Netter Versuch: Hetzpamphlet ist kein „Standardwerk“

Zufälle gibt es…

Da versucht doch ständig jemand mit einer per Anonymisierungsdienst verschleierten IP, bisher erfolglos, ein bestimmtes Buch in mehrere Wikipedia-Artikel als „Standardwerk“ einzuschleusen.

Nein, ganz bestimmt steckt hinter dem Unbekannten nicht der *hüstel* „renommierte“ Autor dieses Buches, der sich niemals zu einer solchen Verzweiflungstat herablassen würde, um doch noch vielleicht ein paar Exemplare zu verkaufen.

Auch ist es reiner Zufall, dass der anonyme Möchtegern-Wikipedianer im gleichen Duktus wie der Verfasser des „Standardwerks“ daherkommt und, genau wie bei einer bestimmten Statistik, sich eine eigene Wirklichkeit erschaffen möchte. Eine Wirklichkeit, in dem ein nicht nachgefragter Ladenhüter eben flugs zum „Standardwerk“ erklärt wird. Blöd nur, wenn man auch dabei ertappt wird…

Gleich bei vier Wiki-Artikeln sollte die Literaturliste ergänzt werden, jeweils eingeleitet mit „Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. (…)“

Da hat jemand wohl etwas zu dick aufgetragen und es mit der Selbstbeweihräucherung und Eigenwerbung überzogen:

Screenshot: Wikipedia
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18:33, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf an der Polytechnischen Hochschule Montréal 1989 ‎ Änderung 189127193 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. den Amoklauf in Montreal ausführlich auf mehreren Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:31, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf von Erfurt ‎ Änderung 189127162 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. das Erfurter Schulmassaker auf etlichen Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:29, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Amoklauf von Winnenden und Wendlingen ‎ Änderung 189127224 von Seesternschnuppe rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen und Amokläufe u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. das Winnender Schulmassakers auf einigen Dutzend Seiten. Markierung: Rückgängigmachung

18:26, 11. Jun. 2019 Unterschied Versionen +116‎ Waffenrecht ‎ Änderung 189127328 von Dandelo rückgängig gemacht; Das Buch des renommierten Autors Roman Grafe (Veröffentlichungen zum Thema tödliche Sportwaffen u. a. in der FAZ, ZEIT, SZ) ist ein Standardwerk und behandelt u. a. die Geschichte des deutschen Waffenrechts seit 1875. Markierung: Rückgängigmachung

Vielleicht hätte Mr. Anonymus, wenn er schon auf Wikipedia unterwegs ist, besser die Gelegenheit genutzt und sich die Definition eines „Standardwerkes“ angeguckt:

Standardwerk oder Standardliteratur ist die Bezeichnung für Werke über deren Inhalte innerhalb des jeweiligen Wissensgebiets ein breiter fachinterner Konsens besteht. Sie bilden entweder die communis opinio oder eine besonders einflussreiche Denkrichtung ab und gelten als unverzichtbarer Referenzpunkt bei der Beschäftigung mit einem bestimmten Thema.

Okay, bis auf „breiter fachinterner Konsens“, „communis opinio“, „einflussreiche Denkrichtung“ und „unverzichtbarer“ Referenzpunkt“ stimmen die meisten anderen Punkte ja fast mit dem überein, was man für gemein hin als „Standardwerk“ bezeichnet.

Oder, wie man dieses Möchtegern-„Standardwerk“ außerhalb des Universums von Meister IP 5.62.41.175 bezeichnet: „Fantastische Literatur/Schauermärchen“.

Vernunft: Landes-Innenminister außen vor

Weise Innenminister haben gerade ein geniales Konzept ersonnen, um Verbrecher davon abzuhalten, Verbrechen zu begehen:

Gesetzesverschärfungen und Verbote!

Die Hypothese: Jemand, dem es egal ist, ein Tötungsdelikt zu begehen, wird davon ablassen, wenn er dazu ein Messer führen müsste, dessen Klingenlänge oder Öffnungsmechanismus einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt.

Kriminalitätsbekämpfung kann so einfach sein, man muss nur drauf kommen.

P. S.:

Uups, zu früh gefreut. Die deutschen Innenminister-Koryphäen Pistorius und Co. sind wohl doch nicht die Ersten, die diesen genialen Einfall mit den weitreichenden Messerverboten hatten. Das scheint andernorts ein durchschlagender Erfolg zu sein:

Während man 2014 in England und Wales noch fast 25.000 Angriffe mit Messern bzw. scharfen Gegenständen registrierte, liegt die entsprechende Zahl in 2018 nun nur noch bei deutlich unter 40.000 Fällen.

