Mimimi! Rechte einschränken! Aber gefälligst nur die Rechte von den Anderen!

In den USA gibt es ungefähr 70 Millionen Schusswaffenbesitzer, von denen nur eine verschwindend geringe Zahl jemals in ihrem Leben kriminell werden und mit einer Schusswaffe Unheil anrichten.

Für die im Nachgang zu dem Amoklauf von Parkland zu Ikonen (und nützlichen Idioten) der mächtigen Gun-Control-Netzwerke hochgejubelten Schüler der Marjory Stoneman Douglas (MSD) Highschool ist das aber egal.

Fast ein Viertel der amerikanischen Bevölkerung unter Generalverdacht stellen, ihr verfassungsmäßiges Recht auf Waffenbesitz einzuschränken und am liebsten ganz abzuschaffen – geschenkt.
„Mimimi! Rechte einschränken! Aber gefälligst nur die Rechte von den Anderen!“ weiterlesen

Gun Control: Vorbild Massenmörder

Die Erkenntnis, dass man nicht alles glauben darf, nur weil es „im Internet“ steht und nicht jedes Foto auch so authentisch ist, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist ein alter Hut.

Wenn z. B. auf einer amerikanschen Waffenbefürworterseite ein Foto verbreitet wird, das Gun-Control-Aktivisten zeigt, die in der Highschool unter einem Che-Guevara-Poster ihre Veranstaltung abhalten, dann würde ich das nie und nimmer für echt halten.

Quelle: Facebook

Mittels der Reverse-Bildersuche von Google ist es normalerweise auch kein Problem, entweder das unveränderte Originalbild oder einen Artikel zu finden, der diese Entlarvung als Fake bereits zum Thema hat.
„Gun Control: Vorbild Massenmörder“ weiterlesen

Nützliche Idioten

Ein bayerischer Bezirksschützenmeister hat auch im Jahr 2017 den Schuss noch nicht gehört und zieht mit dümmlichen Aussagen zu dynamischen Schießsportdisziplinen andere Sportschützen in den Dreck.

So gesehen am 20. April in der BR-Sendung „quer„.

Zu diesem, pardon, Deppen will ich mich nicht weiter äußern. Wer IPSC-Schießen mit Häuserkampf gleichsetzt, der hat von beidem nicht den blassesten Schimmer. So jemand sollte einfach mal die Fresse halten oder sich zu Schießsportdisziplinen äußern, von denen er etwas versteht.

Zwei Dinge sind aber viel bemerkenswerter:

Erstens:

Wie kommt der Bayerische Rundfunk überhaupt dazu, so einem Kasper eine Bühne für seine, das gesamte deutsche Schützenwesen ruf- und den BSSB verbandsschädigende, Aussagen zu geben?

Die wohlwollendste Variante ist, dass man bei „quer“ eine Reportage über Luftgewehrschießen beim Bezirksschützenmeister drehen wollte, das Ganze schlichtweg aber soooooo langweilig war, dass man irgendwie IPSC ins Spiel gebracht und damit den Beitrag aufgepeppt hat.

Die weniger wohlwollende Version ist, dass hier gezielt versucht wurde, andere Sportler bzw. deren Sport gezielt zu diskreditieren oder zumindest als moralisch fragwürdig darzustellen. Der Herr Bezirksschützenmeister hat jedenfalls nichts getan, um diesen Eindruck abzuwenden. Statt dessen hat er den „nützlichen Idioten“ gegeben und den Waffenverbotsanhängern hierzulande O-Töne geliefert, die von geneigter Seite noch in zehn Jahren als „Argument“ gegen den Schießsport ins Feld geführt werden.

Zweitens:

„quer“ hat die diffamierenden Äußerungen des Druckluftfetischisten nicht einfach im Raum stehen lassen, sondern dankenswerter Weise Oliver Huber von der GRA Gelegenheit zur Erwiderung geboten. Zudem, und das dürfte bis dato im öffentlich-rechtlichen Fernsehen einmalig sein, hat man tatsächlich die alte Leier von den „amerikanischen Verhältnissen“ durch Fakten widerlegt. Mehr Waffen, weniger Morde.

