Blatter: Skandal auf Kommando

Die Welt wäre ein Hort der Glückseligkeit, wenn, ja wenn da nur nicht die FIFA und der Sepp Blatter wären.

Zu diesem Schluss könnte man fast kommen, wenn man derzeit Nachrichten guckt, Talkshows verfolgt oder Zeitung liest. Auch in den sozialen Netzwerken von Facebook, Twitter & Co. folgt die Schafsherde brav den Leithammeln und empört sich durch das Nachblöken hohler Phrasen über die FIFA und ihren Präsidenten, die in Punkto Wertschätzung gleichauf mit der sizilianischen Mafia zu liegen scheinen.
0u_2015_mt_heilige_claudia_a
Geradezu grotesk ist das dann, wenn in zwangsgebührenfinanzierten, schwarzrotgrün verfilzten „Grundversorgern“ ARD und ZDF, die selbst ohne zu zucken hunderte Millionen Euro für Senderechte an die FIFA zahlen, sich zum Ankläger und Richter in einer Person aufschwingen und anschließend die Kommerzialisierung des Fußballs beklagen.

Aber selbst das lässt sich noch toppen: Wenn fürstlich bezahlte Talkshowmoderatoren und –innen in ihren ganz selbstverständlich von ihren eigenen Firmen produzierten und vermarkteten Talkshows dann der FIFA das Recht absprechen wollen, gleiches in größerem Maßstab auch zu tun. Selber darf man gerne ein paar Milliönchen dazu verdienen. Aber eine weltweit agierende Organisation, die soll das nicht dürfen.

Als Gäste in diesen Talkshows sitzen dann auch wieder in erster Linie Wasser predigende Weinsäufer: Üppig staatlich alimentierte BerufspolitikerInnen, die sich die Höhe der eigenen Diäten selbst beschließen. Die Gesetze für jeden Bürger beschließen, für ihren eigenen Berufsstand aber ganz selbstverständlich Ausnahmen davon vorsehen. Die mit teuren sozialen Wohltaten zu Lasten der Allgemeinheit Wählerstimmen kaufen oder die deutsche Staatsbürgerschaft gerne an jeden verschenken würden, der sie aus reiner Dankbarkeit anschließend vielleicht dafür wählt.

Und genau diese heuchlerischen Doppelmoralisten bezichtigen dann die FIFA und Herrn Blatter als korrupt, machtbesessen und undemokratisch?

Verwundert reibt man sich auch die Augen, wenn der FIFA ausgerechnet ihr Demokratieverständnis vorgeworfen wird: Jeder Verband hat eine Stimme, egal wie Mitgliederstark und finanzkräftig er ist. Sonst kann man sich in diesen Talkshows immer Beifallsstürme des Studiopublikums sicher sein, wenn man über „Gerechtigkeit“, „Chancengleichheit“ und ähnlich feuchte Träume sozialromantischer Gleichmachereifantasien schwadroniert.

Nur bei der FIFA, da ist genau diese real existierende Gleichmacherei plötzlich ganz schlimm und verabscheuungswürdig.

Blatter muss weg, die FIFA ist ein korrupter Haufen und Deutschlands Medien- und Politikerelite kann sich mal wieder als Oberlehrer in Punkto Transparenz, Uneigennützigkeit, Demokratie- und Rechtsstaatsverständnis aufspielen. Doch um Blatter oder die FIFA geht es eigentlich gar nicht.

Die inneren Angelegenheiten eines Sportverbandes zur Staatsaffäre aufzublasen, unzählige Zeitungsseiten und Sendeminuten damit zu füllen hat nur eine Aufgabe: Ablenkung, ein Skandal auf Kommando.

Die Politik versagt ständig, auf nationaler wie internationaler Ebene. Ob Einbrecherbanden die deutschen Grenzregionen heimsuchen oder IS-Mörderbanden Syrien und den Irak – es fehlt der klare politische Wille, ernsthaft und „nachhaltig“ dagegen vorzugehen. Ob die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland durch schwarz/rot oder die andauernden Versuche der Obama-Administration, rechtstreuen Bürgern den Waffenbesitz zu verbieten. Freiheitsrechte werden nach und nach kassiert, der Bürger zum unmündigen Untertan degradiert, aber außer Blatter hat man derzeit keine Sorgen.