Beeindruckender Rückgang von Messerattacken nach Verboten (Screenshot: BBC)

Gerüchten zufolge arbeiten angelsächsische Innenpolitiker aber bereits daran, nun auch noch die letzten scharfen Gegenstände und Geräte im Königreich zu verbieten und nach den Unterwäsche-Models auf Werbeplakaten fortan auch Chilischoten aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Schachmatt, Spitzbuben.

BMI-Referentenentwurf: Herber Schlag gegen IS-Terroristen

Gar schröcklicher Pirat
Foto: pixabay.com

Mossul – Unbestätigten Berichten des Nachrichtensenders Al Jazeera zufolge soll es in den letzten Tagen in den noch vom sogenannten „Islamischen Staat“ besetzten Gebieten zu mehreren mysteriösen Todesfällen unter Daesch-Terroristen gekommen sein. Nach nicht näher benannten Quellen aus dem Umfeld westlicher Geheimdienste wurde erstmals eine neue Form der psychologischen Kriegsführung eingesetzt, bei der zielgruppenbezogener Humor beim Adressaten einen tödlichen Lachanfall auslösen soll. Da die humoristischen Spitzen nur von Eingeweihten verstanden werden, sollen Lachtod-Kollateralschäden weitestgehend vermieden werden.

Dabei sollen die Vorbereitungen für die Operation „Zwerchfell“ bereits Ende 2015 unter dem Vorwand der Ausarbeitung einer „EU-Feuerwaffenrichtlinie“ angelaufen sein. Um dem komplexen Plan Authentizität zu verleihen, übernahm Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker trotz, ääh, Ischiasbeschwerden persönlich die Federführung und schaffte es dank der Unterstützung einiger zuverlässiger Kommissare, die Feuerwaffenrichtlinie planmäßig durchs EU-Parlament zu bringen.

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Morgens, halb zehn in Deutschland

Gottfried Schwäbli sitzt bei der wohlverdienten Vesper am heimischen Küchentisch und sichtet Kaffee trinkend die Werbebeilagen, die aus der Tageszeitung purzelten.

Plötzlich gefrieren seine Gesichtszüge. Seine Halsschlagader schwillt bedrohlich an, platzende Äderchen färben das ansonsten reine Weiß seiner Augäpfel rosa.

Eine Schusswaffe!

Ungläubig haftet sein Blick auf dem Aldi-Prospekt.

Kann das sein? Gottfried Schwäbli blinzelt mehrfach. Doch er unterliegt keiner Sinnestäuschung.

„Alles, was Spaß macht“ steht da zu lesen. Und darunter prangt es. Unübersehbar. Das Unglaubliche.

Das Foto einer Nerf N-Strike Elite Disruptor! Zum Aktionspreis von 14,99!

Eine halbautomatische Sturmgewehrpistole mit hoher Magazinkapazität, die in schneller Folge großkalibrige Geschosse mit verstärkter Spitze treffsicher über weite Distanzen verschießen kann. Da kann der dunkle Teint des fröhlichen Jungen, der in der Aldi-Werbung mit dem Mordgerät im Anschlag posiert, kein Zufall sein. Zu offensichtlich die zynische Anspielung auf afrikanische Kindersoldaten!
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Hoffnung: „Grün“ sein möglicherweise bald heilbar!

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat auf ihrer letzten Hauptversammlung beschlossen, eine Mitgliedschaft in der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ als eigenständiges Krankheitsbild (ICD-10 F26/F74) anzuerkennen. Somit können entsprechende Therapien entwickelt und den Betroffenen möglichst schnell geholfen werden.

Experten sprechen im Zusammenhang mit den Wortmeldungen Grüner Funktionäre von „Grüntourette“ (Morbus Neojacobinus). Im Gegensatz zum klassischen Tourette mit koprolalen Tics, bei dem die Betroffenen häufig „Scheiße!“ sagen, bezieht sich die Scheiße bei den Grünen überwiegend auf die Inhalte ihrer zwanghaften Lautäußerungen.

Vor allem geistig Gesunde leiden sehr unter den Auswirkungen von Grüntourette. Insbesondere Autofahrer, aber auch Landwirte, Jäger, Pauschaltouristen, Menschgemachterklimawandelanzweifler, Motorradfahrer, Heizpilzbesitzer, Fleischesser, Sportschützen, Heterosexuelle, Normalverdiener, Nichtsozialeskonstrukt-Frauen und Nichtsozialeskonstrukt-Männer müssen immer wieder befürchten, Opfer der Krankheitsschübe der von Grüntourette Befallenen zu werden.

