Vernunft: Landes-Innenminister außen vor

Weise Innenminister haben gerade ein geniales Konzept ersonnen, um Verbrecher davon abzuhalten, Verbrechen zu begehen:

Gesetzesverschärfungen und Verbote!

Die Hypothese: Jemand, dem es egal ist, ein Tötungsdelikt zu begehen, wird davon ablassen, wenn er dazu ein Messer führen müsste, dessen Klingenlänge oder Öffnungsmechanismus einen Verstoß gegen das Waffengesetz darstellt.

Kriminalitätsbekämpfung kann so einfach sein, man muss nur drauf kommen.

P. S.:

Uups, zu früh gefreut. Die deutschen Innenminister-Koryphäen Pistorius und Co. sind wohl doch nicht die Ersten, die diesen genialen Einfall mit den weitreichenden Messerverboten hatten. Das scheint andernorts ein durchschlagender Erfolg zu sein:

Während man 2014 in England und Wales noch fast 25.000 Angriffe mit Messern bzw. scharfen Gegenständen registrierte, liegt die entsprechende Zahl in 2018 nun nur noch bei deutlich unter 40.000 Fällen.

Beeindruckender Rückgang von Messerattacken nach Verboten (Screenshot: BBC)

Gerüchten zufolge arbeiten angelsächsische Innenpolitiker aber bereits daran, nun auch noch die letzten scharfen Gegenstände und Geräte im Königreich zu verbieten und nach den Unterwäsche-Models auf Werbeplakaten fortan auch Chilischoten aus der Öffentlichkeit zu verbannen.

Schachmatt, Spitzbuben.

Der Spiegel: Das Stussgeschütz der Demagogie

„Der Spiegel“, angeblich einst das „Sturmgeschütz der Demokratie“, arbeitet hart daran, wenigstens weiterhin seinen Ruf als Stussgeschütz der Demagogie zu bewahren. Dazu kommen die Stellungnahme des DSB zum Refernentenentwurf zur Umsetzung der EU-Waffenrichtline in nationales Recht genau richtig:

Der Deutsche Schützenbund (DSB) kämpft dafür, dass Sportschützen weiterhin für ihre Pistolen Magazine mit 30 Schuss Munition verwenden dürfen.

Nein, der DSB kämpft nicht dafür. Es gibt keine einzige Disziplin im DSB-Sportprogramm, bei der eine Kurzwaffe mit einem Magazin mit einer Kapazität mit 20 oder gar 30 Schuss erlaubt ist.

Der DSB hat sich, wie auch andere Interessenvertreter, gegen ein Verbot von Magazinen hoher Kapazität ausgesprochen. Weil diese bisher von jedermann frei erwerbbaren Teile nach einem Verbot nur zu einer Kriminalisierung ihrer Besitzer führen, deliktisch vollkommen irrelevant sind und nur die ohnehin überlasteten Strafverfolgungsbehörden mit dann zu ahndenden „Waffenrechtsverstößen“ überschwemmen wird.
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Grüne Folklore in Sachsen: Alle Jahre Lippmann

Wenn ein Grüner von „Freiheitsrechten“ fabuliert, dann meint er für gewöhnlich nur seine eigenen Rechte. Die Rechte Dritter interessieren nicht die Bohne. Deshalb findet man im Kontext Grüner Lautäußerungen das Wort „Freiheit“ selten, aber „fordern“ und „Verbote“ oft.

17.12.2015: Deutsche rüsten auf – mit freiverkäuflichen Waffen

(…)
Jedoch zeigt das Beispiel Sachsen, dass eine starke Zunahme sehr offenkundig ist. Wie das sächsische Innenministerium auf eine Landtagsanfrage der Grünen kürzlich mitteilte, ist die Zahl der Personen mit einer waffenrechtlichen Erlaubnis innerhalb der vergangenen zwei Jahre in dem Bundesland um 3000 auf 37.579 gestiegen.