Das Ablenkungsmanöver ist geglückt.

Gun Control auf Mäurer-Art

Über den Bremer Innensenator Mäurer braucht man eigentlich keine Wort mehr zu verlieren. Seine Sorge gilt nicht Einbrecherbanden aus dem ehemaligen Ostblock und nicht kriminellen arabischen Familienclans.

Sein Feindbild besteht ausschließlich aus den Bürgern, die legal registrierte Schusswaffen besitzen.

Unter anderem die „Bild“ berichtet über die jüngste „Erfolgsstory“ des Herrn Innensenators.

Sage und schreibe 700 eingesammelte bzw. abgegebene Schusswaffen hat er zum Einschmelzen bringen lassen.

Wenn man sich die Bilder anguckt, kann man einen Haufen Schrott erkennen. Angegammelte Dekowaffen, Signalpistolen, Druckluftwaffen, Ordonanzgewehre und Flinten. Ein herber Schlag für die Bremer Unterwelt, ihr diesen deliktisch völlig irrelevanten Müll vorzuenthalten…

Bemerkenswert an der ganzen Geschichte ist eigentlich nur der auf dem mit dem Waffenschrott beladenen LKW posende Innensenator. Genauer gesagt, wie er die Waffe hält:

0u_2015_mt_bremen_maeurer_a

Man könnte jetzt noch ganze Absätze zur „Qualifikation“ bezüglich Schusswaffen des Herrn Mäurer schreiben, mit diesem Foto ist aber eigentlich alles gesagt. Eine Sachkundeprüfung würde er jedenfalls nicht bestehen.

So macht man „Pegida“…

0u_2015_mt_demdeutschenvolke

Eigentlich dachte ich, dass der „Pegida“-Drops spätestens seit der Zersplitterung des Bündnisses gelutscht ist. Mein letzter Artikel sollte, wieder eigentlich, auch der erste und einzige zu diesem Thema sein.

Leider habe ich gestern in meinem unmittelbaren persönlichen Umfeld miterleben „dürfen“, was dabei herauskommt, wenn die Folgen bundespolitischer Inkompetenz und Realitätsferne mit voller Wucht einen bestens funktionierenden Sportverein zu zerstören drohen.

Der Hintergrund: Knall auf Fall wurde gestern dem Polizeisportverein Kamenz die Nutzung der Trainingshalle untersagt, in der man seit Jahren trainiert und in deren Ausstattung der Verein viel Geld und Schweiß investiert hat. Heute Vormittag wurde zwangsberäumt – um anschließend 200 Asylbewerber einquartieren zu können.
„So macht man „Pegida“…“ weiterlesen

Lux, die innenpolitische Leuchte der Berliner Grünen

Berlin, unsere Hauptstadt, ist ein gefährliches Pflaster.

In 2012 ereigneten sich dort pro hunderttausend Einwohner 14.144 Straftaten. Damit führt Berlin, gefolgt von den Stadtstaaten Bremen und Hamburg, die Kriminalitätsstatistik (PKS 2012, Seite 20) unangefochten an.

Im ersten Halbjahr 2014 ist in Berlin die Zahl der registrierten Straftaten um sage und schreibe NEUN (!!!) PROZENT gegenüber de Vorjahr angestiegen:

Im ersten Halbjahr 2014 wurden insgesamt
268.051 Fälle erfasst. Im Vergleich zum ersten Halbjahr
2013 (245.926 Fälle) stiegen die Fallzahlen somit um
22.125 Fälle (+9,0 %)

Wenn eine Stadt ein derart großes Kriminalitätsproblem hat, sollte man eigentlich meinen, dass die gewählten Volksvertreter vor Ort sich der Sache annehmen und versuchen, ihre Stadt sicherer zu machen und damit die Bürger zu schützen.

