Mimimi! Rechte einschränken! Aber gefälligst nur die Rechte von den Anderen!

In den USA gibt es ungefähr 70 Millionen Schusswaffenbesitzer, von denen nur eine verschwindend geringe Zahl jemals in ihrem Leben kriminell werden und mit einer Schusswaffe Unheil anrichten.

Für die im Nachgang zu dem Amoklauf von Parkland zu Ikonen (und nützlichen Idioten) der mächtigen Gun-Control-Netzwerke hochgejubelten Schüler der Marjory Stoneman Douglas (MSD) Highschool ist das aber egal.

Fast ein Viertel der amerikanischen Bevölkerung unter Generalverdacht stellen, ihr verfassungsmäßiges Recht auf Waffenbesitz einzuschränken und am liebsten ganz abzuschaffen – geschenkt.

Alle rechtstreuen Waffenbesitzer sollen eben dafür büßen, dass ein durchgeknallter Mitschüler sich über sämtliche Gesetze und grundlegende Regeln menschlichen, zivilisierten Zusammenlebens hinweggesetzt hat. Dafür büßen, dass ein der Polizei bekannter Psychopath die Annehmlichkeiten, die eine staatlich garantierte „Gun Free Zone“ für einen rücksichtslos agierenden Massenmörder bietet, leidlich ausgenutzt hat.

Dafür gehen sie, prächtig orchestriert durch die Morgenluft schnuppernden Waffenverbotsorganisationen im Hintergrund, auf die Straße und bis nach Washington.

Genug ist schließlich genug und da darf man nicht so zimperlich sein, wenn es um die Einschränkung von Freiheitsrechten geht. Zumindest, so lange es die Freiheitsrechte anderer sind, die da eingeschränkt werden sollen.

Bei den eigenen Freiheitsrechten ist man da schon etwas weniger freigiebig.

Um die Sicherheit an der Marjory Stoneman Douglas Highschool zu erhöhen wurde jetzt beschlossen, dass die etwa 3.300 Schüler durchsichtige Rucksäcke erhalten, in denen sie fortan ihren Krempel transportieren müssen. Zudem sollen alle Schüler ID-Karten tragen.

Kaum zu glauben, aber tatsächlich regt sich nun Widerstand der Schüler gegen diese Maßnahme, die sie nun ein klein wenig in ihren eigenen Rechten beschränken.

3.300 Schüler sollen nun mit durchsichtigen Rucksäcken und „Kennzeichnungsschild“ dafür büßen, weil einer von ihnen durchgedreht und Amok gelaufen ist. Das geht natürlich gar nicht. Nur die Rechte von 70 Millionen Bürgern einschränken, die nichts mit dem Massenmord zu tun hatten – das geht natürlich.

Willkommen in der Welt der scheinheiligen Doppelmoralisten.

5 Antworten auf „Mimimi! Rechte einschränken! Aber gefälligst nur die Rechte von den Anderen!“

  1. Diese Superschüler sollten sich vielleicht mal fragen, ob die typische High School Mobbing Kultur, nicht auch ihren Anteil, an diesen Amokläufen hat? Aber da müsste man ja bei sich selbst anfangen und das eigene Verhalten hinterfragen. Das ist natürlich blöd!

  2. Macht nix, auch meine deutschen Mitschüler waren vor 25 Jahren in der Masse verblendetet Techniktrottel und Mitläufer. Wo die größten Gefahrenpotenziale sitzen hat dankenswerter Weise der A.B.B. in seinem Manifest beleuchtet, das ist auch schon umfänglich ausgewertet worden. Kriminologisches Detail: „Amok-Täter“ sind in der Regel nicht signifikant gemobbt worden! Es handelt sich um deviant strukturierte Heranwachsende die eine völlig gestörte Umgebungswahrnehmung und Sexualität aufweisen! Die fühlen sich auch durch eine Allgemeinverfügung „Stopp-Schild“ gemobbt!De facto interessiert sich für sie niemand…

    Die wirklichen Mobbing-Opfer wehren sich nicht! Deshalb werden die ja auch von den moralisch und wolhstandsverwahrlosten Mitschülern ausgesucht!

  3. @Karl Müller
    Irgendetwas muss doch in den USA schief laufen, wenn dort so viele Kinder zu „deviant strukturierten Heranwachsenden“ werden. Vielleicht kennen die Kinder kaum noch freies Spiel mit selbst ausgehandelten Regeln, die eben nicht wie Stopp-Schilder starr sind und auch nicht von Autoritäten vorgegeben werden.

  4. @ Thomas Leske,

    gute Frage; sind es normiert betrachtet, denn so viel mehr? Oder werden die 0,1% „Jerks“ hierzulande vom Sozialsystem und der Prävention einfach häufiger rechtzeitig abgefangen?

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