Glücklicherweise lässt sich Grüntourette relativ einfach diagnostizieren: Symptomatisch für Grüntourette sind extrem realitätsferne Forderungen zur Lösung von Problemen, die meistens ausschließlich in der Fantasie der Grüntourette-Erkrankten existieren. Auch die häufige Verwendung von Phrasen wie „niemand braucht…“ bzw. „wir fordern ein Verbot von…“ erleichtern die Diagnose, genau wie der pathologisch erhobene Zeigefinger. Ein weiterer Indikator ist das dringende Bedürfnis der Betroffenen, sich wie wild an Stellen zu kratzen, von denen sie der Meinung sind, dass es andere dort gefälligst zu jucken hätte.

Hoffnungsvoller Therapieansatz

Ein von der WHO eingesetztes Team hochkarätiger Psychiater, Psychologen und Psychoanlaytiker hat bereits begonnen, mögliche Therapien zu entwickeln, um Grüntourette-Erkrankte zu heilen oder den Betroffenen wenigstens ein Mindestmaß an Vernunft zurückzugeben. Den vielversprechendsten Ansatz sehen die WHO-Experten dabei in einer Grünen-Landversendung der zumeist großstädtisch geprägten Patientengruppe. Große Hoffnungen setzt man dabei auf Zielregionen, die möglichst viele der folgenden Eigenschaften aufweisen:

• dünne Besiedelung
• lange Fahrtzeiten mit ÖPV zum nächst größeren Ort
• keine Bahnanbindung
• schlechte Mobilfunkabdeckung
• max. 384 kBit Internetbandbreite
• bergiges Terrain
• Windkraftanlage in Sicht- und Hörweite
• Asylbewerberheim in unmittelbarer Nachbarschaft
• seltene Polizeipräsenz
• glyphosatfreier Biobauernhof zur Unkrautzupftherapie

Wie der Projektleiter, Prof. Strainborm vom Institut für geistige Gesundheit, mitteilte, sind in zwei Versuchsregionen im Westerwald und der Lausitz erste Tests erfolgreich verlaufen. Strainborm: „Bereits nach wenigen Tagen kehrte bei den meisten Patienten der Realitätssinn ganz oder wenigstens teilweise zurück. Es scheint so, als dass schon eine Konfrontation mit der Natur bei vielen, die sich selbst als „Naturschützer“ sehen, einen heilsamen Schock ausgelöst hat. Auch die Wertschätzung des Individualverkehrs per Personenkraftwagen stieg mit jedem beim Busausstieg geplatzen Einkaufsbeutel exponentiell im Verhältnis zum noch zu bewältigenden Nachhauseweg an.“

Allerdings wird der Optimus etwas getrübt. Zwar sieht Strainborm für die meisten Grüntourette-Patienten gute Heilungschancen, aber es gibt auch eine Ausnahme. Strainborm: „Einige Patienten haben sich leider als resistent gegen Vernunft erwiesen. Hier handelt es sich ausnahmslos um Betroffene, die eine durchgängige Karriere abseits einer Beschäftigung in der Privatwirtschaft vorweisen. Schule, Studium, Parteikarriere, immer auf Kosten des Steuerzahlers, keinen Tag wertschöpferisch tätig. Nach ein paar Jahren ist das, was man gemeinhin als ‚gesunden Menschenverstand‘ bezeichnet, dauerhaft und irreparabel geschädigt. Es setzt sich eine teuflische Abwärtsspirale in Gang, die oft erst an der Parteispitze endet.“

Als Gradmesser für die fortschreitende Grüntourettisierung der Gesellschaft sieht Strainborm die Bundestagswahl im September an. „Spätestens am Wahlabend werden wir wissen, ob wir von einer Epidemie ausgehen müssen oder ob die Ausbreitung der Krankheit gestoppt ist. Vielleicht können wir uns gar über stark sinkende Fallzahlen freuen. Es wird spannend, aber wir sind guter Hoffnung.“

EU plant drastischen Rückgang bei Verkehrstoten

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Brüssel. Nachdem in der Eurozone die Anzahl der Verkehrstoten wieder angestiegen ist, hat die EU-Kommission unter Federführung von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker einen Aktionsplan für mehr Verkehrssicherheit beschlossen.