Eine Partei, der das eigene Volk meilenweit am Arsch vorbei geht und die ausschließlich die Interessen ihrer eigenen Klientel vertritt, setzt natürlich andere Schwerpunkte.

So ist es nicht verwunderlich, dass die „Grünen“ rein gar nichts tun, um die Bürger der Hauptstadt vor Kriminellen zu schützen. Vielmehr lassen sie nichts unversucht, um die wenigen Hauptstadt-Schützen zu kriminalisieren. Auf der Homepage des Berliner „Grünen“-Abgeordneten Benedikt Lux klingt das dann so:

Waffenrecht verschärfen, Kontrollen ermöglichen, illegale Waffen einsammeln
29.09.2014: Die Grüne Fraktion im Abgeordnetenhaus will das Waffenrecht verschärfen und die Zahl der Kontrollen deutlich erhöhen. Dazu soll eine Gebühr erhoben werden um die nötigen Ausgaben zu decken. Munition und Waffen sollen in Zukunft getrennt gelagert werden. Außerdem streben wir eine neue Amnestie für illegale Waffen an, bei der auch eine anonyme Abgabe ermöglicht werden soll. Denn jede abgegebene Waffe ist ein Sicherheitsgewinn!

Den Beleg für den angeblichen Sicherheitsgewinn bleibt der Herr Lux selbstverständlich schuldig. Im Fokus grüner Kriminalitätsprävention stehen auch nicht Kriminelle und illegale Waffen, sondern die behördlich überprüften und ständig überwachten Sportschützen mitsamt ihrer registrierten Waffen.
„Lux, die innenpolitische Leuchte der Berliner Grünen“ weiterlesen

Müll aus Marl

In Bielefeld hat ein mutmaßlicher Sportschütze zwei Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Eine Beziehungstat, wie sie sich täglich in Deutschland ereignet, nur eben üblicherweise mit anderen Tatmitteln als Schusswaffen. Mit „Bielefeld“ geht für die Waffenverbieter eine lang anhaltende Flaute zu Ende. 15 Wochen und Dutzende ignorierte Tote jeden Monat hat es gedauert, bis sie wieder mal einen Fall vorweisen können, der ihnen ins Konzept passt.

Darum kommen sie jetzt wieder aus ihren Löchern gekrochen und fordern mal wieder: Schärfere Waffengesetze, Waffenverbote, keine Schießstände in Schulen.

Letztere Forderung stammt von einer „Bürgerliste WIR für Marl“. Nun muss man nicht jeden Hirnfurz von bestenfalls auf kommunaler Ebene relevanten Wählervereinigungen auf die Goldwaage legen und überbewerten. Die Verlautbarung dieser „Bürgerliste“ ist aber in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert.

Zum mutmaßlichen Mord eines 75-Jährigen, der erst zwei Menschen und dann sich selbst mit einer Sportwaffe ermordet haben soll, meint die Bürgerliste WIR für Marl. Das schreckliche Blutbad in Bielefeld hat erneut eindringlich gezeigt, dass der private Schusswaffenbesitz in Deutschland schärfer reglementiert werden muss.

Ja klar, damit könnten die „schrecklichen Blutbäder“, von denen hierzulande 80 % gänzlich ohne Verwendung von Schusswaffen angerichtet und in den restlichen Fällen 19 von 20 Schusswaffen illegal waren, natürlich signifikant gesenkt werden. Von ungefähr 600 auf ungefähr 595. Und das auch nur, wenn sich die durchschnittlich jährlich fünf derart verhinderten Täter an die Hypothese der Legalwaffenverbieter halten und nicht einfach, wie ohnehin 99% der Täter, auf andere bzw. illegale Tatmittel ausweichen.

In Marl gibt es noch immer Schiess-stände an Schulen, das lehnt WIR für Marl ab.
Vor kurzen hat die Ratsmehrheit von SPD, CDU, FDP und bum wieder ein Schießstand am zukünftigen Baugebiet Haardschule genehmigt. In einem Städtischen Gebäude neben der Hülser Realschule befindet sich ebenfalls eine Schiessanlage. WIR meint SchülerInnen und Schülern soll nicht beigebracht werden, dass Schusswaffen zur Normalität gehören. Alle Bemühungen von WIR für Marl, Schiessanlagen In und in der Nähe öffentlicher Gebäude zu Verhindern wurden von den Schützenfreunden im Rat abgelehnt. Eine Kinder und Jugend feindliche Politik , meint WIR für Marl.

