicht zuletzt durch das Eingreifen eines Bundestagsabgeordneten der Linkspartei verhindert wurde. 15 Personen wurden verletzt. Auch hier verhinderte kein Gesetz die Tat, die Bombe war aus frei erhältlichen Komponenten zusammengebastelt, entsprechende Anleitungen finden sich zuhauf im Internet.

Ludwigshafen
Die Besucher eines Weihnachtsmarktes in Ludwigshafen konnten ebenfalls von Glück reden, dass die von einem Zwölfjährigen (!) deponierten, selbst gebastelten Sprengsätze nicht explodierten. Auch hier haben nicht Gesetze eine Tragödie verhindert, sondern nur die Unfähigkeit des Möchtegern-Täters. Dem Täter dürften andere Gesetze allerdings zu passe kommen, schließlich ist er als Zwölfjähriger noch noch nicht strafmündig.

Berlin
Weniger Glück hatten dagegen die Besucher des Weihnachtsmarktes an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Dutzend Menschen bezahlten die Unfähigkeit des Staatsapparates, geltendes Recht umzusetzen oder wenigstens Lehren aus den Anschlägen in Nizza zu ziehen, mit dem Leben. Während man Jahre und hunderte Millionen Euro dafür verplemperte, das „Nationale Waffenregister“ aufzubauen, um die deliktisch nahezu irrelevanten, legal besessenen Schusswaffen doppelt und dreifach kontrollieren und überwachen zu können, sah man sich außer Stande, ein eben solches Register für illegal einreisende Personen oder wenigstens für die Kriminellen darunter einzurichten.

Nicht nur die besonders gegängelten Waffenbesitzer, deren Erwerbserlaubnis schon beim kleinsten Zweifel an ihrer persönlichen Eignung oder Zuverlässigkeit in Gefahr ist, reiben sich verwundert die Augen, was man sich hierzulande dagegen als krimineller, ausreisepflichtiger und als Gefährder eingestufter und überwachter Dschihadist erlauben kann, ohne dass dies auch nur geringste Konsequenzen nach sich zieht.

Nicht Gesetze und Behörden haben schlimmeres verhindert, sondern Łukasz Urban.

Fazit
Kein versuchtes oder geglücktes Massaker, egal ob in Deutschland, Frankreich oder Belgien, wurde durch die geltenden Gesetze verhindert. Und keines davon wäre verhindert worden, selbst wenn die von der EU-Kommission eingebrachten Verschärfungen der Waffengesetze unverändert durch Rat und Parlament gegangen wären.

Der Etikettenschwindel der EU-Kommission ist aufgeflogen, Juncker hat sich am Widerstand vor allem der freiheitsliebenden osteuropäischen Länder eine blutige Nase geholt, während die deutsche Regierung einer Gesetzesverschärfung durch die Hintertür gegenüber wohl sehr zugetan war. Schließlich kann man unpopuläre Maßnahmen dann auf Brüssel schieben und die Hände in Unschuld waschen.

So gesehen, war das Beste am zu Ende gehenden Jahr 2016 der enge Schulterschluss der europäischen Waffenbesitzer, die Entstehung einer gut vernetzten und in den jeweiligen Nationalstaaten tief verwurzelten europäischen Waffenlobby.

Ausblick
Das Beste wird aber erst in 2017 kommen, falls die Nordkoreanisierung Deutschlands so weit voranschreitet und tatsächlich eine staatliche Stelle darüber wachen wird, ob eine Nachricht „wahr“ oder „unwahr“ ist. Immerhin muss der Waffenlobby davor am wenigsten Bange sein, schließlich ist man es gewohnt, mit Fakten und belegbaren Angaben zu hantieren, das wird auch ein „Wahrheitsministerium“ anerkennen müssen.

Auf die Gegner privaten Waffenbesitzes dürften dagegen harte Zeiten zukommen, wenn ihre Verlautbarungen plötzlich auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft werden und ihre Fakenews im Filter hängen bleiben…

Wer keine Waffe hat, der mordet trotzdem

In Deutschland besitzen etwa 2 Millionen Bürger legal ungefähr 5,8 Millionen Schusswaffen. Eine Handvoll dieser Waffen wir jedes Jahr für kriminelle Zwecke oder Tötungsdelikte missbraucht.