Kernpunkt des Aktionsplanes ist die Verminderung von groben Regelverstößen gegen die Straßenverkehrsordnung durch Maßnahmen, die bereits im Vorfeld zur Vermeidung solcher Regelvestöße beitragen.

Juncker: „Bisher haben wir enorme Resourcen dafür verschwendet, Straßenverkehrsrowdies zu verfolgen, zu stellen, ihre Vergehen zur Anzeige zu bringen und zu ahnden. Ein viel zu aufwändiges Procedere, wo es doch auch wesentlich einfacher geht.“

Die Vereinfachung liegt darin, dass zukünftig z. B. bei Rotlichtverstößen nicht länger der Fahrer des die Ampel missachtenden Automobils direkt für das Vergehen haftbar gemacht wird. Insbesondere im Zusammenhang mit gestohlenen Fahrzeugen bzw. mit gefälschten Nummernschildern war dies ohnehin ein äußerst mühsames und langwieriges, wenn nicht gar unmögliches Unterfangen. Statt dessen kontrolliert die Polizei nun verstärkt die Fahrer, die ordnungsgemäß bei „rot“ anhalten.

Juncker: „Es ist doch verdächtig, wenn sich jemand so penibel an die Verkehrsregeln hält und alles tut, um ja nicht negativ aufzufallen. Das kann kein Zufall sein, da steckt mehr dahinter. Aus Sicherheitsgründen sollte deshalb solch suspekten Fahrern der Führerschein entzogen und ihre Autos zwangsverschrottet werden. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Das Motto muss daher lauten, so wenig Autos wie möglich unters Volk. Sicher ist nunmal sicher. Wer keinen Führerschein mehr besitzt und kein Auto mehr hat, kann auch nicht mehr bei rot über die Kreuzung rasen.“

Die Abstimmung über den Vorschlag der Kommission im Europaparlament ist für Freitag, 1. April 2016 um 14.14 Uhr anberaumt. Experten gehen davon aus, dass bei einer Umsetzung in nationales Recht alleine in Deutschland täglich bis zu 20.000 Fahrzeuge mitsamt ihren Fahrern aus dem Verkehr gezogen werden und somit potenzielle Unfallopfer auf Grund fahrlässiger Fahrweise vermieden werden könnten. Bereits 2022 könnten die Anzahl der Verkehrstoten europaweit so erstmals wieder unter denen von 1910 liegen.

Junckers abschließend: „Die Idee dazu kam mir spontan, als wir unter dem Vorwand der Terrorismusbekämpfung eine weitreichende Verschärfung der Waffengesetze durchsetzen wollten. Da dachte ich für mich, wenn wir unschuldigen Bürgern die registrierten Waffen abnehmen können um damit angeblich Terroranschläge von Verbrechern mit Kriegswaffen vom Schwarzmarkt zu verhindern, warum nicht auch die Autos?“

G7-Gipfel: Verschluss-Sache

Es ist nur ein Detail am Rand, aber bezeichnend für die paranoide Angst der Mächtigen vor den Bürgern.

Zünftige Gebirgsschützen als folkloristische Staffage zum G7-Alpen-Gipfel, aber bitte schön nur mit kastriertem Karabiner ohne Verschluss.

Kastrierte Gebirgsschützenkarabiner

Immerhin durfte der Kolben ohne Schaumgummiverpackung geführt werden, was immerhin noch das Restrisiko eines Einsatzes als Keule zugelassen hätte…

Morgens, halb zehn in Deutschland…

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Frankfurt. Zehntausende meist junge Leute versammelten sich am Donnerstag in der Innenstadt, um gegen die Politik der Europäischen Zentralbank zu demonstrieren. Aktivisten der „Blockupy“-Bewegung skandierten bei der überwiegend friedlich ablaufenden Veranstaltung in originellen Sprechchören ihre kapitalismuskritischen Forderungen nach Frieden, Freude und Eierkuchen. Leider versuchten aggressiv auftretende Polizisten, die kreative Umgestaltung von Straßenbelägen, Hausfassaden und Schaufenstern durch Blockupisten mit Gewalt zu verhindern. In der Folge kam es zu Rangeleien zwischen den beiden Gruppen, in deren Verlauf eine überschaubare Anzahl von Polizisten durch eigenes Verschulden leichte Blessuren davon trug. Auch einige in provokanter Weise abgestellte Einsatzwagen erlitten geringe Sachschäden.

