Vernunft: Landes-Innenminister außen vor

Weise Innenminister haben gerade ein geniales Konzept ersonnen, um Verbrecher davon abzuhalten, Verbrechen zu begehen:

Gesetzesverschärfungen und Verbote!

Die Hypothese: Jemand, dem es egal ist, ein Tötungsdelikt zu begehen, wird davon ablassen, wenn er dazu ein Messer führen müsste, dessen Klingenlänge oder Öffnungsmechanismus einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt.

Kriminalitätsbekämpfung kann so einfach sein, man muss nur drauf kommen.

P. S.:

Uups, zu früh gefreut. Die deutschen Innenminister-Koryphäen Pistorius und Co. sind wohl doch nicht die Ersten, die diesen genialen Einfall mit den weitreichenden Messerverboten hatten. Das scheint andernorts ein durchschlagender Erfolg zu sein:

Während man 2014 in England und Wales noch fast 25.000 Angriffe mit Messern bzw. scharfen Gegenständen registrierte, liegt die entsprechende Zahl in 2018 nun nur noch bei deutlich unter 40.000 Fällen.

Beeindruckender Rückgang von Messerattacken nach Verboten (Screenshot: BBC)

Gerüchten zufolge arbeiten angelsächsische Innenpolitiker aber bereits daran, nun auch noch die letzten scharfen Gegenstände und Geräte im Königreich zu verbieten und nach den Unterwäsche-Models auf Werbeplakaten fortan auch Chilischoten aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Schachmatt, Spitzbuben.

Gun Control sei Dank: Britische Armee kann sich wieder auf die Straße trauen!

Der vorläufige Höhepunkte einer tollen Erfolgsgeschichte:

Nach der Entwaffnung der Rechtstreuen ist es in England jetzt so sicher, dass sich demnächst sogar schwer bewaffnetes Militär wieder auf die Straßen trauen kann.

Wer erinnert sich da nicht zurück an die finsteren Zeiten vor 1996, als unbescholtenen Bürgern der Besitz von Kurzwaffen noch erlaubt war und nur bis an die Zähne unbewaffnete Bobbies mühsam die Gesetzestreuen davon abhalten konnten, sich ständig gegenseitig über den Haufen zu schießen…

Ein toller Erfolg für Gun Control, von dem man ganz bestimmt bald in jedem seriösen deutschen Leit- und Qualitätsmedium hören und sehen wird. Ehrenwort!

Screenshot: Facebook

Englische Verhältnisse

Wie in meinem gestrigen Beitrag beschrieben, treffen die so gerne als Synonym für ausufernde Gewalt bemühten „Amerikanischen Verhältnisse“ mittlerweile mehr auf englische Metropolen zu, als auf die USA.

Wenn es aber ein Steigerung von den „amerikanischen Verhältnissen“ gibt, dann müssen dies die „englischen Verhältnisse“ sein. Für „englische Verhältnisse“ reicht es nicht, wenn Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte rapide zunehmen und das Recht des Stärkeren gilt.

„Englische Verhältnisse“ kombinieren das zusätzlich mit der Kriminalisierung der Opfer, dem Schutz der Täter und der Verweigerung, unbescholtenen Bürgern das Recht auf Notwehr zuzugestehen.
„Englische Verhältnisse“ weiterlesen

Amerikanische Verhältnisse


Am Ostermontag starb in London eine 17-Jährige durch Schüsse aus einem fahrenden Auto. Tanesha Melbourne war bereits das 47. Mordopfer in London in diesem Jahr.

Bereits im Februar und März diesen Jahres musste man in London mehr Mordopfer verzeichnen, als in New York.

Im Februar lag London mit 15 Morden einen vor New York, im März standen 22 Mordopfer in London 21 in New York gegenüber.

Wesentlich verheerender zeigt sich die Entwicklung der Mordrate in diesen beiden Metropolen:

In den vergangenen drei Jahren war die Zahl der Morde in London um 40 Prozent gestiegen. New York, einst berüchtigt für Gewaltverbrechen, konnte die Zahl der Morde seit 1990 um 87 Prozent senken.

Seit 1997, dem Jahr des „Gun Ban“, als man in England alle Kurzwaffen verbot, kennt die Kriminalitätsrate dort fast nur eine Richtung: Stetig nach oben. Der Traum aller Volksentwaffner, das gelobte England, entwickelt sich zum nicht enden wollenden Albtraum.