In einem der seltenen neutralen und sachlichen Presseartikel, die man zu diesem Thema in den vergangenen Jahren lesen konnte, bescheinigte der „Focus“:

Bei 0,2 Prozent aller Straftaten sind Schusswaffen im Spiel. Nur in fünf Prozent dieser Fälle kamen legale Pistolen und Gewehre zum Einsatz.

Anders ausgedrückt: 99,8 % aller Straftaten kommen gänzlich ohne Schusswaffen aus. Und in den wenigen Fällen, wo eine Waffe im Spiel war, war diese in 19 von 20 Fällen nicht legal im Besitz des Straftäters.
Screenshot ZVW-Onlinepräsenz

So weit die Faktenlage, die – so könnte man zumindest meinen – auch bald acht Jahre nach „Winnenden“ in schwäbischen Provinz-Redaktionsstuben noch in Abrede gestellt wird. Wenn man die Realität ignoriert und statt dessen lieber munter Phrasen drischt und populäre Latrinenparolen aus der Waffenverbieterszene unreflektiert wiederkäut, kommt am Ende so ein „Meinungsartikel“ heraus:

Es ist kein Zufall, dass vor allem Sportschützen und Jäger zu Mördern werden. Sie dürfen legal Waffen besitzen. Und wer eine Waffe hat, der benutzt sie auch. Wenn bei ihm die Sicherungen durchbrennen. Das gilt bei persönlichen Beziehungsproblemen ebenso wie bei politischen Wahnideen.

Ja klar, „vor allem Sportschützen und Jäger“…

Wozu sich als Redakteur mit Fakten befassen, wenn man eine gefestigte „Meinung“ hat.

Dabei reichte schon ein schneller Blick auf Wikipedia, wenn man schon zu bequem ist, sich die vom BKA öffentlich zur Verfügung gestellten Zahlenreihen zu Gemüte zu führen:

In den Jahren 1993 – 2014 wurden demnach in Deutschland von der Polizei 80.840 Straftaten gegen das Leben registriert. In 41.289 Fällen blieb es beim Versuch, 39.551 Menschen verloren als Opfer eines Tötungsdeliktes ihr Leben.

Statistisch gesehen ergibt das pro Jahr fast 1.800 oder täglich fünf Opfer von Mord und Totschlag. Die Anzahl von den angeblich 230 „Sportmordwaffenopfern“ aus 25 Jahren wird durch den alltäglichen Mord und Totschlag alle sechs Wochen erreicht, die Opferzahl von „Winnenden“ alle dreieinhalb Tage.

Wenn die Verfügbarkeit von Schusswaffen das Problem wäre, müsste die Zahl der Opfer von Tötungsdelikten bei wenigen Prozent der tatsächlichen Zahl liegen. Es gäbe nicht 1.800 Todesopfer zu beklagen, sondern ein oder zwei Dutzend.

Dass dem nicht so ist, liegt eben daran, dass außerhalb des Paralleluniversums von Martin Winterling hauptsächlich mit Händen, Messern, Beilen und allerlei anderen Haushaltsgegenständen getötet wird, aber höchst selten mit legalen Jagd- oder Sportwaffen.

Der Amoklauf in Winnenden war vor Jahren ein Anlass, dass der Staat aufwachte und den Zugang zu Waffen ein wenig erschwert und vor allem die Kontrollen verschärft hat. Das war gut und richtig.

Nein, der Staat ist nicht „aufgewacht“. Der Gesetzgeber hat sich von hysterischen Medien und hyperventilierenden Politikern zu einer Überreaktion hinreißen lassen und reine Anlassgesetzgebung betrieben. Nur absolute Realitätsverweigerer glauben daran, dass man den vorsätzlichen Bruch geltender Gesetze ausgerechnet durch noch mehr und noch strengere Gesetze verhindern kann.

Deutschland ist von amerikanischen Verhältnissen weit entfernt. Welch ein Glück. Die Todesrate in dem hochgerüsteten Volk ist ungleich höher. Weil dort jeder eine Waffe zur Hand hat, zieht er diese auch schneller.