Laut Valentin Lippmann, dem innenpolitischen Sprecher der Grünen in Sachsen, funktioniert der Zugang zu den Waffen vor allem über die Schießsportvereine: „Dort meldeten sich von Januar bis Oktober 2015 insgesamt 346 Personen zu Sachkundeprüfungen an. So viele Prüfungsteilnehmer haben sich in den gesamten letzten vier Jahren nicht angemeldet“, berichtete er – und forderte, „dem Run auf erlaubnispflichtige Waffen“ einen Riegel vorzuschieben.
(…)

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BMI-Referentenentwurf: Herber Schlag gegen IS-Terroristen

Gar schröcklicher Pirat
Foto: pixabay.com

Mossul – Unbestätigten Berichten des Nachrichtensenders Al Jazeera zufolge soll es in den letzten Tagen in den noch vom sogenannten „Islamischen Staat“ besetzten Gebieten zu mehreren mysteriösen Todesfällen unter Daesch-Terroristen gekommen sein. Nach nicht näher benannten Quellen aus dem Umfeld westlicher Geheimdienste wurde erstmals eine neue Form der psychologischen Kriegsführung eingesetzt, bei der zielgruppenbezogener Humor beim Adressaten einen tödlichen Lachanfall auslösen soll. Da die humoristischen Spitzen nur von Eingeweihten verstanden werden, sollen Lachtod-Kollateralschäden weitestgehend vermieden werden.

Dabei sollen die Vorbereitungen für die Operation „Zwerchfell“ bereits Ende 2015 unter dem Vorwand der Ausarbeitung einer „EU-Feuerwaffenrichtlinie“ angelaufen sein. Um dem komplexen Plan Authentizität zu verleihen, übernahm Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker trotz, ääh, Ischiasbeschwerden persönlich die Federführung und schaffte es dank der Unterstützung einiger zuverlässiger Kommissare, die Feuerwaffenrichtlinie planmäßig durchs EU-Parlament zu bringen.

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Englische Verhältnisse

Wie in meinem gestrigen Beitrag beschrieben, treffen die so gerne als Synonym für ausufernde Gewalt bemühten „Amerikanischen Verhältnisse“ mittlerweile mehr auf englische Metropolen zu, als auf die USA.

Wenn es aber ein Steigerung von den „amerikanischen Verhältnissen“ gibt, dann müssen dies die „englischen Verhältnisse“ sein. Für „englische Verhältnisse“ reicht es nicht, wenn Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte rapide zunehmen und das Recht des Stärkeren gilt.

„Englische Verhältnisse“ kombinieren das zusätzlich mit der Kriminalisierung der Opfer, dem Schutz der Täter und der Verweigerung, unbescholtenen Bürgern das Recht auf Notwehr zuzugestehen.
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Welt-Fremd: Noch’n Verbot

Screenshot: welt.de

Ein „Macho-Messer-Verbot wäre sinnvoller als jede Islam-Debatte“, findet Peter Huth in der „Welt“.

Besonders kreativ beim gemeinsamen Nachdenken mit seinem Freund, aus welchen Gründen man ein Messer mit sich führt, war er schon mal nicht:

Hier die komplette Liste.

1)

2)

3)

4)

5)

Die Begründung für diese intellektuelle Nullnummer wird auch geliefert:

Sehen Sie – Sie sehen nichts. Es gibt keinen vernünftigen Grund, ein Messer zu tragen. Alle Modelle, die da als „Tactical Messer Mossad II“ oder „Survival Messer“ oder „Bowie Messer“ oder „Schlagring Messer“ im Internet bestellbar, in Waffenläden oder als Schnaps- und Bierbeifang im Kiosk erhältlich sind, sind unnötig.