Es war auf jeden Fall eine bemerkenswerte Sendung. Immerhin kommt es nicht oft vor, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender zu einem Thema mit Waffenbezug Fakten liefert und ausgerechnet ein Schützenverbandsfunktionär den Part mit den dümmlichen Latrinenparolen übernimmt. Bisher war es immer umgekehrt.

Link zur Sendung

Wer keine Waffe hat, der mordet trotzdem

In Deutschland besitzen etwa 2 Millionen Bürger legal ungefähr 5,8 Millionen Schusswaffen. Eine Handvoll dieser Waffen wir jedes Jahr für kriminelle Zwecke oder Tötungsdelikte missbraucht.

In einem der seltenen neutralen und sachlichen Presseartikel, die man zu diesem Thema in den vergangenen Jahren lesen konnte, bescheinigte der „Focus“:

Bei 0,2 Prozent aller Straftaten sind Schusswaffen im Spiel. Nur in fünf Prozent dieser Fälle kamen legale Pistolen und Gewehre zum Einsatz.

Anders ausgedrückt: 99,8 % aller Straftaten kommen gänzlich ohne Schusswaffen aus. Und in den wenigen Fällen, wo eine Waffe im Spiel war, war diese in 19 von 20 Fällen nicht legal im Besitz des Straftäters.
Screenshot ZVW-Onlinepräsenz

So weit die Faktenlage, die – so könnte man zumindest meinen – auch bald acht Jahre nach „Winnenden“ in schwäbischen Provinz-Redaktionsstuben noch in Abrede gestellt wird. Wenn man die Realität ignoriert und statt dessen lieber munter Phrasen drischt und populäre Latrinenparolen aus der Waffenverbieterszene unreflektiert wiederkäut, kommt am Ende so ein „Meinungsartikel“ heraus:

Es ist kein Zufall, dass vor allem Sportschützen und Jäger zu Mördern werden. Sie dürfen legal Waffen besitzen. Und wer eine Waffe hat, der benutzt sie auch. Wenn bei ihm die Sicherungen durchbrennen. Das gilt bei persönlichen Beziehungsproblemen ebenso wie bei politischen Wahnideen.

Ja klar, „vor allem Sportschützen und Jäger“…

Wozu sich als Redakteur mit Fakten befassen, wenn man eine gefestigte „Meinung“ hat.

Dabei reichte schon ein schneller Blick auf Wikipedia, wenn man schon zu bequem ist, sich die vom BKA öffentlich zur Verfügung gestellten Zahlenreihen zu Gemüte zu führen:

In den Jahren 1993 – 2014 wurden demnach in Deutschland von der Polizei 80.840 Straftaten gegen das Leben registriert. In 41.289 Fällen blieb es beim Versuch, 39.551 Menschen verloren als Opfer eines Tötungsdeliktes ihr Leben.

Statistisch gesehen ergibt das pro Jahr fast 1.800 oder täglich fünf Opfer von Mord und Totschlag. Die Anzahl von den angeblich 230 „Sportmordwaffenopfern“ aus 25 Jahren wird durch den alltäglichen Mord und Totschlag alle sechs Wochen erreicht, die Opferzahl von „Winnenden“ alle dreieinhalb Tage.

Wenn die Verfügbarkeit von Schusswaffen das Problem wäre, müsste die Zahl der Opfer von Tötungsdelikten bei wenigen Prozent der tatsächlichen Zahl liegen. Es gäbe nicht 1.800 Todesopfer zu beklagen, sondern ein oder zwei Dutzend.

Dass dem nicht so ist, liegt eben daran, dass außerhalb des Paralleluniversums von Martin Winterling hauptsächlich mit Händen, Messern, Beilen und allerlei anderen Haushaltsgegenständen getötet wird, aber höchst selten mit legalen Jagd- oder Sportwaffen.

