Irre: „Focus“ auf „Focus Online“ nicht zitierwürdig!

Man ist als böser Freizeit-Waffenlobbyist vor keiner Überraschung gefeit. Manchmal ist man positiv überrascht, wenn z. B. in der linken „taz“ die eigenen Kommentare veröffentlicht werden, obwohl sie der dort vorherrschenden politischen Linie diametral gegenüberstehen. Dann fällt man aus allen Wolken, wenn auf „Focus Online“ die Redaktions-Praktikanten offenbar nur das als Lesermeinung zulassen, was ihrer eigenen Gesinnung möglichst nahe kommt.

So heute geschehn. Es ging um diese Meldung:

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Ob es sich nun „nur“ um ein „normales“ Familiendrama gehandelt hat oder ob es „nur“ ein weiterer „Ehren“mord war, wissen wir noch nicht. Jedenfalls war es nichts, was das personifizierte Gutmenschtum in Form von Claudia Roth, Renate Künast, Gisela Mayer oder Roman Grafe auch nur im entferntesten jucken würde. Die Waffe war, davon ist zumindest auszugehen, illegal und der Schütze stammte aus dem Irak und nicht aus einem abgefackelten Wohnwagen. Einfach der normale Wahnsinn, für dessen Opfer sich in Deutschland üblicherweise kein Schwein interessiert, business as usual.

Doch halt! Nur weil im Bericht nichts von „Sportschützen(-waffe)“ steht, heißt das ja noch lange nicht, dass es keine Sportschütze war. Mutmaßen wird man ja noch dürfen, dachte sich scheinbar die erste (und lange Zeit einzig freigeschaltete) Leser-Kommentatorin:

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„sportmordwaffen.de“ lügt, Krawczyk hetzt…

Wie sich die Zeiten doch ändern:

Musste man vor einigen Jahren noch mühsam zum Kiosk gehen und sich eine bestimmte Zeitung mit vier Buchstaben kaufen, wenn man etwas gelogenes lesen wollte, dann muss man heute nur noch die richtige Stelle im Internet ansurfen. Zum Beispiel die meinungsterror-Stammlesern sattsam bekannte Opferinstrumentalisierugsseite „sportmordwaffen.de“. Der zu Ehren habe ich soeben sogar eine neue Kategorie eingefügt, „Lug und Trug“. Aber das nur am Rande.

Die unverfrorene Lüge, die heute ein ungläubiges Kopfschütteln auslöst:

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Jetzt war er also „Sportschütze“, der Tim. Einer von den Sportschützen, die kleine, weiße Zelluloid-Bälle auf großen, grünen Platten hin- und herschlagen.

Aber es kommt noch viel, viel besser:

Stephan Krawczyk macht den Vorschlag, zwischen dem Schützenplatz am Ortsrand von Weiler und der Albertville-Realschule Winnenden die Fußspuren des Amokläufers mit roter Farbe aufzuzeichnen, „damit man sieht, woher er kam“.

Ich hätte da auch einen Vorschlag: Vielleicht sollte Herr Krawczyk das nächste Mal, wie man meinen könnte, den ganzen Wein nicht schon vorher trinken. Oder jemand malt für Herrn Krawczyk rote Fußspuren vom Veranstaltungsort in die nächste Psychatrie. Damit man sieht wo er, wie man auch meinen könnte, dringend mal hin müsste.

Hier nochmal, sicherheitshalber, ein vollständiger Screenshot als Vorschaubild. Einfach darauf klicken, wenn man das üble Machwerk in voller Pracht sehen will.

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