New Yorker Waffengesetz: Viel Wirbel, wenig Wirkung

Ein Rifle ist eine Büchse, also ein Gewehr mit gezogenem Lauf. Ein Assault Rifle ist ein Sturmgewehr. Gewehre sind Langwaffen und Langwaffen sind, hier bei uns genau wie in den USA, deliktisch nahezu irrelevant. Und halbautomatische Selbstladebüchsen wie das AR 15 sind im eigentlichen Sinne keine Sturmgewehre, die Dinger sehen nur so aus.

Grüne Schreihälse hierzulande hat das aber nicht davon abhalten können, wiederholt ein Verbot von solchen halbautomatischen Selbstladegewehren zu fordern. New York hat nach bester, deutscher Aktionismusmanier in Rekordzeit ein Anlassgesetz durchgeprügelt, welches den rechtstreuen Bürgern in diesem Bundesstaat fortan den Besitz von „Sturmgewehren“ verbietet.

Die Fakten wurden dabei, das gehört bei solchen Hau-Ruck-Gesetzen zum guten Ton, völlig außen vor gelassen.

Screenshot FBI Statistik Mordwaffen
Quelle: http://www2.fbi.gov/

2009 wurden in den USA 13.636 Menschen ermordet. 9.146 davon wurden erschossen.

Lediglich in 348 Fällen, weniger als vier (!!!) Prozent der Schusswaffen- und knapp 2,5 Prozent aller Morde, war das Tatmittel ein „Rifle“.

Zum Vergleich: 611 Menschen wurden 2009 in den USA durch die Verwendung von Mordwerkzeugen wie Hammer oder Golfschläger totgeschlagen, in 801 Fällen reichten dem Mörder seine eigenen Hände zum Töten.

Auch für das Jahr 2011 zeichnet das FBI ein ähnliches Bild: 12.664 Morde, davon 8.583 mit Schusswaffen. Hier waren in 323 der Fälle (3,8 %) die Tatwaffe ein „Rifle“.

Selbstladegewehre wie das von den Gun-Grabbern geradezu als Massenvernichtungswaffe hochstilisierte AR 15 dürfte nur bei einem relativ kleinen Teil dieser Tötungsdelikte Mittel der Wahl gewesen sein. Schließlich gehört auch jeder Kleinkaliber-Einzellader, jede Jagdbüchse und jeder alte Militärrepetierer zur Gruppe der „Rifles“.

Schusswaffenkriminalität ist eben in erster Linie Kurzwaffenkriminalität. Und selbst Schrotflinten (Shotguns) werden zum Morden häufiger verwendet, als Büchsen mit gezogenen Läufen.

Zahlreiche Politiker und Kommentatoren werten die New Yorker Anlassgesetzgebung als großen Erfolg gegen die böse Waffenlobby. Gerade so, als ob nicht Kriminelle mit illegalen Waffen, sondern rechtschaffene Bürger das Problem wären.

Tatsächlich ist es nur der traurige Beweis dafür, wie weit sich viele Lautsprecher aus Politik und Medien von der Lebenswirklichkeit entfernt haben und wie wenig diese Leute überhaupt wissen, worüber sie reden, schreiben oder abstimmen.

2 Antworten auf „New Yorker Waffengesetz: Viel Wirbel, wenig Wirkung“

  1. Natürlich ist dieses Verbot ein Schwachsinn. Als ob sich damit irgend ein Verrückter von seinen Taten abhalten ließe. Die Verbrecher in New York werden sich freuen, wieder werden den normalen gesetzestreuen Bürgern ein paar Rechte entzogen. Die Leute, die sich sowieso nicht an Recht und Ordnung halten interessiert dieses Gesetz eh nicht.
    Nach der Einführung von 7 Schuss Magazinen für halbautomatische Waffen werden sie ihnen auch die Kurzwaffen nehmen (in New York), das Mittel der Wahl zu Selbstverteidigung (deshalb auch die hohe Mordrate mit Kurzwaffen, welche Fälle wirkliche Morde mit legalen Waffen waren geht aus dieser Statistik ja nicht hervor, man siehe auf http://www.gunssavelives.net).

  2. Mal was anderes. Selbes Thema. Waffenrechtsverschärfung bla bla bla…. Ich kanns echt nicht mehr hören….Wir haben ja nun mit 150.000 Legalwaffenbesitzern bei der aktuellen Landtagswahl in Niedersachsen die FDP gepuscht. Anscheinend haben die Medien noch nicht geschnallt was da los war?! Die können sich das alles nicht erklären, warum die FDP so hoch gekommen ist. Vielleicht sollte den Journalisten das nun einer von uns mal erklären was da bei der Wahl passiert ist. WIR waren das. WIR Legalwaffenbesitzer in Niedersachsen! WIR haben den Verlauf der Wahl so beeinflusst. WIR haben die demokratische Macht bewiesen.WIR wollen und fordern nun von der CDU und der FDP unseren Tribut für unser Wahlengagement! Wann machen denn endlich mal alle Legalwaffenbesitzer in Deutschland eine DEMO/KUNDGEBUNG?! Ich denke da kommen dann wohl so 500.000 Menschen zusammen……..Es wird Zeit. Und, wir brauchen endlich eine Deutsche NRA! Ich bin wohl mit 100 Euro pro Jahr bereit die zu unterstützen. Das zahle ich lieber als pro Waffe ne Steuer um die 100 Euro im Jahr. Wenn alle Legalwaffenbesitzer auch nur einmalig 100 Euro in einen Pott werfen, dann kommen da mit einem Schlag mehr als 200.000.000 Euro zusammen. Da kann man schon was mit anfangen ! Das wäre MACHT. Viele Grüße.

    Gruss aus Osnabrück

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