Mir fallen dagegen schon einige Gründe ein, warum ich täglich legal ein Buck 110 Folding Hunter führe:

1) Weil ich es kann
2) Weil es ein praktisches Werkzeug ist
3) Weil es besser ist, ein Messer dabei zu haben und keines zu brauchen, als umgekehrt
4) Weil ich keine Schusswaffe führen darf
5) Weil es ziemlich unpraktisch wäre, die ganze Zeit einen Polizisten mit sich herumzutragen

Okay, die Punkte 4 und 5 sind vielleicht etwas polemisch, aber wenn ein Journalist eines Leitmediums nicht einen einzigen vernünftigen Grund finden kann, warum man ein Messer braucht, dann ist das mindestens genau so polemisch.
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AR-15: Endlich im Bild!

Endlich wissen wir es:

Das AR-15 ist das „Statussymbol nahezu aller Amokschützen„.

Ein Julian Reichelt, bei „Bild“ scheinbar der Experte für Selbstladegewehre und psychisch gestörte Massenmörder, schreibt:

Als militärisch aussehende Waffe steht es für genau jene Macht, die komplexbeladene Verlierer genau ein Mal in ihrem Leben ausüben wollen. Nahezu jedes Massaker in den USA wird mit dieser Waffe verübt, zuletzt in Las Vegas.

Tja, was soll man dazu sagen? Wenn jeder, der ein AR-15 besitzt, ein „komplexbeladener Verlierer“ ist, dann gibt es alleine in den USA 5 – 10 Millionen solcher „komplexbeladener Verlierer“. Und da diese „komplexbeladenen Verlierer“ mit ihren AR-15 bei der erstbesten Gelegenheit um sich ballern, deshalb gibt es jeden Tag hunderte Schießeren mit tausenden von Toten. Müsste zumindest so sein, wenn jedes hundertste oder jedes tausendste oder wenigstens jedes zehntausendste AR-15 so einem komplexbeladenen Vollidioten gehörte.
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Postfaktisch: Mäurer und die Selbstlader

Endlich geschafft!

Der Stadtstaat Bremen hat seine Hausaufgaben gemacht. Kriminellen Familienclans hat man das Handwerk gelegt, das Bildungsniveau der Schüler hat den Vorsprung der Bayern und Sachsen fast wett gemacht. Recht und Gesetz werden konsequent zur Anwendung gebracht und die Kriminalitätsrate sinkt rapide. Genau so, wie die Neuverschuldung und die Höhe der erhaltenen Gelder aus dem Länderfinanzausgleich.

Jetzt kann man sich endlich wieder den wirklich wichtigen und drängenden Themen zuwenden, die eine rot-grüne Landesregierung für gewöhnlich umtreiben. Neben der Planung von Radwegen und Unisextoiletten sind das für gewöhnlich Waffenrechtsverschärfungen:

Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) startet im Bundesrat eine Initiative für die Verschärfung des Waffenrechts: Er will kriegswaffenähnliche halbautomatische Sturmgewehre für die Jagd oder den Sport verbieten. „Je weniger solche Waffen im Umlauf sind, desto geringer ist auch die Gefahr des Missbrauchs“, erklärte Mäurer am Dienstag. „Solche Gewehre sind weder für die Jagd noch für den Sport notwendig.“

„Kriegswaffenähnliche halbautomatische Sturmgewehre“.

Ein „halbautomatisches Sturmgewehr“ ist wie eine lebendige Leiche oder ein schwarzer Schimmel, ein Widerspruch in sich. Was die „Kriegswaffenählichkeit“ betrifft, so ist dies auch ein äußerst dehnbarer Begriff, mit dem sich alles verbieten lässt.

Abgesehen von der für Kriegswaffen typische Eigenschaft, Dauerfeuer zu schießen, sind alle anderen Weiterentwicklungen der letzten Jahrzehnte der besseren Ergonomie und vereinfachter Handhabung geschuldet. Ob das unempfindliche Materialien und Oberflächen, einstellbare Schulterstützen, Pistolengriffe, entnehmbare Magazine oder Mündungsfeuerdämpfer sind. Das sind Eigenschaften, die das Soldatenleben genau so wie das Schützenleben oder Jägerleben erleichtern. Zumindest so lange, wie Soldaten und Zivilisten über die gleiche Anatomie verfügen.

