Kann man eigentlich Roth werden, ohne zu lügen?

Claudia Roth hat ein Interview gegeben. Durch die „Welt“ soll die Welt wissen, wie locker und tolerant und liberal die kleinkarierten Öko-Spießer eigentlich sind.

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Besonders locker und tolerant und liberal gibt sich Frau Roth selbst:

Die Welt: Wollen die Grünen anderen Menschen sagen, wie sie zu leben haben?

Roth: Ich verbitte mir, dass mir jemand Vorschriften macht, wie ich zu leben habe. Ich bin im katholischen Bayern aufgewachsen, wo die Kirche den Leuten am Freitag gesagt hat, was sie zu essen haben. Da hat meine Familie stets dagegen gehalten. Die Lebensstilfragen werden bei uns insbesondere von der Grünen Jugend stark diskutiert. Da gehen die Meinungen auch mal auseinander.

Frau Roth muss schon über ein sehr ausgrägte Fähigkeit zur Selbstbeherrschung verfügen, um diesen Satz ohne sofort einsetzenden Lachkrampf von sich geben zu können, so dreist gelogen ist das.

Andererseits aber auch nicht, wahrscheinlich meint sie das wirklich so, wie es die „Welt“ zitiert.

Sie verbittet sich ja ausdrücklich, dass niemand IHR Vorschriften macht. Keine Rede davon, dass Frau Roth und ihre ParteigenossInnen deshalb nicht anderen Menschen Vorschriften machen dürfen.

Wir erinnern uns:

Der Vorfall in Memmingen habe erneut gezeigt, wie fahrlässig das deutsche Waffenrecht mit der Sicherheit der Menschen umgehe, sagte die Grünen-Vosritzende Claudia Roth. „Die tödlichen Knarren müssen endlich raus aus den Privatwohnungen, weil sie ein echtes Sicherheitsrisiko sind.“ Der Grünen-Abgeordnete Hans-Christian Ströbele forderte, dass Waffen und Munition von Mitgliedern eines Schützenvereins zentral in den Vereinsräumen verschlossen und bewacht werden müssten. Es gebe kein Grundrecht darauf, scharfe Waffen zuhause aufbewahren zu dürfen, sagte Ströbele.

Auch hier der passende Screenshot:
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Jägern und Schützen kann man also sehr wohl Vorschriften machen, wie sie zu leben haben. Und wenn die grüne Chefideologin sagt, dass Waffen in Privathäusern nichts zu suchen haben, dann ist das eben so. Keine Diskussion, wer anderer Meinung ist, ist sowieso Nazi. Oder Klimasünder. Oder gleich Nazi und Klimasünder. Punkt.

Immerhin, das muss ihnen der Neid lassen, das grüne Blendwerk funtkioniert bestens. Während die Umfragewerte der FDP bestenfalls knapp an der 5-Prozent-Marke herumdümpeln, liegen die grünen Anscheins-Liberalen auch nach dem abgeflauten Fukushima-Hype immer noch bei Werten zwischen 13 und 14 Prozent.

Verbotsfetischismus, Obrigkeits- und Staatsgläubigkeit, selbstgerechtes Bevormundungstum – und trotzdem als „liberal“ und „Bürgerrechtspartei“ durchzugehen.

Das muss man denen erst mal nachmachen…

2 Antworten auf „Kann man eigentlich Roth werden, ohne zu lügen?“

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