Selbstgerechtes Moralgeschwafel auf höchstem Niveau. Ob die ehrbaren Bürgerlistenbürger auch so mutig gegen Minderheiten hetzen, wenn es nicht gegen Sportschützen und deren Interessen geht, sondern beispielsweise um Veganer, Homosexuelle, Reiter oder Hundehalter?

Natürlich nicht. Denn da geht es, zumindest bei Reitern und Hundehaltern, um die eigenen Interessen.

Auf der „WIR für Marl“ Kandidatenliste offenbaren einige der KandidatInnen ihre Hobbies und politischen Ziele.

Die Isabel Dechert gibt u. a. an:

„Schutz und Gleichberechtigung aller Tiere“.

Also Wahlrecht für Wale und mehr Rechte für Hechte oder so. Andere Probleme hat man in Marl wohl keine zu lösen.

0v_2014_mt_wir_marl_isabel.GIF

Die Dagmar Dechert listet auf:

„In meiner Freizeit beschäftige ich mich gerne mit Acrylmalerei, Skaten, Jogging, Klavierspielen, Dressurreiterei und unseren Tieren.“

0v_2014_mt_wir_marl_dagmar.GIF

Und die Schirin Dechert setzt, natürlich vermutlich auch vollkommen uneingennützig, ihre Schwerpunkte folgendermaßen:

Tierschutz.
In zehn Ländern Europas gibt es keine Hundesteuer.

Forderung: Hundesteuer abschaffen,
Pferdesteuer verhindern.

0v_2014_mt_wir_marl_schirin.GIF

Schön, dass die – mutmaßlichen – Hunde- und PferdebesitzerInnen aus der Dechert-Sippe erst mal an den eigenen Geldbeutel denken und entsprechend den Wegfall bzw. die Nichteinführung entsprechender Steuern fordern. Das ist ja auch grundsätzlich eine gesunde Einstellung und unterstützenswert.

0v_2014_mt_wir_marl_stoppt_hundesteuer.GIF

Aber gleichzeitig Waffenverbote zu fordern, die für hunderttausende unbescholtene und rechtstreue Waffenbesitzer de facto eine kalte Enteignung bedeuten – damit haben die feinen Damen und Herren WIR(r)-Köpfe überhaupt kein Problem!

Beim „Verfasser“ des eingangs erwähnten Artikels, ein gewisser Siegfried Schönfeld, weiß man nach kurzem Googlen, woher der Wind weht:

1,4 Millionen Menschen in Deutschland besitzen Schusswaffen – insgesamt circa sechs Millionen Stück. Im einwohnerstärkeren Land Japan verfügen nur 140000 Personen über eine Schusswaffe. Das führt dazu, dass es in Deutschland deutlich höhere Mordzahlen zu verzeichnen gibt, als in Japan. Internationale Studien belegen den Zusammenhang von hohen Mordraten und hoher Schusswaffendichte.

Diese Passage, inklusive der Überschrift der angeblichen „WIR“-Pressemitteilung, hat der werte Herr Schönfeld wortwörtlich von der Homepage der „Grünen“ Bundestagsfraktion kopiert.

0v_2014_mt_wir_marl_gruenes_original.GIF

Immerhin scheinen die „Grünen“ lernfähig zu sein und man hat wohl festgestellt, dass England doch nicht soooo gut als leuchtendes Vorbild einer entwaffneten Gesellschaft taugt. Darum muss jetzt Japan herhalten.

Für die „Grünen“ im Bundestag und in Marl ist klar, dass nur die wenigen legalen Schusswaffen in Japan für die niedrigere Mordrate verantwortlich zeichnen. Andere Gründe, wie der extrem niedrige Anteil schlecht integrierter Einwohner mit Migrationshintergrund, das Fehlen von Landgrenzen und der damit verbundene Transitverkehr inklusive Menschen- und Waffenschmuggel, hat damit natürlich bestimmt nichts zu tun. Und die exorbitant hohe Selbstmordrate in Japan, sonst für „Grüne“ immer direkt auf die Verfügbarkeit von Schusswaffen zurückzuführen, lässt man großzügig unter den Tisch fallen.