Der Amoklauf in Winnenden war vor Jahren ein Anlass, dass der Staat aufwachte und den Zugang zu Waffen ein wenig erschwert und vor allem die Kontrollen verschärft hat. Das war gut und richtig.

Nein, der Staat ist nicht „aufgewacht“. Der Gesetzgeber hat sich von hysterischen Medien und hyperventilierenden Politikern zu einer Überreaktion hinreißen lassen und reine Anlassgesetzgebung betrieben. Nur absolute Realitätsverweigerer glauben daran, dass man den vorsätzlichen Bruch geltender Gesetze ausgerechnet durch noch mehr und noch strengere Gesetze verhindern kann.

Deutschland ist von amerikanischen Verhältnissen weit entfernt. Welch ein Glück. Die Todesrate in dem hochgerüsteten Volk ist ungleich höher. Weil dort jeder eine Waffe zur Hand hat, zieht er diese auch schneller.

Leider ist Deutschland auch von den journalistischen Standards der USA so weit entfernt, wie die Erde von der Sonne. Davon abgesehen, dass die „Todesrate“ in einem Volk mit 320 Millionen Einwohnern zwangsläufig höher ist, als in Ländern mit einer ein Drittel so großen Bevölkerung. Wenn man schon von den Zuständen im eigenen Land nicht den blassesten Schimmer hat, dann muss man natürlich auch noch die völlige Unkenntnis der sog. „amerikanischen Verhältnisse“ in die Welt posaunen.

Umso hartnäckiger verteidigt hierzulande die Waffenlobby ihre Pfründe. Ihr Argument stimmt sogar: Nicht die Waffen an sich sind das Problem, sondern was deren Besitzer mit ihnen anstellen. Doch dieses Argument gilt eben auch umgekehrt: Weil nicht jeder Mensch zuverlässig und vertrauenswürdig ist, sollten möglichst wenig Leute überhaupt Waffen besitzen.

Wenn von zwei Millionen Waffenbesitzern zehn pro Jahr ihre Waffen missbrauchen, dann liegt die Missbrauchsquote bei 0,0005% jährlich. Bei jährlich 1.800 vollendeten Tötungsdelikten bei 82 Millionen Bürgern liegt die Quote bei 0,0022%.

Herr Winterling sollte sich demnach lieber vor den Nichtwaffenbesitzern fürchten. Die Wahrscheinlichkeit, durch einen solchen mittels Tatmittel „Haushaltsgegenstand“ unfreiwillig aus dem Leben zu scheiden, liegt um den Faktor vier höher, als von einem bösen Sportschützen mit dessen Schusswaffe gemeuchelt zu werden.

Die Wirklichkeit zu akzeptieren bedeutet aber auch anzuerkennen, dass eben jeder Mensch zum Mörder oder Totschläger werden kann. Egal, ob er in seiner Freizeit mit Schusswaffen oder Briefmarken hantiert, ob er am Fließband oder im Verkauf arbeitet oder eben als hypokritscher Lokalredakteur mit Hang zum Moralaposteltum bei irgend einem Käseblatt.

Gedanken zu Köln

Die Ereignisse zum Jahreswechsel in Köln und anderen Großstädten haben deutlich aufgezeigt, dass der Staat das von ihm reklamierte Gewaltmonopol nicht mehr durchsetzen will oder kann.

Es ist klar, dass nicht hinter jedem Bürger ein Polizist stehen und nicht jeder Akt von Gewaltkriminalität verhindert werden kann.

Ein Bürger dieses Staates, immerhin eine der am höchsten entwickelten Industrienationen mit einer extrem toleranten und friedfertigen Zivilgesellschaft, sollte aber einen Großstadtbahnhof oder andere öffentliche Räume ohne Angst um sein Leben, seine Gesundheit bzw. sein Eigentum aufsuchen können.

Wenn sich der Staat dazu außer Stande fühlt, dann muss die Konsequenz lauten, dass sich der Bürger wenigstens selbst schützen darf. Mit effizienten Selbstverteidigungsmitteln, notfalls mit der Schusswaffe.