Leider ist Deutschland auch von den journalistischen Standards der USA so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Davon abgesehen, dass die „Todesrate“ in einem Volk mit 320 Millionen Einwohnern zwangsläufig höher ist, als in Ländern mit einer ein Drittel so großen Bevölkerung. Wenn man schon von den Zuständen im eigenen Land nicht den blassesten Schimmer hat, dann muss man natürlich auch noch die völlige Unkenntnis der sog. „amerikanischen Verhältnisse“ in die Welt posaunen.

Umso hartnäckiger verteidigt hierzulande die Waffenlobby ihre Pfründe. Ihr Argument stimmt sogar: Nicht die Waffen an sich sind das Problem, sondern was deren Besitzer mit ihnen anstellen. Doch dieses Argument gilt eben auch umgekehrt: Weil nicht jeder Mensch zuverlässig und vertrauenswürdig ist, sollten möglichst wenig Leute überhaupt Waffen besitzen.

Wenn von zwei Millionen Waffenbesitzern zehn pro Jahr ihre Waffen missbrauchen, dann liegt die Missbrauchsquote bei 0,0005% jährlich. Bei jährlich 1.800 vollendeten Tötungsdelikten bei 82 Millionen Bürgern liegt die Quote bei 0,0022%.

Herr Winterling sollte sich demnach lieber vor den Nichtwaffenbesitzern fürchten. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen solchen mittels Tatmittel „Haushaltsgegenstand“ unfreiwillig aus dem Leben zu scheiden, liegt um den Faktor vier höher, als von einem bösen Sportschützen mit dessen Schusswaffe gemeuchelt zu werden.

Die Wirklichkeit zu akzeptieren bedeutet aber auch anzuerkennen, dass eben jeder Mensch zum Mörder oder Totschläger werden kann. Egal, ob er in seiner Freizeit mit Schusswaffen oder Briefmarken hantiert, ob er am Fließband oder im Verkauf arbeitet oder eben als hypokritscher Lokalredakteur mit Hang zum Moralaposteltum bei irgend einem Käseblatt.

Schmock about the Glock

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Oha, in der „Süddeutschen Zeitung“ ist ein Artikel mit Waffenbezug erschienen, in dem tatsächlich so etwas wie eine sachliche Darstellung der Deliktsrelevanz legal besessener Schusswaffen vorkommt:

Statistisch gesehen wird mit Waffen der Sportschützen Missbrauch nur im Promillebereich verübt.

Natürlich muss diese Ungeheuerlichkeit sofort relativiert werden, so heißt es bereits im nächsten Satz:

Das hilft den Opfern von Winnenden (16 Tote, 2009), Erfurt (17 Tote, 2002) oder Bad Reichenhall (fünf Tote, 1999) freilich nicht: In diesen und anderen Fällen waren die jungen Täter Angehörige von Sportschützen und schossen mit deren Waffen oder waren, wie Robert Steinhäuser in Erfurt, selbst Sportschützen.

Selbst nach einem Massaker wie dem in München, in dem eine nachweislich illegale Schusswaffe als Tatmittel verwendet wurde, agitiert die „Süddeutsche“ in der gewohnten Manier gegen legalen Waffenbesitz und vor allem gegen Sportschützen. Autor Joachim Käppner offenbart dazu noch sein profundes Fachwissen über die als Tatwaffe verwendete Glock 17:

Für normale Bürger ist es fast unmöglich, legal in den Besitz einer Glock 17 oder ähnlicher Waffen zu kommen. Ausnahmen sind, neben Polizeibeamten, Spezialberufe wie Jäger oder Menschen, die zum Selbstschutz eine Pistole tragen dürfen; das sind allerdings nur einige Tausend Personen.

Im Umkehrschluss sind dann wohl hunderttausende Bürger, die ganz legal und im Einklang mit dem geltenden Waffengesetz „solche und ähnliche Waffen“ besitzen, nicht „normal“.

Aber es wird noch besser:

In der Praxis aber gibt es ein großes Einfallstor: Sportschützen dürfen unter geringen Auflagen scharfe Schusswaffen erwerben, nach Schätzungen und Zahlen des Nationalen Waffenregisters sind daher bis zu sechs Millionen dieser Waffen legal in privater Hand.