Man könnte auch eine andere Insel auswählen, die mit „Ja“ anfängt und auf der ein sehr strenges Waffenrecht gilt. Aber Jamaica hat bei lächerlichen 65.000 registrierten Schusswaffen eine um den Faktor 7 bis 11 höhere Mordrate pro 100.000 Einwohner als die USA und passt damit natürlich nicht ins Weltbild der realitätsverweigernden Waffenverbieter.

Egal, ob sie sich „Grüne“ nennen oder als „WIR für Marl“ tarnen.

Nachtrag 24.05.2014:
Siehe da, der Herr Schönfeld war lange Zeit ein Grüner. Danke an Gunboard-User Ausbilder Schmidt für den Hinweis…

Siegfried Schönfeld gibt auf

Da wäre jetzt nur noch zu klären, ob er tatsächlich für „WIR“ gesprochen hat oder ob er nur seinen grünen Verbots- und Bürgerentmündigungsreflexen gefolgt ist.

Gun Control auf Tauchstation

Montage aus einem Screenshot der Onlineausgabe der Westfälische Nachrichten

Derzeit schweigen sie wieder besonders laut, die selbstgerechten Weltverbesserer, selbsternannten Kriminalitätsexperten und sonstige scheinheilige Claqueure der nationalen wie internationalen „Gun Control“-Bestrebungen.

Das noch junge Jahr hat nicht nach ihrem Geschmack angefangen. Eher so, wie das abeglaufene Jahr endete. Zwar gab es in Deutschland schon die ersten Schusswaffentote, aber „leider“ waren, wie meistens, die Tatwaffen illegal.

Wie jetzt herauskommt, war der Mörder im Fall von Münster-Kinderhaus kein unbeschriebenes Blatt und der Polizei war sogar dessen illegaler Waffenbesitz bekannt. Getan dagegen hat sie – fast – nichts.

Am 29. Dezember, fünf Tage vor ihrem Tod, suchte die 30-Jährige erneut eine Polizeidienststelle auf, berichtete davon, dass sie seit Wochen telefonische Drohungen wie „Ich mach dich alle“ erhalte. Zudem habe die Frau erstmals erzählt, dass ihr Ex-Freund im Besitz einer Waffe sei. „Wir haben überprüft, ob er die Waffe legal besitzt“, so Vorholt. Dies sei nicht der Fall gewesen. Die Polizei habe erneut Kontakt mit dem Mann aufgenommen, ihn wieder „sehr deutlich“ ermahnt – diesmal nur telefonisch, da der Aufenthaltsort des Mannes unbekannt gewesen sei.

Nein, das ist keine Comedy. Während andenorts in Deutschland die Sichtung einer Bohrmaschine sofort einen SEK-Einsatz auslöst, belässt man es in Münster gegenüber einem illegal bewaffneten potenziellen Gewalttäter bei telefonischen Ermahnungen. Mobiltelefone zu orten, scheint hierzulande wohl auch noch Science Fiction zu sein.

Aber wer weiß, vielleicht war die Ordnungsmacht einfach nur mit wichtigeren Dingen beschäftigt. Möglicherweise war zu viel Personal durch verdachtsunabhängige Kontrollen bei Jägern oder Sportschützen gebunden. Zu kontrollieren, ob einer dieser finsteren Gesellen vielleicht eine Patrone im falschen Tresorfach aufbewahrt, ist natürlich viel wichtiger.
„Gun Control auf Tauchstation“ weiterlesen

Elitepanik

0w_2013_mt_aufstand_der_massen_die_welt.gif

Die „globale Elite“ hat Angst und fürchtet sich vor einem Aufstand der Massen. Das steht heute (15.11.2013) jedenfalls in der Online-Ausgabe der „Welt“ zu lesen:

Ganz besonders in Europa bereiten der Entscheider-Elite soziale Verwerfungen große Sorgen. Jeder Fünfte glaubt, dass die hohe Arbeitslosigkeit in Europa die größte Herausforderung im kommenden Jahr sein wird. Ebenso viele fürchten, dass die europäische Wirtschaft auch 2014 um Wachstum ringen wird – was wiederum soziale Spannungen verschärfen könnte.