„Ihre besondere Gefährlichkeit folgt daraus, dass sie nach Abgabe eines Schusses selbsttätig innerhalb kürzester Zeit wieder schussbereit werden“, erklärte Bremens Innensenator und wies darauf hin, dass bei mehreren Amoktaten in den vergangenen Jahren in den USA oder auch auf der Insel Utoya in Norwegen, genau diese Art von Waffen zum Einsatz kamen.

Das sind natürlich Argumente. Man stelle sich einmal vor, der Attentäter von Nizza hätte keinen LKW zur Verfügung gehabt, sondern so ein kriegswaffenähnliches, halbautomatisches Sturmgewehr eines Sportschützen. Kaum auszudenken, was da hätte passieren können. So blieb die Opferzahl nach wenigen Minuten Amokfahrt mit lediglich 86 Toten und mehr als 400 Verletzen sehr übersichtlich. Im Gegensatz zum Attentat von Utoya, wo nach anderthalb Stunden Schießerei nur wegen der schnellen Schussfolge des verwendeten Halbautomaten 69 Opfer zu beklagen waren.

Er persönlich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und nicht nur die kriegswaffenähnlichen, sondern auch alle halbautomatischen Gewehre für den Sport- und Jagdbereich verbieten, betonte Mäurer. Doch dies sei derzeit politisch im Bundesrat nicht mehrheitsfähig, so seine Einschätzung. Doch schon mit einem Verbot der kriegswaffenähnlichen Langwaffen wäre man einen erheblichen Schritt weiter.

Genau, man muss eben Prioritäten setzen. Mäurers vollumfänglicher Glückseligkeit stehen nur die Bürger mit registrierten Selbstladebüchsen im Weg, alles andere ist längst paletti. Kein Grund, sich Sorgen zu machen oder gar politisch dort aktiv zu werden, wo es weh tun könnte. Und wo man sich des Beifalls anderer abgehobener Weltverbesserer und Doppelmoralisten nicht so sicher sein kann, wie bei geplanten Waffenrechtsverschärfungen zu Lasten der Ehrlichen und Rechtstreuen.

Vielleicht winkt aber auch nur ein warmes Plätzchen innerhalb der EU-Nomenklatura, wenn man als unfähiger Innensenator einer zu Grunde gerichteten, ehedem stolzen Hansestadt im Bundesrat plötzlich genau jene Waffenrechtsverschärfungen einbringt, die gerade in Brüssel grandios zu scheitern drohen.

Ein zynischer Rückblick auf 2016

Köln
Das abgelaufene Jahr begann mit einem Aufreger. Die Vorfälle von Köln befeuerten die Nachfrage nach freien Selbstverteidigungsmitteln wie Abwehrsprays und Schreckschusswaffen, die Behörden wurden von einer Antragsflut nach dem Kleinen Waffenschein überschwemmt. Natürlich waren Köln und die Folgen Thema vieler Zeitungsartikel, Fernsehberichte und Talkshows. Es wurde relativiert, was das Zeug hält und dem unmündigen Untertan erklärt, dass die Polizei für seine Sicherheit sorge und man auf Selbstverteidigung verzichten und die Abwehr der ohnehin nicht vorhandenen Gefährdung der „Inneren Sicherheit“ gefälligst den Profis überlassen solle.

The same procedure as every year
Die Jahrestage von „Erfurt“ und „Winnenden“ wurde wieder für das alljährliche Sportschützenbashing instrumentalisiert. Aufgrund der seit Jahren anhaltenden teutonischen Amoklaufflaute mittlerweile mit dem regelmäßigen Verweis auf „Utoya“ versehen, schließlich lassen sich nach Ansicht von linksgrünen Hypermoralisten 77 Todesopfer nur unter Verwendung einer legal erworbenen Selbstladewaffe erzielen.