Die auch heute noch fleißig verbreitete Gun-Control-Kernthese, wonach sich nur das Vorhandensein von Schusswaffen in Bürgerhand direkt auf die Mordrate auswirkt, wird von der Lebenswirklichkeit eindrucksvoll widerlegt. Die Mordrate steigt, trotz Kurzwaffenverbot. Die bösen Buben halten sich, wer hätte das gedacht, auch nicht an Waffengesetze. Und falls man nicht schießt, wird eben um so mehr „gemessert“.

Die „amerikanischen Verhältnisse“, Mutter aller hohlen Phrasen in deutschen Waffenrechtsdiskussionen, findet man heute zunehmend in Metropolen in England. Dem Land mit den strengsten Waffengesetzen in Europa.

Foto: pixabay.com

Mitmachen: Petition gegen schottische Luftgewehr-Paranoia

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Schottland muss ja ein mächtiges Problem mit Druckluftplempen haben, wenn die unbescholtenen Durchschnittsbürger fortan derlei Teufelszeug nur noch mit Lizenz besitzen dürfen und das Schießen auf leere Blechbüchsen im eigenen Garten verboten werden muss:

Mehr zur Schottischen Luftgewehr-Paranoia auf den Seiten von BASC:

The Scottish Government wants to license all low-powered airguns in Scotland and to ban people plinking in their own gardens. They even want English and Welsh shooters to apply for visitor permits before they take airguns to Scotland.

Direktlink zur Online-Petition.

Unterstützt unsere Leidensgenossen in Großbritannien und speziell in Schottland gegen die Hirnfürze von politisch-korrekten Weltverbesserern, denen mittlerweile jeglicher Bezug zur Realität abhanden gekommen zu sein scheint.

Danke an legalwaffenbesitzer.de für den Hinweis.

Deutsche Welle: Subtile Hetze statt Fakten

Die Deutsche Welle berichtet über die Verfassungsbeschwerde von Grafe & Co. und die Sympathien sind klar verteilt. Waffen böse, Waffenverbot gut.

Schon die Überschrift und das Hintergrundbild lassen vermuten, dass hier entweder bewusst die Besitzer legaler Waffen diffamiert werden sollen oder die Redakteurinnen überhaupt nicht wissen, worüber sie berichten.

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„Schusswaffen sind kein Spielzeug“ – vollkommen richtig. Hat jemand das Gegenteil behauptet, oder an wen richtet sich diese Belehrung? Immerhin dreht sich der Beitrag um die Frage, ob Sportschießen mit dem Grundgesetz konform geht und nicht um Spielzeug. Kein Spielzeug, aber auch keine Sportwaffe ist das abgebildete, vollautomatische und somit unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallende G 36 C. Selbst wenn es hinsichtlich Lauflänge genehmigt und eine halbautomatische, in Deutschland zugelassene Zivilversion gäbe: Die montierte taktische Leuchte macht das Teil zum absoluten No-Go für deutsche Sportschützen. Aber wen stören schon solche belanglosen Details, wenn das Bildchen so schön martialisch aussieht und als Eyecatcher bestens funktioniert.

Dann geht es gleich zur Sache und zum x-ten mal wird die Graf’sche Fantasie-Statistik ohne jeglichen Zweifel an deren Wahrheitsgehalt munter weiterverbreitet:

Roman Grafe möchte sich nicht damit abfinden, dass in Deutschland Menschen mit Sportwaffen erschossen werden. Auf einer Deutschlandkarte hat er eine Grafik erstellt, um das ganze Ausmaß aufzuzeigen: Jeder Mord, der seit 1991 mit einer Sportwaffe verübt wurde, ist darauf mit einem Kreuz dokumentiert. Insgesamt mehr als 130.

Na, zum Glück kam er nicht auf die Idee die Fälle zu markieren, bei das Tatmittel keine „Sportmordwaffe“ war, dann würde man vor lauter Kreuzen kein Land mehr erkennen.
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Altpeterchens Irrfahrt

Mein Stamm-Optiker hat sie nicht, die große Brillenkette mit „F“ hat sie nicht – dennoch muss es die Dinger doch irgendwo zu kaufen geben.