Erstaunlich ist dabei eigentlich nur, dass die deutschen Massenmedien erst im Jahr 2013 merken, dass sich die so genannten „Eliten“ vorm kleinen Mann gemeinen Pöbel fürchten.

Damit sind wir schon beim Waffenrecht.

Seit Jahrzehnten wird in den westlichen Demokratien mehr oder weniger erfolgreich versucht, die jeweiligen nationalen Waffengesetze zu verschärfen. Besonders ausgeprägt natürlich in Deutschland. Hier haben es die „Eliten“ schon sehr früh verstanden, die Massen von Schusswaffen fern zu halten.

Natürlich haben die „Eliten“ nicht zugegeben, dass sie die Angst vor wehrhaften Bürgern umtreibt. Man hat dem Ganzen einen anderen Namen gegeben, hat es als Beitrag zuer Erhöhung der inneren Sicherheit verkauft. Ob RAF-Terroristen mit gestohlenen Militärwaffen mordeten oder ein durchgeknallter Tischtennisspieler mit der Pistole vom Papa – jeder Anlass wurde ausgenutzt, um die Hürden für den legalen Waffenbesitz zu erhöhen. So wenig Waffen mit möglich im Volk, eben.

Auch ist das deutsche Waffengesetz keineswegs so stümperhaft zusammengeschustert, wie es häufig scheint.
„Elitepanik“ weiterlesen

Dossenheimer SPD: Olympiareife Einfaltspinsel

Die Handlanger der IANSA haben anscheinenend in den Reihen der Dossenheimer SPD ein paar nützliche Idioten gefunden, die sich bereitwillig vor den Waffenverbotskarren spannen lassen und sich nicht scheuen, die Opfer der Bluttat im Sinne der Antiwaffenlobby zu instrumentalisieren.

Die Online-Ausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung berichtet heute:

Einen Monat nach der schrecklichen Bluttat fordert die Dossenheimer SPD nun eine Verschärfung des Waffenrechts und erinnert an den Koalitionsvertrag zwischen Grünen und Sozialdemokraten in Baden-Württemberg, der diese Forderung bereits beinhaltet.

„Das Verbot von großkalibrigen Waffen liegt nahe und ist eine alte Forderung der SPD“, erklärte Ortsvereinschef Fred Hermann. Nur diese müsse nun auch umgesetzt werden – auf Bundesebene. Vor einiger Zeit, so Hermann, sei eine entsprechende Initiative im Bundesrat noch gescheitert. Nun will die SPD der Bergstraßengemeinde einen neuen Anlauf starten. Und zwar mit einem Antrag beim SPD-Kreisparteitag, der diesen an den Landesparteitag weiterleiten soll. „Wir wollen das forcieren und etwas Druck machen“, sagte Hermann. „Damit rennen wir wohl sogar offene Türen ein.“

Damit dürften die Dossenheimer Genossen der Bundespartei keinen großen Gefallen getan haben. Immerhin ganze zwei Tage nach der Bundestagswahl gebührt den Sozis nun die zweifelhafte „Ehre“, als erste Partei ganz offiziell das Gegenteil von dem zu tun, was man der Öffentlichkeit vor der Wahl versprochen hat:

Die SPD-Bundestagsfraktion plant aktuell keine konkreten Veränderungen des Waffengesetzes.

Nachzulesen z. B. in den „Wahlprüfsteinen“ des DSB.