Orlando
Auch der Massenmord von Orlando im Nachtclub „Pulse“ mit 49 Toten und 53 Verletzten war Wasser auf die Mühlen der Waffenverbieter. Betont wurde, dass der Täter das Sturmgewehr vom Typ AR-15 legal erworben habe. Der Versuch von Präsident Obama, im Nachgang endlich seinen Traum von schärferen Waffengesetzen erfüllen und das von US-Demokraten und Gungrabbern gleichermaßen zum Mordinstrument Nummer eins hochstilisierte AR-15 verbieten zu können, zerschellte an der Realität. Das vermeintliche „Sturmgewehr AR-15“ entpuppte sich bei genauem Hinsehen als halbautomatisches Sig Sauer MCX. Außerdem wurde einmal mehr eine per Gesetz waffenfreie Zone zur tödlichen Falle für rechtstreue Bürger. Alle Pulse-Besucher hielten sich an das in Florida geltende Gesetz, wonach man in Bars mit Alkoholausschank keine Waffe führen darf und waren somit wehrlos dem Täter, der sich selbstverständlich nicht ans Gesetz hielt, ausgeliefert.

Nizza
Zum herben Rückschlag, wenn nicht gar zum Super-GAU der vereinigten Waffenbesitzverbieter, entwickelte sich die Terrorattacke am 14. Juli in Nizza. 86 Menschen, die auf der Strandpromenade den französischen Nationalfeiertag begingen, starben. Mehr als 300 wurden zum Teil schwer verletzt. Doch dieses Mal hatte der Attentäter nicht eine Schusswaffe, sondern einen LKW als Tatmittel, unproblematisch und völlig legal gemietet, verwendet. Und für eine Weile verstummten sogar die selbst ernannten „Experten“, die noch wenige Wochen zuvor lautstark bei jeder sich bietenden Gelegenheit ein Verbot von halbautomatischen Jagd- oder Sportwaffen forderten, weil ausschließlich damit in kurzer Zeit viele Menschen ermordet werden könnten.

Würzburg
Keine Schusswaffe benötigte auch ein sog. „unbegleiteter Flüchtling“, der am 18. Juli in einer Regionalbahn bei Würzburg den wahrscheinlich ersten halbwegs erfolgreichen Terroranschlag des IS in Deutschland verübte. Eine handelsübliche Axt für wenige Euro und ein Messer reichten aus, um vier Menschen schwer zu verletzten. Seine unbewaffneten Mitreisenden waren nicht in der Lage, den Täter zu stoppen. Er wurde auf der Flucht von einem zufällig (?) in der Nähe befindlichen Spezialeinsatzkommando der bayerischen Polizei erschossen.

München
Wenige Tage später geriet dann München als Tatort eines Amoklaufes in die Schlagzeilen. Wieder einmal offenbarte sich das Waffengesetz als absolut ungeeignetes Instrument, um Kriminalität oder gar Amokläufe zu verhindern. Weder Altersgrenzen noch Aufbewahrungsvorschriften, weder fehlendes Bedürfnis noch fehlende Erwerbserlaubnis hinderten einen 18-Jährigen daran, eine großkalibrige Schusswaffe und hunderte Patronen illegal von einem Waffenschieber über das Darknet zu erwerben. Neben der Bereitschaft, geltendes Recht zu ignorieren waren nur eine Internetverbindung und ein vierstelliger Eurobetrag erforderlich. Neun Menschen fanden den Tod.

Ansbach
Aufmerksame Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes verhinderten nur zwei Tage später in Ansbach die nächste Katastrophe: Bei einem Selbstmordattentat starb nur der Rucksackbomber, ein abgelehnter Asylbewerber aus Syrien, dessen Abschiebung ein Jahr zuvor nicht zuletzt durch das Eingreifen eines Bundestagsabgeordneten der Linkspartei verhindert wurde. 15 Personen wurden verletzt. Auch hier verhinderte kein Gesetz die Tat, die Bombe war aus frei erhältlichen Komponenten zusammengebastelt, entsprechende Anleitungen finden sich zuhauf im Internet.