Keine Ahnung, wovon ich schreibe?

Ist auch nicht so einfach, ich bin nur auf der Suche nach diesen Spezialbrillen, die sich besonders in rot-grünen PolitikerInnenkreisen so hoher Beliebtheit erfreuen.

Die Dinger sind toll, man setzt sie auf und schon sieht man nur noch das, was einem in den Kram bzw. ins Weltbild passt. Der Rest wird ausgeblendet und ist für den Träger ab sofort nicht mehr existent.

Die Sozialministerin von Baden-Württemberg, Katrin Altpeter von der SPD, scheint auch so ein Exemplar zu besitzen.

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Bukes sein Unfukes

Georg Bukes von Nordwestradio/Radio Bremen outet sich in seinem Kommentar als Anhänger der Tschöpe’schen Waffensteuer und gibt preis, wie wenig er über die „englischen Verhältnisse“ weiß, die er so gut findet.

In wenigen Tagen, am 11. März, jährt sich der Amoklauf von Winnenden zum dritten Mal. Der Aufschrei und das Entsetzen damals waren riesengroß. Vor allem darüber, dass der Sohn eines Sportschützens ohne Probleme an die Waffe seines Vaters heran konnte. Zahlreich waren auch die Forderungen, was sich alles ändern müsse, damit ein solches Massaker nie wieder passieren kann. Doch aus der Reform des Waffenrechts wurde nur ein Reförmchen, und ein Amoklauf wie in Winnenden ist nicht unwahrscheinlicher geworden.

Nein, bei über zehn Millionen Schülern an über 45.000 Schulen ist das nun mal so. Wo so viele potenzielle Täter und so viele potenzielle Tatorte zur Verfügung stehen, da ist es nur eine Frage der Zeit, bis irgendwo und irgendwann wieder einer von zehn Millionen meint, seine Probleme dadurch zu lösen, in dem er Unschuldige ermordet.

Das wird aber völlig unabhängig davon passieren, oder man in Deutschland legalen Waffenbesitz verbietet oder nicht. An den möglichen Tatmitteln, 7 – 10 Millionen legale und mindestens doppelt so viele illegale Waffen, mangelt es weiß Gott nicht. Nur die Täter, die zu solch einem Massenmord fähig sind, sind eben zum Glück äußerst rar gesät. Die werden sich aber auch nicht von Gesetzen und schon gar nicht von Waffengesetzen von ihrer Tat abhalten lassen, wenn sie sich dazu entschlossen haben.

Die rot-grüne Koalition in Bremen geht davon aus, dass in den vergangenen 20 Jahren in Deutschland mindestens 100 Menschen mit legalen Waffen getötet wurden.

Davon können die gerne ausgehen, Politiker neigen nun mal dazu, öfter mal dem Wahlvolk Märchen zu erzählen, um Unfug in Gesetzesform zu gießen.

Um das zu prüfen, dazu sollte eigentlich die „4. Gewalt“ im Staat da sein und ein wachsames und kritisches Auge auf die Damen und Herren Politiker werfen. Herr Bukes hat sich die Mühe jedenfalls nicht gemacht, sonst würde er diese Zahl nicht ohne sie auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft zu haben weiterverbreiten.

Was Bremen verschärfen kann, sind die Kontrollen vor Ort. Denn immerhin dürfen die Kommunen inzwischen nachschauen, ob die Waffen sicher verstaut sind. Die ersten Ergebnisse in Bremen und anderswo sind erschreckend. Etwa die Hälfte der Kontrollierten bewahrte die legalen Waffen nicht ordnungsgemäß auf. Da muss fast zwangsläufig wieder etwas passieren.

Und, wer wurde kontrolliert? Warum wurde kontrolliert? Welche Verstöße wurden festgestellt? Auch das interessiert Herrn Bukes nicht die Bohne. Tschöpe und Grafe haben das behauptet, also wird es schon stimmen…
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Immer diese Waffenfanatiker!

Immer diese Waffenfanatiker:

Hat doch tatsächlich einer diesen üblen, verachtenswerten Waffennarren es gewagt, den politblogger mit einer e-Mail zu belästigen und seinen Unmut darüber zu äußern, eben als „Waffenfanatiker“ diffamiert zu werden.