Grüne und Linke zeigten sich im Anschluss der Veranstaltung mit deren friedlichen Verlauf zufrieden, wollen aber die mangelhafte Deeskalationsstrategie der Polizei durch einen Untersuchungsausschuss im Landtag aufklären und die verantwortlichen Einsatzleiter zur Rechenschaft ziehen.


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Düsseldorf. Einige Tiermörder marschierten am Donnerstag durch Düsseldorf und brüllten dabei rückwärts gerichtete Parolen. In der aufgeheizten Stimmung gelang es den auf alles vorbereiteten Polizeikräften nur mit Mühe und Not, eine weitere Eskalation und bürgerkriegsähnliche Zustände zu verhindern. Wie durch eine Wunder blieb es auf Seiten der Einsatzkräfte bei einigen Leichtverletzten (1) und waren keine Toten zu beklagen. Die zahlreich erschienenen Gegendemonstranten konnten durch ihr zivilcouragiertes Auftreten eine Erstürmung des Landtags durch die Rehtotschießer verhindern.

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verurteilte in einer gemeinsamen Stellungnahme mit PETA-Naturschutzexperten und der Bürgerrechtsorganisation „Universelles Leben“ den Missbrauch des Demonstrationsrechts für tierrechtfeindliche Zwecke.

Durch eine Bundesratsinitiative soll außerdem eine Änderung des Grundgesetzes auf den Weg gebracht werden mit dem Ziel, dass zukünftig nur noch solche Meinungsäußerungen und Demonstrationen toleriert werden müssen, die vorher von einem noch zu benennenden Gremium für korrekte Gesinnungsethik abgesegnet wurden.

(1) POM Jupp Kowalsky verbrannte sich an seinem Pausentee die Lippen. Ein weiterer Beamter, der nicht genannt werden möchte, klemmte sich beim Verlassen einer Mobiltoilette den Zeigefinger in der Tür ein.

Geifer-Pfeiffer und die Hochburg häuslicher Gewalt in Lüchow-Dannenberg

Auch im hohen Norden wird die „Zeit“ gelesen und die dümmliche Antiwaffenstory von letzter Woche bildet jetzt den Aufhänger für einen Artikel im „Weser-Kurier“. Immerhin hat die „Zeit“ ja recherchiert, wo es in Deutschland wie viele legale Waffen gibt und der Kreis Lüchow-Dannenberg hat dabei ganz gut abgeschnitten.

Ich war leider noch nie in Lüchow-Dannenberg, aber vermutlich langweilt man sich dort eher zu Tode, als dass man Gefahr läuft, durch einen Schuss aus einer legal besessenen Sport- oder Jagdwaffe das Zeitliche zu segnen.

Dennoch ist sie da, diese Gefahr. Meint jedenfalls Superspezialoberexperte Christian Pfeiffer.

Das könne prinzipiell zur Gefahr werden, sagt Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen in Hannover. „Ein eifersüchtiger Jäger ist genauso gefährlich wie ein eifersüchtiger Müller“, sagt er. „Der Jäger kann aber auf ein Gewehr zurückgreifen.“

Ja, da kann man dem Direktor Pfeiffer wohl kaum widersprechen.

Oder hat man jemals von einem Müller gehört, der seinen Nebenbuhler mit einem Mühlstein erschlagen oder durchs vorsätzliche Herbeiführen einer Mehlstaubexplosion ins Jenseits befördert hat?

Eben. Mord und Totschlag in Deutschland passiert ausschließlich unter der Zuhilfenahme von Schusswaffen. Zumindest bei den Fällen, wo eine Schusswaffe das Tatmittel war, lag der Anteil von Schusswaffen als Tatmittel bei alarmierenden 100 Prozent. Aber zurück zum Müller.

Müller mahlen ihr Mehl, schroten das Korn. Trinken vielleicht auch mal einen Korn. Aber mit Schrot zu schießen – das machen nur Jäger. Rein hypothetisch – und wirklich nur so – bestünde immerhin die Gefahr, dass ein Müller eine Flinte findet, die vorher ein Jäger ins Korn geworfen hat.
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Unglaublich! Sensation! Dirk Bach lebt! Extrablatt!

Hat zwar nichts mit Waffenrecht zu tun, aber diese sensationelle Entdeckung kann ich einfach nicht für mich behalten!

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(Die „Negermama“ mögen mir die politisch-korrekten Zeitgenossen verzeihen, ich fand die Bezeichnung aber sympathischer, als „maximalpigmentierte SüdafrikanerIn mit subotimalen Bodymass-Index“ oder so.)