Aha, das hunderte-Millionen-Euro-Projekt „Nationales Waffenregister“ muss Zahlen schätzen und unter „geringen Auflagen“ kann man in Deutschland eine Glock legal erwerben.

Wenn dem so ist, warum hat es bisher nicht einer diese superinvestigativen Journalisten geschafft, im Selbstversuch die „geringen Auflagen“ zu erfüllen und sich so ein Ding besorgt? An welcher „geringen Auflage“ scheitert das Vorhaben? Fehlt es an der persönlichen Eignung? Der mangelnden Zuverlässigkeit? Kann man das lächerliche Jährchen Mindestzugehörigkeit in einem Schießsportverein nicht abwarten? Scheitert man an der Sachkundeprüfung? Fehlt die Zeit für das vorgeschriebene, regelmäßige Training? Ist die Wohnung zu klein für einen Waffenschrank? Verdient man als Journalist zu schlecht, um sich das alles leisten zu können?

Oder liegt es schlicht daran, dass man lieber populäre Latrinenparolen weiterverbreitet, anstatt sich wenigstens oberflächlich mit der Materie zu befassen? Das würde zumindest erklären, warum es selbst an waffenrechtlichem Basiswissen mangelt und vom „Waffenschein“ fabuliert wird, wo die Waffenbesitzkarte gemeint ist.

Nur Besitzer von richtigen Waffenscheinen sind dazu berechtigt und müssen ihre Legitimation auch online nachweisen. In Deutschland darf niemand, der keinen solchen Waffenschein hat, eine scharfe Schusswaffe besitzen.

So wundert es nicht, dass auch bei der Beschreibung der Tatwaffe keinerlei Fachwissen durchschimmert:

„Sie ist leicht zu handhaben, sie neigt nicht zu Ladehemmungen und wiegt wegen des hohen Kunststoffanteils nicht viel; vor allem aber lassen sich mit einer einzigen Magazinladung 17 Patronen des Kalibers 9 Millimeter verschießen, ohne dass der Schütze nachladen muss. Der Abzug ist ungewöhnlich leicht zu drücken, so dass der Schütze weniger Training benötigt als bei herkömmlichen Pistolen. Kein Wunder, dass Waffenkritiker in den USA der Glock 17 bezeichnende Beinamen gaben: „Todesmaschine“ oder „Terrorpistole“.

Klar, bei allen anderen Pistolen braucht man einen Abschluss als Raketentechniker, um damit zu schießen und der „leichtgängige“ Safe-Action-Abzug sorgt für die ungemeine Beliebtheit der Glock 17 speziell bei den statischen Präzisionsdisziplinen.

Kaum vorstellbar, wie viele Millionen Menschen Hitler, Stalin und Konsorten hätten umbringen lassen können, wenn sie schon im Besitz dieser „Todesmaschinen“ gewesen wären…

Diese fachliche Kompetenz lässt sich eigentlich nur noch von Hollywood toppen:

»Der Punk hat eine Glock 7 gezogen! ’Ne Ahnung, was das ist? Eine Pistole aus Porzellan, hergestellt in Deutschland – taucht nicht auf Metall-Detektoren auf und kostet mehr, als Sie im Monat verdienen!«

Beim Gucken von „Die Hard 2“ ist es einem wenigstens bewusst, dass man die frei erfundene Handlung einer ausschließlich auf Unterhaltung angelegten Filmproduktion konsumiert. Beim Lesen eines Artikels einer seriösen Tageszeitung sollte man dagegen weniger frei erfundene Passagen erwarten dürfen.

Hart, aber Propaganda

In der Sondersendung von „Hart, aber fair“ vom 24. Juli zum Amoklauf von München reden die Gäste sehr sachlich über das Geschehene. Man versucht, die Persönlichkeit des Täters zu begreifen, es geht um Videospiele, Mobbing und die Beschaffung einer illegalen Schusswaffe über das Darknet.

