Schöner Lügen: Ein kritischer Blick auf einen Gastbeitrag in „Die Zeit“

Die in Deutschland in den letzten Wochen vom Zaun gebrochene Waffenrechtsdebatte bietet wieder Roman Grafe eine Bühne, der seit 2009 immer aus dem Hut gezaubert wird, wenn es für Waffenrechtsverschärfungen und gegen Sportschützen zu agitieren gilt. So auch jüngst in der „Zeit“, wo er in dem wirklich sehr bemerkenswerten Gastbeitrag „Warten wir auf den nächsten Amoklauf oder handeln wir schon früher?“ das angeblich laxe Waffenrecht in Österreich und dem Rest der zivilisierten Welt anprangert.

Screenshot: https://www.zeit.de/2022/08/waffenbesitz-erwerb-oesterreich-amoklauf/

Bemerkenswert ist der Artikel aus zweierlei Hinsicht:

Erstens, mit welcher Raffinesse und Schreibkunst Herr Grafe es immer wieder schafft, Sachverhalte so geschickt zu umschreiben, dass er zwar selbst nicht der Lüge bezichtigt werden kann, sich durch die bewussten Unschärfen im Text die Lüge aber auch unausgesprochen beim Leser manifestiert.

Zweitens, dass dies nach mittlerweile fast 13 Jahren keinem Profi in den heiligen Hallen des Qualitätsjournalismus bei der „Zeit“ oder der „Süddeutschen Zeitung“ aufgefallen ist. Oder man großzügig darüber hinwegsieht.

Ein Beispiel:

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Stern-Reporter müssen endlich recherchieren lernen

Screenshot: https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/kommentar-nach-hanau–sportschuetzen-muessen-entwaffnet-werden-9154560.html

Kerstin Herrnkind ist Reporterin beim „Stern“. Und wie es scheinbar für Journalisten mit der korrekten Haltung wichtig ist, muss sie sich selbstverständlich auch nach dem Gewaltverbrechen von Hanau in einem Meinungsartikel für eine Entwaffnung von Sportschützen aussprechen.

Wer ihren Kommentar liest, könnte allerdings auch denken, dass den Artikel, zumindest teilweise, jemand ganz anderes geschrieben hat, zu bekannt erscheint einem der Duktus. Diese „Meinung“ könnte so auch ohne jegliche Änderung als Pressemitteilung vom Amoklaufverwerter Roman Grafe stammen. Der Inhalt der „Meinung“ von Frau Herrnkind besteht ohnehin zum größten Teil aus einer Aufzählung der ständig von Herrn Grafe genüsslich wiedergekäuten Handvoll seltener Fälle, die belegen sollen, dass von Sportschützen angeblich so eine große Gefahr ausgeht.

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Immer wieder Sportschützen…!

In Deutschland besitzen knapp eine Million Bürger legal erlaubnispflichtige Schusswaffen. Die Voraussetzung, um eine Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von solchen Waffen sowie der dazugehörigen Munition zu erhalten, sind von der Glaubhaftmachung eines entsprechenden „Bedürfnisses“ abhängig.

Es gibt lediglich drei Bedürfnisarten, die regelmäßig anerkannt werden:

  1. Jagd
  2. Sportschießen
  3. Waffensammeln

Waffensammler zu werden, dürfte dabei mit dem größten Aufwand verbunden sein. Man braucht ein Sammelthema, zu dem man bereits über eine entsprechende Expertise und nicht erlaubnispflichtige Exponate verfügt und muss schriftlich nachweisen, dass die geplante Sammlung kulturhistorisch bedeutsam ist. Je nach Art und Umfang des Sammelthemas ist der finanzielle Aufwand enorm, sowohl für den Erwerb der Sammelstücke, als auch der erforderlichen Sicherungstechnik.

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