Seit über vier Jahrzehnten murksen Politiker am bundesdeutschen Waffenrecht herum. Seit vier Jahrzehnten erlassen und verschärfen sie Gesetze, die genau null Auswirkungen auf Kriminelle haben, die aber nach und nach die Rechtstreuen vollkommen wehr- und schutzlos dastehen lassen. Oder sie durch genau so willkürliche wie sinnlose Verbote bestimmter Gegenstände (Stichwort Einhandmesser) sogar noch kriminalisieren, wenn man in Unkenntnis der jeweils aktuellsten Waffenrechtsfassung so ein Teil, das einst völlig legal gekauft und geführt werden konnte, dabei hat und damit erwischt wird.

Vor einigen Wochen rauschten Meldungen durch den Blätterwald, in denen sich diverse Lokalredakteure, Behördenvertreter bzw. Polizeifunktionäre „besorgt“ zeigten, dass so viele Bürger plötzlich Waffenläden stürmen und alles kaufen, was an Selbstverteidigungsmitteln legal zu erwerben ist. Das wurde als Art paranoide Wahnvorstellung abgetan. Deutschland sei sicher, Eigenvorsorge zur Selbstverteidigung eher kontraproduktiv und die Polizei sorge schließlich für Ruhe, Ordnung und Sicherheit.

Köln hat sie nun plötzlich aus ihren süßen Träumen gerissen, die Schilderungen von Dutzenden betroffener Frauen, die schutz- und wehrlos ihren Peinigern ausgeliefert waren, lassen sich nicht einfach unter den Teppich kehren. Auch wenn das Relativieren längst begonnen hat.

Einmal mehr hat die Realität den staatsgläubigen Multikultitoleranzfundamentalisten eingeholt. Ein paar Tage hat es gedauert, bis man, zumindest in den öffentlich-rechtlichen Medien und der Bundespolitik, auf dieses Thema überhaupt eingegangen ist. Vielleicht hat man am Anfang noch gehofft, dass man es Pegida in die Schuhe schieben kann oder es keine mutmaßlichen Nordafrikaner, sondern vielleicht doch nur Tausend schwarz angemalte AfD-Anhänger waren, die da auf Frauenjagd gingen.

Jetzt, nachdem das ganze Ausmaß deutlich wird, kommen die üblichen Heißluftgebläse zum Einsatz und drohen, wieder einmal, die ganze Härte des Gesetzes an. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man überhaupt einen der Verbrecher schnappen kann.

Politiker, die dafür verantwortlich sind, dass die Polizei kaum noch einsatzfähig ist, schieben den Beamten vor Ort den schwarzen Peter zu, um von ihrem eigenen, jämmerlichen Versagen abzuhalten.

Es ist noch gar nicht lange her, da feierten sich Niedersachsens SPD und Grüne dafür:

Ab sofort wird’s teuer, wenn Menschen vor der Disco oder vor Lokalen wegen ihrer ethnischen Herkunft oder Religion abgewiesen werden: Den Betreibern drohen hohe Bußgelder bis hin zu 10 000 Euro oder Wiederholungstätern am Ende sogar der Entzug der Gewerbe-Genehmigung. „Wir setzen ein Signal gegen Diskriminierung“, betonte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, Sande) in der abschließenden Debatte im Landtag zur Änderung des Gaststätten-Gesetzes.
(…)
SPD und Grüne begrüßten nachdrücklich die Bußgeld-Androhung. Belit Onay (Grüne), der selbst als „Ausländer“ nicht in ein Lokal durfte, hofft, dass die „rassistische Diskriminierung“ endlich beendet wird.

Währenddessen, in Bielefeld:

Auf dem Boulevard im Neuen Bahnhofsviertel in Bielefeld ist es in der Silversternacht ebenfalls zu Übergriffen gekommen.

Dort hielten sich zeitweise bis zu 150 Marokkaner und Algerier in kleineren Gruppen auf.