Das der Täter auch in Winnenden zu Besuch war, nimmt man zum Anlass, über eine Liveschaltung Frau Nalepa, die Mutter eines der Opfer von Winnenden, in die Sendung zu holen. Nach dem Redeschwall dieser sichtlich traumatisierten Frau kommt dann der Herr Plasberg endlich zum Punkt (und vermutlich der Grund der Schaltung) und fordert Frau Nalepa auf, ihre Forderung an die Politik zu richten. Dem kommt sie nach und fordert, wie schon bei ihren erfolglosen Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, privaten Waffenbesitz zu verbieten. Zuerst natürlich die legalen, damit dann die Polizei mehr Zeit hätte, sich um die illegalen Waffen zu kümmern.

Flankiert wird das Ganze dann durch die einschlägig bekannte „Expertise“ des Herrn Professor Pfeiffer. Demnach ist es dem verschärften Waffenrecht zu verdanken, dass die jährliche Zahl von Schusswaffenopfern von 632 Toten Mitte der neunziger Jahre auf 129 im Jahr 2015 gesunken sei. Das suggeriert, dass Waffengesetze Wirkung zeigen und ein restriktives Waffenrecht Tötungsdelikte mit Schusswaffen dezimiert.

Leider habe ich kurzfristig keine Zahlenreihe gefunden, die diese Behauptung belegt. Nur soviel: Sogar der für seine kreative Statistikführung bekannte Antiwaffenlobbyist Roman Grafe kommt trotz einfallsreicher Zählweise auf gerade mal 234 Schusswaffenopfer, die er irgendwie Sportschützen in die Schuhe schiebt. Allerdings über einen Zeitraum von 25 Jahren. Und hier stellt sich dann die Frage: Wenn selbst Grafe im Jahresmittel auf weniger als zehn angebliche Sportmordwaffenopfer kommt, wer hat dann die hunderte anderen Schusswaffenopfer verursacht, die es dann ja gegeben haben muss?

Frank Plasberg und sein „Faktencheck“ werden sicher keine Antwort liefern, das ist und war ja auch nicht die Mission.

Einmal mehr fühlt man sich als sachkundiger Zuschauer vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen für dumm verkauft, zu offensichtlich war die Manipulation der unbedarften Zuseher. So einfach geht das, aus einer Sondersendung zu einem aktuellen Ereignis ohne jeglichen Bezug zu legal besessenen Schusswaffen doch wieder irgendwie gegen registrierte Waffen in Händen von Sportschützen agitieren zu können, Politiker unter Druck zu setzen und zu hoffen, dass am Ende doch vielleicht ein Verbot heraus springt.

Übrigens hat der Herr Plasberg nicht zum ersten Mal seine Anti-Waffen-Haltung deutlich gemacht:

In der Sendung vom 1. Februar 2016 (ab Minute 48:00) wäscht er einem Zuschauer, der tatsächlich gewagt hat, ein liberaleres Waffengesetz zu fordern, ordentlich den Kopf…

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rbb „Klartext“: Latrinenparolen als Methode

Geballte Latrinenparolen, heiße Luft mit null Informationsgehalt – oder wie man es beim rbb nennen würde, „Klartext“: Unter der Überschrift „Angstmachen als Methode“ agitiert der rbb in der „Klartext“-Sendung von 13.04.2016 einmal mehr gegen die „Alternative für Deutschland“ bzw. deren stellvertretende Vorsitzende, Beatrix von Storch.

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Die schlimme Frau von Storch, aber auch.

Aber, sie befürwortet auch etwas: zum Beispiel mehr Waffen.

O-Ton Beatrix von Storch, Parteivorsitzende AfD Berlin

„Ein freier Staat zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen Bürgern den legalen Waffenbesitz erlaubt. Je totalitärer Staaten sind, desto mehr schränken Sie den legalen Waffenbesitz ein.“

Ja, wie dumm ist das denn! Weiß doch jeder, dass das totaler Quatsch ist, was die Frau von Storch da labert. Deshalb hat die rbb-Redakteurin Iris Marx auch sauber recherchiert und ein paar Beispiele totalitärer Staaten genannt, in denen das nicht so ist.