Ludwigshafen
Die Besucher eines Weihnachtsmarktes in Ludwigshafen konnten ebenfalls von Glück reden, dass die von einem Zwölfjährigen (!) deponierten, selbst gebastelten Sprengsätze nicht explodierten. Auch hier haben nicht Gesetze eine Tragödie verhindert, sondern nur die Unfähigkeit des Möchtegern-Täters. Dem Täter dürften andere Gesetze allerdings zu passe kommen, schließlich ist er als Zwölfjähriger noch noch nicht strafmündig.

Berlin
Weniger Glück hatten dagegen die Besucher des Weihnachtsmarktes an der Berliner Gedächtniskirche. Ein Dutzend Menschen bezahlten die Unfähigkeit des Staatsapparates, geltendes Recht umzusetzen oder wenigstens Lehren aus den Anschlägen in Nizza zu ziehen, mit dem Leben. Während man Jahre und hunderte Millionen Euro dafür verplemperte, das „Nationale Waffenregister“ aufzubauen, um die deliktisch nahezu irrelevanten, legal besessenen Schusswaffen doppelt und dreifach kontrollieren und überwachen zu können, sah man sich außer Stande, ein eben solches Register für illegal einreisende Personen oder wenigstens für die Kriminellen darunter einzurichten.

Nicht nur die besonders gegängelten Waffenbesitzer, deren Erwerbserlaubnis schon beim kleinsten Zweifel an ihrer persönlichen Eignung oder Zuverlässigkeit in Gefahr ist, reiben sich verwundert die Augen, was man sich hierzulande dagegen als krimineller, ausreisepflichtiger und als Gefährder eingestufter und überwachter Dschihadist erlauben kann, ohne dass dies auch nur geringste Konsequenzen nach sich zieht.

Nicht Gesetze und Behörden haben schlimmeres verhindert, sondern Łukasz Urban.

Fazit
Kein versuchtes oder geglücktes Massaker, egal ob in Deutschland, Frankreich oder Belgien, wurde durch die geltenden Gesetze verhindert. Und keines davon wäre verhindert worden, selbst wenn die von der EU-Kommission eingebrachten Verschärfungen der Waffengesetze unverändert durch Rat und Parlament gegangen wären.

Der Etikettenschwindel der EU-Kommission ist aufgeflogen, Juncker hat sich am Widerstand vor allem der freiheitsliebenden osteuropäischen Länder eine blutige Nase geholt, während die deutsche Regierung einer Gesetzesverschärfung durch die Hintertür gegenüber wohl sehr zugetan war. Schließlich kann man unpopuläre Maßnahmen dann auf Brüssel schieben und die Hände in Unschuld waschen.

So gesehen, war das Beste am zu Ende gehenden Jahr 2016 der enge Schulterschluss der europäischen Waffenbesitzer, die Entstehung einer gut vernetzten und in den jeweiligen Nationalstaaten tief verwurzelten europäischen Waffenlobby.

Ausblick
Das Beste wird aber erst in 2017 kommen, falls die Nordkoreanisierung Deutschlands so weit voranschreitet und tatsächlich eine staatliche Stelle darüber wachen wird, ob eine Nachricht „wahr“ oder „unwahr“ ist. Immerhin muss der Waffenlobby davor am wenigsten Bange sein, schließlich ist man es gewohnt, mit Fakten und belegbaren Angaben zu hantieren, das wird auch ein „Wahrheitsministerium“ anerkennen müssen.

Auf die Gegner privaten Waffenbesitzes dürften dagegen harte Zeiten zukommen, wenn ihre Verlautbarungen plötzlich auf ihren Wahrheitsgehalt abgeklopft werden und ihre Fakenews im Filter hängen bleiben…

Grüne im Kreis Bautzen positionieren sich gegen Jäger und Sportschützen

Screenshot SZ Online
Screenshot SZ Online

Wenn man dachte, dass die „Grünen“ nur auf Bundes- bzw. Landesebene ihrer ideologisch motivierten Anti-Waffen-Agenda folgen, auf kommunaler Ebene aber etwas mehr Realitätssinn walten lassen, dann hat sich diese Hoffnung leider schnell zerschlagen.