(…)

Disco- und Kneipenbesitzer hatten die Polizei zur Hilfe gerufen, um ihr Hausrecht durchzusetzen. Die Gastronomen verwehrten den aggressiven Migranten den Zutritt zu ihren Lokalitäten, was diese nicht hätten akzeptieren wollen.

Frauen, die von Antanzdieben bedrängt worden seien, hätten von einer unangenehmen körperlichen Nähe der Täter berichtet, die teilweise versucht hätten, die Frauen zu küssen.

In NRW hilft die Polizei, dass Gastronomen ihr Hausrecht durchsetzen und ihre Gäste vor Kriminellen geschützt werden, in Niedersachsen kommt zukünftig die Polizei, um den Laden zu schließen, wenn der Besitzer diese Subjekte nicht freiwillig hereinlässt!

Genau diese weltfremde Politik von roten und grünen Realitätsverweigerern, die leider auch die CDU-Spitze und allen voran die Bundeskanzlerin ergriffen hat, ist verantwortlich für die Zustände, wie wir sie jetzt haben.

Kriegsveteranen und Kriegstreiber

Herr Schober fühlt sich ungerecht behandelt. Die Gesellschaft, die Politik, die Kirchen, die Wirtschaft – allen wirft er „mangelnden Einsatz im Kampf gegen den Missbrauch legaler Schusswaffen vor„.

Wobei der „mangelnde Einsatz“ gleichzusetzen sein dürfte mit „mangelnder Spendenbereitschaft“. Statt der erhofften eine Million Euro an Stiftungskapital konnten nicht einmal 20 Prozent der Summe seit 2009 akquiriert werden. Da lässt sich natürlich auf Dauer kein gut dotierter Geschäftsführerposten davon finanzieren.

Anders herum lässt sich immerhin feststellen, dass die Gesellschaft, die Politik, die Kirchen und die Wirtschaft den Missbrauch legaler Schusswaffen verständlicherweise wesentlich realistischer einschätzen, als ein von diesem seltenen Phänomen direkt betroffener und schwer traumatisierter Opferangehöriger. Deshalb bekam er jede Menge Mitleid, Verständnis und warme Worte geschenkt. Aber eben kein Geld.

Wie üblich, sind irgendwelche „Anderen“ schuld. Nicht er uns seine Konfrontationsstrategie, mit der er ein ums andere Mal alle Sportschützen vor den Kopf gestoßen hat. Nein, er fühlt sich jetzt wie ein fallengelassener Kriegsveteran, der alles für sein Land gegeben hat und jetzt nur Undank erntet.

Er vergleicht sich mit einem Kriegsveteranen. „Was haben die US-Soldaten, die aus Vietnam zurückgekehrt sind, denn schon erhalten? Nichts. Sie sind angepöbelt worden, obwohl sie für das Land ihr Leben riskiert haben. Und dann haben sie keine Arbeit gefunden.“

Mit dem kleinen Unterschied, dass zurückkehrende Vietnam-Veteranen in einem Krieg kämpfen mussten, den andere erklärt haben. Herr Schober ist aber in einen Krieg gezogen, den er selbst vom Zaun gebrochen und einem Gegner aufgezwungen hat, der als Sündenbock für den nicht mehr zu belangenden Mörder seines Kindes herhalten musste.

Seine virtuelle Streitmacht aus Berufsbetroffenen und Weltverbesserer hat ihn längst im Stich gelassen und kämpft schon lange auf anderen Schlachtfeldern, wo man sich leichtere Gegner und schnellere Siege als gegenüber der bösen, hartnäckigen Waffenlobby erhofft.

Um seine Zukunft braucht er sich wahrscheinlich aber nicht zu sorgen. Die grün-rote Landesregierung im Ländle wird auch für ihn bestimmt ein Pöstchen finden, wo er seine „Expertise“ einbringen und Gall & Co. im edlen Kampf gegen die gemeingefährlichen Sportschützen unterstützen kann. Und dafür kriegt der gefühlte Kriegsveteran dann bestimmt auch noch einen Orden.

Kopf – Tisch – Aua! Kopf – Tisch – Aua!