Wir stehen alle auf dem Boden des Grundgesetzes und geben unser Bestes. Wir sind Steuerzahler und unbescholtene Bürger. Ja! Wir sind Waffenbesitzer und wir benutzen diese Waffen für den Schießsport und die Jagd. Müssen wir uns deshalb als ‘Waffenfanatiker’ bezeichnen lassen?

Selbst schuld, die Frage am Ende hätte man sich sparen können. „Wir“ müssen uns nicht als „Waffenfanatiker“ bezeichnen lassen, fertig. Punkt. So hat man dem „politblogger“ natürlich eine Vorlage auf dem Silbertablett serviert, die in einer Mischung aus überheblichem Oberlehrergemache, Selbstgerechtigkeit und der Anscheinserweckung, die Moral mit Löffeln gefressen zu haben, gekontert wird:

Um Ihre Frage zu beantworten: Ja, Sie müssen. Genauso müssen Sie hinnehmen, dass ich in der der sinnbefreiten Jagd auf Lebewesen kein Zeichen des respektvollen Umgangs mit Tieren sehe – eine Ansicht, die ich keineswegs exklusiv für mich in Anspruch nehme.

Bumms. Backpfeife links, Backpfeife rechts – so geht der zivilcouragierte, politbloggende Wutbürger mit Subjekten um, die nicht nur Waffen nicht verachten, sondern auch noch durch die sinnbefreite Jagd auf Lebewesen ihren mangelnden, respektvollen Umgang mit Tieren durchblicken lassen.

Der respektvolle Umgang mit Tieren ist es nämlich, was den gutmenschelnden Politblogger (Oh mein Gott, er hat „Gutmensch“ gesagt! Nazi-Alarm!!!) von jagenden Waffenfanatikern unterscheidet.
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Auto-Suggestion

Grünen MdB und „Rechtsexperte“ Jerzy Montag hat nach dem Mord im Dachauer Gericht, bei dem ein Staatsanwalt durch Schüsse aus einer ILLEGALEN Waffe ums Leben kam, reflexartig nach schärferen Waffengesetzen gerufen.

Also unterm Strich ist aus grüner Sicht die Konsequenz eines Verbrechens, dass sich die ohnehin rechtstreuen Bürger an noch mehr Gesetze und Vorschriften halten bzw. Rechte preisgeben sollen, weil es Verbrecher gibt, die sich schon an die bestehenden Gesetze nicht halten. Alles klar?

Von einem Bürger darauf schriftlich angesprochen, kam auch recht schnell eine Antwort.

Ja, es handelte sich in diesem Fall um eine illegale Waffe. Dass im Zusammenhang mit solch schrecklichen Gewalttaten immer wieder verwendete Argument, von legalen Waffenbesitzern gehe statistisch keine relevante Gefahr aus, ist allerdings nicht neu. Sie wissen, dass schon die Abgrenzung von legalen und illegalen Waffen nicht immer ganz leicht ist. Viele Waffen im illegalen Handel sind – bei legalen Besitzern – gestohlen oder auf andere Weise abhanden gekommen. Die Gefährlichkeit illegaler Waffen ist im Übrigen völlig unbestritten. Wir Grüne waren es, die immer wieder zu verstärkten Anstrengungen aufgefordert haben und beispielsweise die viel zu lange verzögerte Einführung des nationalen Waffenregisters verlangt haben, um eine genaue Übersicht zu bekommen, wer wo was besitzt und lagert. Es waren zudem vor allem Bündnis 90/Die Grünen, die eine schärfere Gangart gegen das öffentliche Tragen von Messern eingefordert und sogar teilweise durchgesetzt haben. Sie sehen, wir sind auf diesem Auge keineswegs blind.

Die Anzahl von Jagd-, Sport- oder Sammlerwaffen, die jährlich durch Verlust oder Diebstahl den Weg in die Illegalität finden, dürfte sehr überschaubar sein und wird, inklusive aller abhanden gekommenen Dienst-/Behördenwaffen, weit unter tausend pro Jahr liegen. Im Bundesland Sachsen lag z. B. die Anzahl der gestohlenen Schusswaffen im Zeitraum von 2005 bis 2009 bei exakt 124 Stück.

Wie viele Jahre Waffen abhanden kommen müssen, um 20.000.000 illegal in Umlauf zu bringen, kann man sich ja selbst ausrechnen.
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