So ähnlich, jedenfalls. Also doch nicht. Ist ja auch nicht so wichtig. Frau Marx weiß statt dessen:

Autorin

„Es geht ja hier auch darum, dass man Fälle sieht, dass sich Schüler die Waffe aus dem Elternhaus besorgen und in der Schule amoklaufen. Vor dem Hintergrund ist es schwer nachvollziehbar, warum das noch ausgeweitet werden soll.“

Ja, das ist doch einmal Klartext! Fakten, statt diese Phrasendrescherei der Frau von Storch. Es gibt so viele Fälle von Schülern, die Waffen aus dem Elternhaus besorgt und in der Schule Amok gelaufen sind, dass man gar nicht erst die Mühe machen muss, einige aufzuzählen. Dabei gäbe es so viele nennenswerte Amokläufe, die nach genau diesem Schema abgelaufen sind: Winnenden zum Beispiel, Winnenden, Winnenden, Winnenden oder Winnenden. Und Winnenden, natürlich. Die Reihe lässt sich beliebig fortsetzen. Und das waren jetzt erst die Fälle seit 2009.

Eins zu null für die Autorin Iris Marx, die nachsetzt:

„O-Ton Beatrix von Storch, Parteivorsitzende AfD Berlin

„Die Zahl der Straftaten, die mit legalen Waffen, mit legalen Waffen begangen werden, ist zu vernachlässigen.“

Unglaublich! Wie ignorant ist das denn? Glaubt die olle von Storch etwa, was die von der Waffenlobby gesteuerten BKA-Fritzen in ihren zusammenfantasierten Pamphleten aus der Reihe „Bundeslagebild Waffenkriminalität“ verbreiten? Solche Hirngespinste kann doch wirklich nur so eine AfD-Tusse glauben, ha-ha! Solches krude Zeug wie:

Straftaten, bei denen Schusswaffen verwendet wurden, machen lediglich rund 0,2% aller in der PKS erfassten Fälle aus. Das für die Bevölkerung aus der Waffenkriminalität resultierende Gefährdungspotenzial ist daher insgesamt als gering zu bewerten, wenngleich für einzelne Betroffene durch den illegalen Einsatz von Schusswaffen eine erhebliche Gefährdung für Leib und Leben verbunden sein kann.

Zum Glück hat der rbb diese Angstmacherei der Beatrix und ihre offensichtlich höchst dubiosen Quellen entlarvt – zwei null für die taffe Iris! Die holt derweil zum nächsten Konter aus:

Zu vernachlässigen? Bei den Amokläufen in den vergangenen Jahren sind über 30 Menschen durch legale Waffen getötet worden.

Über 30 Tote bei Amokläufen durch legale Waffen in den „vergangenen Jahren“! Also genau genommen, seit 2002, also seit 15 Jahren. Und wenn man es mit der Definition von „legalen Waffen“ nicht so genau nimmt. Und wenn es einen nicht interessiert, dass in diesen „vergangenen Jahren“, wenn man 2002 beginnt, es ca. 20.000 vollendete Tötungsdelikte gab und der Anteil von legalen Schusswaffe als Tatmittel im Promillebereich liegt.

Und da bezeichnet die Beatrix von Storch die deliktische Relevanz von legalen Schusswaffen, die sich im hohen homöopathischen Bereich abspielt, doch tatsächlich als „zu vernachlässigen“! Skandalös! Aber nicht mit Iris Marx – drei null!

Bei so viel geballter Kompetenz der rbb-Redakteurin darf natürlich auch der präzise Blick in die USA nicht fehlen:

In den USA, wo die Waffengesetze sehr liberal sind, sind 2015 durch Waffen mehr junge Menschen unter 26 getötet worden als durch Autounfälle.

Treffer, versenkt. Vier null für Iris, die die Beatrix da jetzt mal so richtig vorgeführt hat.

Welche Relevanz für ein innenpolitisches Thema in Deutschland die Bandenkriminalität mit ihren hohen Opferzahlen in den USA besitzt, hat die Frau Marx den Zuschauern leider nicht erklärt. Auch nicht, warum sie nicht z. B. die Schweizer Schusswaffenopfer unter 26 heran gezogen und mit Verkehrstoten verglichen hat. Und was das überhaupt mit den paranoiden Waffengesetzen in Deutschland und der Aussage von Frau von Storch zu tun hat.

Der ehemalige Bundespräsident und SPD-Politiker Gustav Heinemann wird übrigens wie folgt zitiert:

„Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.“

Nach rbb-Klartext-Lesart eindeutig „AfD“…