Seit heute weiß ich endlich, dass ich kein „echter Sportler“ bin. Ich kann zwar einige Platzierungen und Landesmeistertitel mit großkalibrigen Kurzwaffen im BDMP Landesverband Sachsen vorweisen, aber die habe ich dann wohl als „falscher Sportler“ eingeheimst.

Das Ausschlusskriterium, welches mich und hunderttausende andere Sportschützen in Deutschland zu keinem „echten Sportlern“ erklärt, stammt von einem Peter Frohberg, seines Zeichens Druckluftwaffen(?)-Trainer bei der „Privilegierten Scheiben-Schützen-Gesellschaft zu Dresden„, kurz „PSSG“. Der vertritt nämlich in einem halbseitigen Artikel in der aktuellen Wochenendausgabe (26./27.04.2014) der „Sächsischen Zeitung“ höchst eigenartige Ansichten:

Das Sächsische Innenministerium zählte im Februar 135.571 erlaubnispflichtige Schusswaffen in Privatbesitz. Für Trainer Frohberg kommt diese Zahl jedoch nicht durch Sportschützen zustande:

Ach nee? Durch wen denn dann? In Sachsen sind, wie zitiert, ca. 135.000 registrierte Waffen in privatem Besitz, ein großer Teil davon dürfte auf Waffenbesitzkarten von den derzeit 13.500 Sportschützen eingetragen sein. Der Landesjagdverband Sachsen hat ca. 6.500 Mitglieder. Wer soll die Waffen denn sonst besitzen? Etwa die paar Waffensammler oder gar Altbesitzer?

Das „Beste“ kommt aber noch: (Das erklärt vielleicht die für diesen Blogeintrag gewählte Überschrift…)

Ein echter Sportler nimmt seine Waffe niemals mit nach Hause, sondern schließt sie im Verein ein, wo er sie auch braucht“, erklärt er. „Ein Formel-1-Fahrer nimmt sein Auto ja auch nicht mit nach Hause.

Abgesehen davon, dass ein Formel-1-Bolide im Gegensatz zu einer Kurzwaffe nicht in ein Behältnis von der Größe eines Schuhkartons passt: Formel-1-Cracks wie Vettel oder Alonso besitzen privat Dutzende stark motorisierte Supersportwagen mit Straßenzulassung und fahren mit diesen natürlich auch zum Spaß durch die Gegend, während ihre Dienstfahrzeuge von einer Rennstrecke zur nächsten transportiert und für das kommende Rennen vorbereitet werden.

Auch die wenigsten Kunstflugpiloten dürften über einen eigenen Hangar zu Hause verfügen, genau so, wie viele Wassersportler ihr Motorboot irgendwo einmieten, weil ihre Dreizimmerwohnung im vierten Stock in Innenstadtlage nun mal keinen direkten Zugang zu einem offenen Gewässer hat.

0v_2014_mt_sz_formel1_a.gif

Ansonsten dürfte es aber ziemlich normal sein, dass die meisten Individualsportler ihre eigenen, mitunter ziemlich teuren Sportgeräte, soweit diese in eine Tasche passen, auch ganz selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Weil man sein Ausrüstung warten und pflegen muss, weil man an wechselnden Orten trainiert oder an auswärtigen Wettkämpfen teilnimmt oder Trockentraining betreibt. Oder schlichtweg, weil man verhindern möchte, dass sich Dritte am eigenen Eigentum vergreifen – und sei es nur, um es zu befummeln.

Leider erfährt man nicht, warum denn nach Ansicht des Herrn Frohberg angeblich ein „echter“ Sportler seine Waffe „niemals“ mit nach Hause nimmt. Vom Deutschen Schützenbund oder Sächsischen Schützenbund sind, zumindest mir, entsprechende Aussagen oder Forderungen gänzlich unbekannt und würden auch den Verbandsaussagen gegen eine zentrale Waffenaufbewahrung widersprechen.
„Kopf – Tisch – Aua! Kopf – Tisch – Aua!“ weiterlesen