Auch im Landkreis Bautzen hat man als Grüner scheinbar sonst keine Probleme, als die Kreisverwaltung hinsichtlich der Anzahl von Waffenbesitzern bzw. registrierten Schusswaffen zu löchern, um im Kontext mit der relativ überschaubaren Anzahl von Kontrollen eine kleines Skandälchen herbei zu hysterisieren.

Die „Sächsische Zeitung“ berichtet in der Lokalausgabe Kamenz vom 05.12.2016:

Denn die jährlichen Vor-Ort-Kontrollen lassen sich jeweils meist an einer Hand abzählen. Im vergangenen Jahr waren es immerhin acht Kontrollen – das ist dann sogar eine mehr als in den drei Jahren zuvor zusammenaddiert.

Für den Kreischef der Grünen, Jens Bitzka, ist das ein unhaltbarer Zustand. „Jede Imbissbude wird einmal im Jahr überprüft. Ein Waffenbesitzer müsste statistisch gesehen nur alle 316 Jahre mit einem Besuch rechnen“, sagt Jens Bitzka. „Wir wollen niemanden unter Generalverdacht stellen. Aber es gibt überall schwarze Schafe. Es ist nicht auszudenken, was passiert, wenn Waffen in falsche Hände geraten.“ Der Politiker fordert mehr unangemeldete Kontrollen – auch, indem das Personal beim dafür zuständigen Landratsamt aufgestockt wird.

Wirklich skandalöse Zustände, wo es im Landkreis Bautzen doch nahezu täglich durch Jäger und Sportschützen zu wüsten Schießereien und kriminellen Taten mit ihren registrierten Waffen kommt…

Mein Leserbrief ging jedenfalls postwenden an die zuständige Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Kositz,

mittlerweile hat neben Ostern, Weihnachten und Silvester auch der jährliche „die-Grünen-diffamieren-Waffenbesitzer“-Tag einen festen Platz im Kalender.

Regelmäßig darf man in der SZ darüber lesen, dass die „Grünen“ bei der Landesregierung die Anzahl der Kontrollen bei Besitzern registrierter Waffen abfragen, nun erfolgen solche Anfragen also auch auf Kreisebene.

Genau so regelmäßig erscheint dann ein entsprechender Artikel mit der grünen Empörung über angeblich zu wenige Kontrollen.

Kreis-Grünen-Chef Bitzka wird zitiert, dass er niemand unter Generalverdacht stellen will. Die Frage ist, warum machen er und seine Partei es dann ständig? Warum stellen sie Millionen Jäger und Sportschützen, deren registrierte Waffen deliktisch nahezu irrelevant sind, immer wieder unter genau diesen Generalverdacht?

Wäre den Grünen an einer sachlichen Diskussion gelegen, würden sie nicht nur die Anzahl der registrieren Waffen und ihrer Besitzer abfragen, sondern auch die Anzahl der Fälle, in denen diese registrierten Waffen für Straftaten missbraucht wurden.

Aber dann wären die Grünen ganz schnell in Erklärungsnot, wenn sie begründen müssen, wie man eine Missbrauchsquote von um die null Prozent durch stärkere Kontrollen signifikant absenken kann.

Mit freundlichen Grüßen

Benedikt Krainz
„Schützen-Lobbyist“* und „Betreiber der widerlichen Hetzseite www.meinungsterror.de“*

* SZ Kamenz, Leserbriefseite, 22.08.2016

Mal sehen, ob sie veröffentlicht wird. Und wer noch so antwortet…

Zum gleichen Thema: Grüne: Bei Bürgerrechten konsequent inkonsequent