Natürlich ist „aktuell“ relativ zu sehen und die Dossenheimer Provinz-SPDler sind nicht gleichbedeutend mit der Bundestagsfraktion. Dennoch ist es für die der SPD nahe stehenden Besitzer legaler Waffen ein Schlag ins Gesicht, dass keine 48 Stunden nach der Wahl ausgerechnet aus ihrer Partei Versuche unternommen werden, in die Verbotsfußstapfen der Grünen zu treten.
„Dossenheimer SPD: Olympiareife Einfaltspinsel“ weiterlesen

IM Gall fordert de facto vollständiges Feuerwaffenverbot!

0w_2013_mt_scrnsht_swr_gall_a.gif

In einem SWR-Interview in der „Landesschau aktuell Baden Württemberg“ vom 21.08.2013 hat Innenminister Reinhold Gall mehr als deutlich gemacht, wohin die Reise für Sportschützen und andere Waffenbesitzer in Deutschland gehen soll:

In Richtung totales Feuerwaffenverbot!

Ab Minute 2.12 lässt er die Katze aus dem Sack. Auf die Frage der Moderatorin

Sie fordern nur großkalibrige Waffen (zu verbieten, Anm. d. Verf.), aber mit kleinkalibrigen kann ich genau so jemand töten.

antwortet der werte Herr Innenminister Gall:

Nein, ich fordere das Verbot von Waffen mit hoher Durchschlagskraft. Also es gibt durchaus auch Kleinkaliber mit hoher Durchschlagskraft und deshalb ist der Begriff anders entsprechend zu fassen. Das gilt übrigens auch für Munition die verwendet wird. Das gilt beispielsweise auch für Waffen, meinetwegen auch Kleinkaliber, die die Möglichkeit bieten, schnell nachzuladen, Repetiergewehre beispielsweise. Auch die möchte ich von einem Verbot umfasst wissen.

Eine „hohe Durchschlagskraft“ ist natürlich ein dehnbarer Begriff. Im Vergleich zu einer 7,5 Joule Druckluftplempe besitzt aber jede Feuerwaffe eine „hohe Durchschlagskraft“ und damit erfüllt jede .22 lfB-Flitsche und jeder antiquierte Vorderlader dieses Verbotskriterium. Und eines der bekanntlich besonders deliktrelevanten, „schnell nachzuladenden Repetiergewehre“, natürlich allemal.

Die Baden-Württemberger haben da ja einen ganz besonders kompetenten Innenminister, wie es scheint. Einen, dem es nicht darum geht, Kriminalität zu verhindern oder zu bekämpfen.

Es geht darum, die Bevölkerung durch die herbeifantasierte, angebliche Gefahr durch Sportschützen zu verängstigen und durch massive redaktionelle Unterstützung seitens der Leitmedien Schusswaffenopfer maximal für Verbotszwecke zu instrumentalisieren. Jedenfalls so lange, wie der tödliche Schuss aus der „richtigen“, nämlich einer registrierten Schusswaffe kam.

Es geht um die vollständige Volksentwaffnung, es geht um die systematische Zerstörung der Schützenvereine und des Schützenwesens. Es geht um die totale Kontrolle eines allmächtigen Staates über seine wehrlos gemachten Bürger Untertanen.

Und ganz nebenbei bemerkt, wer so zahme und aus der Hand fressende „Journalisten“ wie die artige Stichwortgeberin im verlinkten SWR-Video hat, der müsste sich nicht mal die Mühe machen, das Grundgesetz zu ändern um die Pressefreiheit abzuschaffen. Die wird, so scheint es jedenfalls, in Deutschland ohnehin kaum noch genutzt. Frei nach Heinrich Heines Vorahnung auf das frühe 21. Jahrhundert:

„Der Obrigkeit gehorchen, ist
die erste Pflicht für’n Journalist.“

Trotzdem vielen Dank, Herr Innenminister Gall, für die klare und unmissverständliche Botschaft. Deutlicher kann man sein Misstrauen gegenüber unbescholtenen, rechtstreuen Bürgern nicht artikulieren.

Ach so, falls jemand weiß, wie man dieses SWR-Video herunterladen kann, wäre es ganz nett, wenn er oder sie diesen Clip für die Nachwelt sichert. Keine Ahnung, wie das geht und wie lange diese Datei online verfügbar sein wird. Danke!